» weitere Meldungen
» weitere TV-Hinweise
» THINK ING. kompakt

Jeden Monat neue Infos

kompakt informiert über Ingenieurstudium und -beruf. Stöbern in der neuen Ausgabe oder im Archiv ...

» mehr
» Die Kommilitonen

Sonderfolge 4.20: Das 4. Semester in acht Minuten

Video

Das aktuelle Video im Großformat und alle weiteren Folgen finden sich im Podcast-Blog.

» zum Video-Podcast
» Materialbestellung

Informationsbroschüren

Ingenieur- Studiengänge eröffnen viele Perspektiven. Wie? THINK ING. Info-Material zeigt den Weg ...

» mehr
» THINK ING. Shop

Mathe-Kunst-Kalender 2010

Den Mathe-Kunst-Kalender 2010 gibt es jetzt zum Sonderpreis von 15,95€ zzgl. Versandkosten im Online-Shop!

» mehr

Zum Think-Ing. Forum

RSS-Feed abonnieren

Diese Seite drucken

Ingenieurfragebogen:
Berufsbezeichnung:
Position:

Name:
Alter:


Unternehmen:
Branche:
Mitarbeiterzahl:
Arbeitsort:
Agraringenieur
Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand

Sven-Oliver Jungklaus
27 Jahre


Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa
Wissenschaft, Landwirtschaft
70
Halle (Saale)
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Forschung zur Adoption von neuen Technologien auf landwirtschaftlichen Betrieben in der Schwarzmeer-Region. Zum einen kann die Modernisierung der dortigen landwirtschaftlichen Betriebe eine enorme Steigerung der Effizienzen mit sich bringen und zum anderen hat die Schwarzmeer-Region die Chance, sich als eine der wichtigsten Regionen zur Nahrungsmittelbereitstellung zu etablieren.

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
- viel Fachliches lesen
- sich Gedanken machen (es ist leicht gesagt, aber schwerer als man denkt)
- bestimmte Erkenntnisse vernetzen
- alles zusammen in Schriftform bringen (für wissenschaftliche und landwirtschaftliche Zeitschriften)

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
(Haupt-)Organisation einer Veranstaltung, die die aktuelle Thematik des „Konsumrausches“ von China und Russland aufgreift, der sich auch in der Land- und Ernährungswirtschaft abzeichnet (siehe aktuelle Milchproduktpreis-Diskussion). Und natürlich auch mein Dissertationsprojekt …

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Den Hunger auf der Welt ausrotten werden wir wohl nicht schaffen, aber wenn man zur Ernährungsproblematik zumindest einen Beitrag mit einem Unternehmen leisten könnte, dass a) neue Märkte erschließt, aber auch b) für nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung sorgt. Ein weiterer Traum dabei wäre für mich, Russlands ungenutztes Potential in der Produktion zu erschließen.

Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 35 %
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 0 %
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 65 % (Forschung)
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 0 %

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
- mit Kooperationspartnern aus der Wissenschaft in den jeweiligen Ländern auf Projektbasis
- mit Dependancen von Firmen der landwirtschaftlichen Zulieferindustrie in den Ländern, was aber meist von dem zuständigen Länderdelegierten begleitet wird
Fremdsprachen sind auf jeden Fall von Vorteil, auch wenn es nicht möglich ist, alle slawischen Sprachen zu lernen, wirken ein paar Brocken Russisch oft „Wunder“. Ansonsten ist Englisch natürlich unabdingbar, zumal der wissenschaftliche Austausch allein in Deutsch fast nicht mehr möglich ist.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Meine Erfahrung ist, dass „dem deutschen Ingenieur“ (den es so natürlich nicht gibt) strukturiertes Denken und Arbeitsfleiß nachgesagt wird. Dies gilt besonders für Osteuropa, wo der Ingenieurstitel auch noch einen richtigen Titel darstellt. Darüber hinaus berichten viele Osteuropäer, die in der BRD oder seinerzeit in der ehemaligen DDR studiert haben (und sei es auch nur für ein halbes Jahr), dass sie immer noch von der Qualität ihres Studiums begeistert sind.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 15 %
b) Fax: 0 %
c) E-Mail: 35 %
d) Internet: 20 %
e) Intranet: 0 %
f) Zeitschriften / Kataloge: 5 %
g) Fachbücher: 25 %

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 15 %
b) privat angeeignetes Wissen: 35 %
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 35 %
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 15 %

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
an der TU München/Weihenstephan

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
BVWL, Biologie und Geographie

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Eigentlich schon seit ich 14 Jahre alt war ... Der Berufswunsch hat sich dann zwar immer noch etwas geändert, aber ich wollte immer im Bereich der Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft arbeiten.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Im Studium war es das Suchen nach geeigneten Praktika und im Beruf ist es gerade bei einer Doktorandenstelle der hohe Grat an Selbstmotivation der benötigt wird.

Was sind Ihre Hobbys?
Die Jagd und alles was mit aktivem Naturschutz verbunden ist. Dazu Reisen - vor allem nach Osteuropa.

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Erst die Insel erkunden - nicht dass auf der anderen Seite ein riesiger Hotelkomplex steht ... Dann Trinkwasserquellen erschließen und kurzfristig das Überleben sichern: Dazu gehört eine Bedarfsunterkunft, ready-to-go-Nahrungsmittel (Obst und Pflanzen) und Zeichen für Suchende (Feuer, Steine u.s.w.). Vielleicht sollte man sich dann aber auch darauf einstellen, dass man länger bleiben muss und Vorkehrungen treffen:
1. Inventur (was ist alles da?)
2. Prognose (wie lange reicht es, wie lange wächst etwas nach?)
3. Planung (was und wie viel darf ich verbrauchen?)

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Wenn es geschafft wird, gesunde Nahrungsmittel herzustellen und mit der Produktion die Ressourcen nachhaltig zu schonen. Beispiele sind dabei die vielen kleinen Schritte, wie Bioenergien, verbessertes Saatgut und technische Lösungen zur Steigerung der Bodenproduktivität. Eben alles, was die knappen Ressourcen mit dem Bedarf der Menschen optimal in Einklang bringt.

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Ich bin vielleicht noch etwas jung um Ratschläge zu geben, aber ich würde es wie folgt machen:
Früh Ziele definieren und dabei auf das hören, was einem Spaß macht, zielorientiert darauf hin arbeiten und man wird überrascht sein, wie viele Chancen sich ergeben. Die Zeit, die man hat, sinnvoll nutzen. Bei dieser Vorgehensweise ist es übrigens nicht notwendig, dass man keinen Spaß während des Weges dorthin hat und größere private Einschränkungen in Kauf nehmen muss.
» weitere Veranstaltungen

01.09.2010 | 22:53:36

Uni, FH oder BA? • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: UNI Stuttgart oder FH Aschaffenburg - Erneuerbare Energien

Text: Hallo Jupp, Die Studiengänge hören sich interessant an + Du kannst auch bei beiden anschließend einen Master machen, der grundsätzlich zur...

 

» zum Eintrag» zum Forum
»THINK ING.-Shop

Gewinner des Deutschen Computerspielpreises: ExperiMINTe

Video
»Stick kaufen
» Internes

Datenschutz

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise zur Benutzung dieser Webseite

» mehr
» Grafik des Monats

B.A. und M.A. in der Praxis

In welchen Unternehmens- bereichen werden welche neuen Absolventengruppen eingestellt? Die neuesten Zahlen ...

» mehr