Ingenieurfragebogen:
Dipl.-Ing. Maschinenbau - Daniela Reiter (30)
Daniela Reiter ist Konstruktionsingenieurin bei der Eickhoff Antriebstechnik GmbH in Bochum und spezialisiert auf Industriegetriebe. Die 30-Jährige hat ihren Diplom-Abschluss in Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum gemacht.
Komplettes Interview
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Konstruktion von Industriegetrieben
Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
- Fertigungs- und Montagezeichnungen erstellen
- Stücklisten erstellen
- Absprache mit Einkauf/Lieferanten über Zulieferteile
- Absprache mit Vertrieb/Kunden über neuentwickeltes Getriebe
- Technische Klärungen mit Fertigung, Montage, Prüfstand innerhalb Eickhoff
Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Neuentwicklung eines der größten Industriegetriebe bei Eickhoff
Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Neuentwicklung eines Windkraftgetriebes
Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 15
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 5
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 75
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 5
Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Wir liefern unsere Getriebe in die ganze Welt. Daher müssen Zeichnungen, Dokumentationen usw. auch in Englisch verfasst werden. Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Aus Kostengründen lassen viele Firmen im Ausland produzieren. Außerdem werden immer mehr Teile aus dem Ausland zugekauft. Wenn die Teile dann in Deutschland zusammengesetzt werden, dürfen sie sich trotzdem „Made in Germany“ nennen. Das finde ich nicht richtig, wenn ein Großteil der Teile aus dem Ausland stammt. Dadurch werden die Menschen irre geführt. Immerhin ist „Made in Germany“ ein Qualitätskennzeichen, was somit an Wert verliert.
Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung (in Prozent)?
a) Telefon / Handy: 20
b) Fax: 2,5
c) E-Mail: 20
d) Internet: 15
e) Intranet: 25
f) Zeitschriften / Kataloge: 2,5
g) Fachbücher: 15
Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium: 35
b) privat angeeignetes Wissen: 10
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 20
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 35
An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Ruhr-Universität Bochum
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Mathematik, Physik
Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ingenieur zu werden?
Zunächst wollte ich Architektur studieren. Das Zeichnen hat mir während meiner Ausbildung zur Technischen Zeichnerin sehr viel Spaß gemacht und somit stand für mich fest, dass ich später Konstrukteurin werden wollte. Erst da habe ich mich dann mit dem Maschinenbaustudium auseinander gesetzt. Die Jobperspektiven im Maschinenbau waren und sind einfach hervorragend. Daher habe ich mich für ein Ingenieurstudium entschieden und ich bin sehr glücklich darüber.
Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Das Maschinenbaustudium erfordert viel Fleiß. Lernen, Lernen, Lernen. Nebenbei bin ich noch Arbeiten gegangen. Jetzt im Beruf habe ich mehr Freizeit als während des Studiums.
Was sind Ihre Hobbys?
Schwimmen, Radfahren, Skifahren
Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Ich würde mir zunächst eine kleine Hütte bauen, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Anschließend würde ich mir ein Floß bauen, um die Insel wieder zu verlassen.
Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die Maschinen zur Erkundung des Weltraums und der Tiefsee gehören sicherlich dazu.
Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Man sollte gut in Mathe und Physik sein und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben. Weiterhin sollte man Spaß an Technik haben und gut logisch Denken können. Wenn man sich unsicher ist, ob man gut genug für die Uni ist, kann man auch getrost an der FH studieren. Da ist der Praxisbezug besser und man verdient meistens später genauso viel wie ein Uni-Absolvent. Die Uni ist allerdings die bessere Basis, um später zu promovieren.
Besonders wichtig sind während des Studiums die Praktika. Hier lernt man unter Umständen seinen späteren Arbeitsgeber kennen. Junge Frauen sollten keine Angst vor der Männerdomäne haben. An vielen Hochschulen gibt es Förderprogramme für Frauen. Man kann sich auch MINT anschließen. Das ist ein Zusammenschluss von Mathematikerinnen, Informatikerinnen, Naturwissenschaftlerinnen und Technikerinnen. Hier kann man Kontakte zu anderen Ingenieurinnen knüpfen.
