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Das einzige Werk von Felix Wankel, dem Erfinder des Wankel-Motors, wurde als Faksimile mit Begleitband neu aufgelegt.

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Ingenieurfragebogen:

Berufsbezeichnung:

Position:

Name:

Alter:

Unternehmen:

Branche:

Mitarbeiterzahl:

Arbeitsort:
Diplom Vermessungsingenieur (Geodäsie)

Gruppenleiter

Volker Spreckels

43 Jahre

RAG Deutsche Steinkohle

Bergbau

circa 30.000

Herne
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Photogrammetrie und Fernerkundung, Geodäsie, Geoinformationssysteme (GIS), Ingenieurvermessung, Forschung und Entwicklung.
Erstellung von Lageplänen, Digitalen Geländemodellen und Orthophotos zu Halden und Tagesanlagen und zur Erfassung von Bodenbewegungen im Umweltmonitoring durch stereoskopische Auswertungen in Stereo-Luftbildern.
3D-Visualisierungen und 3D-Animationen für Planungen und Öffentlichkeitsarbeit.
Forschung und Entwicklung im Bereich der SAR-Interferometrie aus Radarsatellitendaten zur großflächigen Erfassung von Bodenbewegungen.

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Der Tagesablauf ist saisonal geprägt durch die im Frühjahr zu befliegenden Objekte. Im Herbst erfolgt die Bedarfsabfrage bei den Bergwerken und benachbarten Abteilungen, danach werden Angebote von Dienstleistern eingeholt (z.B. für Bildflug, Scannen der Luftbilder, Passpunktmessungen), um dann unsere Angebote zu erstellen. Im Winter folgt die Auftragsvergabe an die Dienstleister, in unserer Gruppe die Bildflugplanung sowie die Begleitung der Passpunktplanung, -signalisierung und -messung bis zum Zeitpunkt der Frühjahrsbefliegung. Sommer und Herbst sind geprägt durch die stereo-photogrammetrischen Auswertungen und Bereitstellungen der Enddaten im Geoinformationssystem, woraufhin dann die Rechnungsstellung und –prüfung den Abschluss der Projektbearbeitung bildet. Danach folgen die Budgetplanungen für das kommende Jahr und die mittelfristige Planung.
Morgens rufe ich die Emails ab, dann erkundige ich mich nach dem Arbeitsfortschritt in der Gruppe, stimme mit meinen Gruppenleiterkollegen die weiteren Aktivitäten zu den nachgeschalteten Prozessen ab. Ich nehme Kundenwünsche auf und spreche mit dem Kunden ab, wie und wann die Aufgaben in die laufende Produktion eingebunden werden können.
Die Aktualisierung der benötigten Hard- und Software gehört auch zum Aufgabenbereich.
Weiterhin leite ich ein EU-gefördertes Forschungsprojekt, das eine enge Abstimmung zwischen der RAG und meinen universitären Wissenschaftlichen Mitarbeitern erfordert. Es besteht eine halbjährliche Berichtspflicht, intern und auch gegenüber der EU, und auch der administrative Aufwand in Hinsicht auf Budget und Arbeitsplan erfordert eine peinlich genaue Arbeitsweise.
Da wir sehr hohe Genauigkeitsanforderungen an unsere Endprodukte haben, sind unsere Ansprüche an die Qualität der Luftbilder und Satellitendaten natürlich sehr hoch und wir erstellen aus diesen Erfahrungen und Ergebnissen pro Jahr einige Vorträge und Veröffentlichungen für Tagungen und in Fachzeitschriften – die Arbeiten zu den Publikationen sind somit auch Bestandteil meines Arbeitstages.

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
In meinem Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird eine „4D“ Datenbank entwickelt. Da bergbaubedingte Bodenbewegungen einen Punkt über Jahre hinweg in Lage und Höhe verschieben können, ist die „Zeit“ als vierte Dimension zu berücksichtigen, um die Punkte eindeutig in einer Datenbank führen zu können. Die Datenbank ist vor drei Monaten in der Beta-Version installiert worden und funktioniert prächtig und wird auch von den Kollegen und benachbarten Abteilungen sehr gut angenommen.

