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Ingenieurfragebogen:

Berufsbezeichnung:

Position:

Name:

Alter:

Unternehmen:

Branche:

Mitarbeiterzahl:

Arbeitsort:
Diplom-Ingenieur

Projektleiter Proportionalpneumatik

Frank Bayer

29

Festo AG & Co.KG

Automatisierungstechnik

13500

Esslingen-Berkheim
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Meine Hauptaufgabe ist es, gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen für Ihre Automatisierungsaufgaben zu finden. Hierbei liegt mein Schwerpunkt bei Anwendungen, in denen Proportional- und Servopneumatik gefragt ist. Zudem habe ich noch die Aufgabe, als Schnittstelle zwischen Markt und Technik zu fungieren und die Anforderungen unserer Kunden in Entwicklungsprojekte einfließen zu lassen.

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Ein normaler Tagesablauf startet mit dem Sichten und Bearbeiten von E-Mails. Danach geht es in das Tagesprojektgeschäft über, bei dem Lösungen erarbeitet werden und diese dann als Angebote an unsere Kunden gehen. Zwischendurch steht meistens noch eine Besprechung an, die aus der Schnittstellentätigkeit zur Entwicklung hin besteht. Da ich in direktem Kundenkontakt stehe, telefoniere ich natürlich über den ganzen Tag verteilt noch viel, um den Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Derzeit bin ich mit der Projektierung einer neuen Technologie im Bereich Servopneumatik verantwortlich. Hieraus ergeben sich viele neue Anwendungsgebiete und Möglichkeiten, interessante Lösungen umzusetzen, was den Arbeitsalltag natürlich sehr interessant gestaltet.

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Da ich ein begeisterter Radfahrer bin, wäre es für mich ein Traum, die Entwicklung eines neuen Rades ganz nach meinen Vorstellungen durchzuführen.

Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 35%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 15%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 50%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: ---

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Im Moment sind noch ca. 90% meiner Kundenkontakte in Deutschland. Allerdings wird sich das in Zukunft ändern, da auch bei uns im Unternehmen der Wissenstransfer in Auslandsgesellschaften vorangetrieben wird. Englisch ist daher aus meiner Sicht ein absolutes „Muss“. Um hier nicht aus der Übung zu geraten besuche ich gerade einen Englischkurs für technisches Englisch.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Wenn ich bei unseren Kunden unterwegs bin, sehe ich viele verschiedene Anlagen aus unterschiedlichsten Branchen. Doch diese Anlagen haben zu 99% eines gemeinsam, nämlich den Anspruch, technisch auf absolut höchstem Level zu stehen und damit an der Spitze im internationalen Vergleich. Wenn die Firmen hier weiter auf moderne Technologien und dem damit verbundenen Know-how-Aufbau Ihrer Mitarbeiter setzen, sehe ich für das Gütesiegel „Made in Germany“ einen erfolgreichen Weiterbestand voraus.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 20%
b) Fax: 0%
c) E-Mail: 20%
d) Internet: 20%
e) Intranet: 10%
f) Zeitschriften / Kataloge: 15%
g) Fachbücher: 15%

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 30%
b) privat angeeignetes Wissen: 10%
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 25%
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 35%

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
An der Berufsakademie Stuttgart, Fachbereich Mechatronik

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Physik, Chemie, Sport

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ingenieur zu werden?
Hier hat wohl mein Vater einen hohen Anteil gehabt, der ebenfalls Ingenieur ist und ich daher schon recht früh Kontakt mit dem Thema des Ingenieurs hatte.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Die größte Umstellung von der Schule ins Studium und Berufsleben ist wohl das selbstständige organisieren der notwendigen Informationen, um etwas zu erlernen. Da man hier aber ins kalte Wasser geschmissen wird, hat man spätestens nach dem ersten Semester den Dreh raus.

Was sind Ihre Hobbys?
Im meiner Freizeit betreibe ich viel Sport, um einen guten Ausgleich zu haben. Meine Leidenschaft gilt hier dem Triathlonsport.

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Grundversorgung (Wasser, Nahrung) sicherstellen, Selbstrettungsversuche einleiten und, wenn Zeit bleibt, ein bißchen an der Schwimmtechnik für den nächsten Triathlon arbeiten :-)

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Das Nutzbarmachen der Elektrizität – für mich der Grundstein aller modernen Technologien.

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Ein Fachgebiet wählen, das einem Spaß macht. Auf dem Weg durchs Studium sich ein möglichst breites Netzwerk an Kontakten aufbauen – dies erleichtert einem den Weg ins Berufsleben ungemein.

08.02.2012 | 10:43:13

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