Konstruktion von Industriegetrieben
Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
- Fertigungs- und Montagezeichnungen erstellen
- Stücklisten erstellen
- Absprache mit Einkauf/Lieferanten über Zulieferteile
- Absprache mit Vertrieb/Kunden über neuentwickeltes Getriebe
- Technische Klärungen mit Fertigung, Montage, Prüfstand innerhalb Eickhoff
Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Neuentwicklung eines der größten Industriegetriebe bei Eickhoff
Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Neuentwicklung eines Windkraftgetriebes
Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 15
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 5
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 75
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 5
Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Wir liefern unsere Getriebe in die ganze Welt. Daher müssen Zeichnungen, Dokumentationen usw. auch in Englisch verfasst werden. Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Aus Kostengründen lassen viele Firmen im Ausland produzieren. Außerdem werden immer mehr Teile aus dem Ausland zugekauft. Wenn die Teile dann in Deutschland zusammengesetzt werden, dürfen sie sich trotzdem „Made in Germany“ nennen. Das finde ich nicht richtig, wenn ein Großteil der Teile aus dem Ausland stammt. Dadurch werden die Menschen irre geführt. Immerhin ist „Made in Germany“ ein Qualitätskennzeichen, was somit an Wert verliert.
Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung (in Prozent)?
a) Telefon / Handy: 20
b) Fax: 2,5
c) E-Mail: 20
d) Internet: 15
e) Intranet: 25
f) Zeitschriften / Kataloge: 2,5
g) Fachbücher: 15
Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium: 35
b) privat angeeignetes Wissen: 10
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 20
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 35
An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Ruhr-Universität Bochum
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Mathematik, Physik
Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ingenieur zu werden?
Zunächst wollte ich Architektur studieren. Das Zeichnen hat mir während meiner Ausbildung zur Technischen Zeichnerin sehr viel Spaß gemacht und somit stand für mich fest, dass ich später Konstrukteurin werden wollte. Erst da habe ich mich dann mit dem Maschinenbaustudium auseinander gesetzt. Die Jobperspektiven im Maschinenbau waren und sind einfach hervorragend. Daher habe ich mich für ein Ingenieurstudium entschieden und ich bin sehr glücklich darüber.
Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Das Maschinenbaustudium erfordert viel Fleiß. Lernen, Lernen, Lernen. Nebenbei bin ich noch Arbeiten gegangen. Jetzt im Beruf habe ich mehr Freizeit als während des Studiums.
Was sind Ihre Hobbys?
Schwimmen, Radfahren, Skifahren
Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Ich würde mir zunächst eine kleine Hütte bauen, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Anschließend würde ich mir ein Floß bauen, um die Insel wieder zu verlassen.
Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die Maschinen zur Erkundung des Weltraums und der Tiefsee gehören sicherlich dazu.
Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Man sollte gut in Mathe und Physik sein und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben. Weiterhin sollte man Spaß an Technik haben und gut logisch Denken können. Wenn man sich unsicher ist, ob man gut genug für die Uni ist, kann man auch getrost an der FH studieren. Da ist der Praxisbezug besser und man verdient meistens später genauso viel wie ein Uni-Absolvent. Die Uni ist allerdings die bessere Basis, um später zu promovieren.
Besonders wichtig sind während des Studiums die Praktika. Hier lernt man unter Umständen seinen späteren Arbeitsgeber kennen. Junge Frauen sollten keine Angst vor der Männerdomäne haben. An vielen Hochschulen gibt es Förderprogramme für Frauen. Man kann sich auch MINT anschließen. Das ist ein Zusammenschluss von Mathematikerinnen, Informatikerinnen, Naturwissenschaftlerinnen und Technikerinnen. Hier kann man Kontakte zu anderen Ingenieurinnen knüpfen.