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Privat: ein “Null-Energiehaus“ zu besitzen und ausreichend Zeit für den Nutzgarten mit Streuobstwiese zu haben.
Bezogen auf meine derzeitige Arbeit: eine Dissertation – und den RAG-Forschungspreis 2011.
Losgelöst von meiner Arbeit und meinen Fähigkeiten: die Entwicklung einer kostengünstigen, handlichen Brennstoffzelle, die weltweit (und auch im All) jeglichen Energiebedarf decken kann.

Wie viel Prozent (Summe = 100 %) Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 88 %
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 2 %
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 30 %
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 10 %

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Ja, mit einer Schweizer Firma im Forschungsprojekt im Bereich der Radarinterferometrie. Hier reicht Deutsch für die Kommunikation.
Auf EU-Ebene sind natürlich gute Englischkenntnisse in Sprache und Schrift unerlässlich. Bei den Treffen der EU-Partner hatte ich viel Freude daran, zu merken, dass mein Französisch noch sehr passabel war!

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Aus den Diskussionen mit meinen ausländischen Kommilitonen nehme ich immer noch mit, dass die Globalisierung – in diesem Falle die „Gleichmachung“ - eher nachteilig für den „Deutschen Ingenieur“ ist. Vor allem die Anpassung über Bachelor- und Masterstudiengänge verwischt das Prädikat. Zum einen, weil die Lehrpläne enger geschnürt werden und den Studierenden weniger bis gar keine Zeit mehr gegeben wird, in die Randbereiche hineinzuschnuppern. Somit werden eher zu fachspezifische Kenntnisse vermittelt! Zum anderen weil das Alleinstellungsmerkmal „Dipl.-Ing.“ irgendwann keine Person mehr aus der Masse hervorheben wird, was bei internationalen Ausschreibungen durchaus ein Bewertungsmerkmal sein kann.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Telefon / Handy: 20 %
b) Fax: < 1 %
c) E-Mail: 30 %
d) Internet: 30 %
e) Intranet: < 1 %
f) Zeitschriften / Kataloge: 10 %
g) Fachbücher: 10 %

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (Angaben bitte in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium : 40 %
b) privat angeeignetes Wissen: 10 %
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 40 %
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 10 %

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Leibniz Universität Hannover, Geodätisches Institut

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Biologie, Erdkunde, Chemie, Astronomie, Kunst

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
In der Berufsausbildung zum Vermessungstechniker, da ich während der Ausbildung an sehr interessanten Projekten im Bereich der Ingenieurgeodäsie (Vermessungen in Kraftwerken, Walzenstrassen, Hochwasserschutz) und Photogrammetrie (terrestrische Bauwerksphotogrammetrie, Bildflug und Stereo-Auswertungen) teilnehmen konnte.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Im Beruf die Selbstmotivation auch bei schlechtem Wetter, Sturm, Regen und Kälte in den vermessungstechnischen Außendienst zu gehen.
Im Studium habe ich die ersten beiden sehr theoretisch gehaltenen Jahre nur überstanden, will ich wusste, welche Tätigkeiten nach dem Studium auf mich warten.

Was sind Ihre Hobbys?
Derzeit hauptsächlich die Familie, denn mit den kleinen Kindern kann die Welt drinnen und draußen komplett neu erlebt werden! Ansonsten Zeichnen, Wandern, Ahnenforschung, Lesen, meine Plattdeutsche Muttersprache - und ich finde wieder Gefallen am Zinngießen und dem Bemalen der Figuren - und auch am Segeln.

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Erstmal gucken, was trink- und essbar ist. Wenn das überlebt wurde, einen provisorischen Unterschlupf zusammenklamüsern, um es in der Mittagssonne angenehm schattig zu haben. Dann der beruflichen Neigung folgen und die Insel umrunden, ins Innere vordringen und vom höchsten Punkt aus, wenn möglich, einen Überblick verschaffen. Danach folgen wohl, um der Langeweile zu entgehen, dilettantische Versuche, Fallen zu basteln, den vom Wind umgewehten Unterschlupf wieder aufzurichten, mit Stöckchen Feuer zu entfachen, aus Steinen Schneidwerkzeuge zu kloppen, um damit nach etlichen Versuchen die hoffentlich gefangenen Kleinsäuger, -echsen oder –amphibien zu meucheln und bratfertig zuzubereiten – wenn dann noch Appetit vorhanden ist und das Feuer noch brennt. Und den vom Wind umgewehten Unterschlupf wieder aufrichten. Die Nacht werde ich damit verbringen, mich veitstanzmäßig der beißenden, blutgierigen Schar von Insekten, Spinnen und Käfern zu erwehren, dann den vom Wind umgewehten bzw. von den Tanzaktivitäten zerdepperten Unterschlupf wieder her richten.
Am zweiten Tage werden wohl übernächtigte Versuche stattfinden, Fische mit Spieß oder Angel zu erbeuten und abends den hoffentlich vorhandenen Berggipfel zu erklimmen, in der Hoffnung, dass dort wegen des Nachtwindes die beißende, blutsaugende Kleinstfauna hinweggeweht wird.
Wenn ich am 7. Tage die Diät aus Bananen und Ananas satt habe, kein Opfer meiner eigenen Übermüdung oder von Raubfisch, -echse oder –säuger geworden sein sollte, packe ich die drei Dinge an, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, nämlich:
A) die Kiste mit Seekarten, Uhr und Sextant trage ich B) zum Segelboot, in dem bereits eine sehr sehr große C) Kiste mit Proviant, Wasser und „Autan“ verstaut ist.

Warum ich das nicht gleich gemacht habe? Das war ja nicht die Aufgabenstellung …

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Das Rad. Da der Mensch eh irgendwann das Feuer beherrschte, Werkzeuge baute, die Metallverarbeitung lernte, brauchte es nur noch ein wenig Zeit und „Räder“ in allen Formen und Größen, bis die erste Dampfmaschine lief, welche dann unsere Moderne einleitete.

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Wichtig ist eine gute Allgemeinbildung, wozu zum Beispiel auch ein Lehrberuf gehören kann. Damit baut ihr euer Fundament für die Zukunft!
Haltet die ersten Semester durch, lasst euch nicht zu schnell ins Bockshorn jagen, denn auch die „alten Professoren“ kochen nur mit Wasser!
Seid euch wirklich bewusst, was ihr vom Studium erwartet, vor allem aber, was ihr danach machen wollt. Schaut auf jeden Fall in die Randbereiche und Nischen der Fachrichtung.
Versucht, so denn möglich, z.B. über Praktika und HiWi-Jobs vertieftes Wissen in aktuellen Fachthemen zu bekommen. Und nehmt - natürlich nach gründlicher Beurteilung und persönlicher Abwägung - die Ratschläge und Erfahrungen von den älteren Kollegen an, sie wollen oftmals nicht bevormunden, sondern auf die eigenen „Fehler“ hinweisen, damit diese nicht immer wieder gemacht werden.
Vertrauen zu anderen und Kooperation mit anderen bringen euch wirklich weiter - auch wenn immer wieder einige Spezies das für ihre Zwecke ausnutzen. Aber die sind im Allgemeinen schnell aussortiert.

22.05.2013 | 16:06:07

Studienschwerpunkte • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: Luft - und Raumfahrttechnik II

Text: Hallo YouDon'tKnowAlex, vielen Dank für deine Frage und Geduld. Eine allgemein gültige Antwort zu formulieren, welche Universität die „beste“ ist und...

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