Ingenieurfragebogen:
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In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Patentrechtliche Tätigkeiten wie Ausarbeiten von Neuanmeldungen, Erledigung von Prüfungsbescheiden, Korrespondenz mit Patentanwälten und Mandanten, Anfertigung von Übersetzungen (Englisch-Deutsch, Französisch-Deutsch, Deutsch-Englisch)
Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Wenn ich in der Früh in mein „Büro“; d.h. mein Arbeitszimmer, komme, sehe ich mir zunächst die für den Tag bzw. die Woche anstehenden Aufgaben an. Anschließend beginne ich mit der Erledigung meiner Aufgaben. Da ich immer mit definierten Fristen und meist für mehrere Auftraggeber arbeite, muss ich einen Arbeitsplan entwerfen, in dem ich die Reihenfolge der Aufgaben einteile. Ich versuche meistens, gegen 08.00 Uhr am Schreibtisch zu sein. Je nach Dringlichkeit und Auftragslage bleibt es nicht aus, auch am Abend noch etwas zu erledigen. Oft müssen abends aber auch organisatorische Tätigkeiten wie Bank-Angelegenheiten, Buchführung oder – von meinem Mann – computertechnische Dinge erledigt werden. Alle Zwischenpausen eingerechnet, endet der Arbeitstag dann zwischen 20.00 und 22.00 Uhr.
Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Seit Sommer 2008 arbeite ich für die Kanzlei Bobbert & Partner. Herr Bobbert hilft mir bei meiner Ausbildung zum Patentanwalt und ist nie müde, mit mir alle Punkte ausführlich durchzugehen. Ich habe noch nie so viel gelernt, wie in der Zeit, seitdem ich mit ihm zusammenarbeite.
Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Mein Wunsch und Ziel ist es, in meinem Beruf als Patentingenieurin und später auch als Patentanwaltin erfolgreich zu sein und trotzdem genügend Zeit für mein Privatleben zu haben.
Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 80%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 20%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 0%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 0%
Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Da ich Anmeldungen aus verschiedenen Ländern der Welt zu bearbeiten habe, komme ich nahezu täglich mit der englischen Sprache in Kontakt. Derzeit beschränkt sich mein Fremdsprachenkontakt jedoch auf das Lesen und Schreiben. Wenn ich meinen Abschluss zum Patentanwalt erhalten habe und entsprechend Mandanten selbst vertreten kann, werde ich mehr persönlichen Kontakt zu ausländischen Mandanten haben.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Ich persönlich glaube, dass die Globalisierung – neben all ihren Vorteilen – gerade für das Gütesiegel „Made in Germany“ auch Nachteile mit sich bringt. Die hohen Lohn- und Standortkosten sowie der erhebliche Kostendruck aufgrund der Konkurrenz aus Billiglohnländern zwingen leider auch deutsche Traditionsfirmen, Kosteneinsparungen bei Forschung, Entwicklung und Fertigung vorzunehmen. Das Prädikat „Made in Germany“ läuft so leider Gefahr, seine herausragende Stellung zu verlieren, da sich deutsche Produkte hinsichtlich ihrer Qualität nicht mehr grundlegend von denen der Konkurrenz aus dem Ausland unterscheiden (können). Ich halte es da mit einem deutschen Politiker, der einmal gesagt hat, dass wir einfach um so viel besser sein müssen, wie die anderen billiger sind. Die Erfahrung und Innovationskraft deutscher Ingenieure wird in meinen Augen weiterhin einen hohen Stellenwert in der Welt genießen - sofern wir darauf achten, die Besten zu sein, nicht die Billigsten.
Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 20%
b) Fax: 0%
c) E-Mail: 10%
d) Internet: 50%
e) Intranet: 0%
f) Zeitschriften / Kataloge: 0%
g) Fachbücher: 20%
Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 5%
b) privat angeeignetes Wissen: 10%
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 45%
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 40%
An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Fachhochschule Weihenstephan in Freising, Bayern
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Chemie, Physik
Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Während meines Grundstudiums Chemie an der TU München. Die Entscheidung auf die FH Weihenstephan in den Studiengang Biotechnologie zu wechseln habe ich getroffen, nachdem ich mir darüber klar wurde, dass ich meine Zukunft nicht darin sehe, jahrelang Chemie zu studieren und dies dann – um mit der Konkurrenz mithalten zu können – auch noch mit einem Doktortitel zu beenden. So etwas kostet viel Zeit und ich habe schon damals mit meinem jetzigen Ehemann einen eigenen Haushalt geführt. Der Studiengang Biotechnologie ist auch ein sehr vielseitiger Studiengang, der sich aus den drei Hauptschwerpunkten Chemie, Biologie und Technik zusammensetzt. So erhielt ich wirklich ein breites Basiswissen aus vielen verschiedenen Themengebieten. Natürlich ist ein Studiengang an der FH nicht so tiefgehend und „schwer“ wie ein vergleichbarer Studiengang, z.B. Chemie an der Uni, allerdings habe ich bislang nicht festgestellt, dass sich spezielle Themen nicht mit Engagement und Eigeninitiative nachlernen ließen. Das im FH-Studium vermittelte Grundwissen und Grundverständnis technischer Problemstellungen hilft unbedingt dabei, sich in komplexe Sachverhalte einlesen und Lösungen erarbeiten zu können.
Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Studium: Chemie (Anorganik, Organik, Biochemie, Physikalische Chemie, Analytische Chemie), Biologie (vor allem Mikrobiologie, Pharmakologie), Technik (vor allem Verfahrenstechnik, Werkstoffkunde, Apparatekunde, Stoff- und Wärmeübertragung, Regeltechnik)
Was sind Ihre Hobbys?
Leider bleibt mir nicht wirklich viel Freizeit: Da ich freiberuflich arbeite, kann ich mir meine Zeit zwar im Großen und Ganzen einteilen, andererseits habe ich keinen geregelten Arbeitstag. Dazu kommt noch, dass ich von daheim arbeite, um bei unseren beiden kleinen Söhnen (2 Jahre und ½ Jahr) sein zu können.
Ansonsten koche ich gerne und unternehme mit meiner Familie sehr gerne Ausflüge in die nähere Umgebung.
Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Zunächst würde ich einen Rundgang über die Insel machen und versuchen, mich zu orientieren. Wichtig wäre natürlich, eine Quelle für trinkbares Wasser, Nahrung und einen halbwegs geschützten Platz zum Schlafen zu finden. Außerdem wäre noch gut zu wissen, welche Tiere es auf der Insel gibt und ob diese in irgendeiner Weise gefährlich sind. Deshalb müsste ich vor dem Rundgang eine Art von Waffe suchen und mitnehmen. Wenn dann die Insel oder zumindest ein Teilbereich erkundet wären und schon alle zum Überleben nötigen Quellen gesichtet sind, würde ich mich an die Konstruktion einer Unterkunft machen.
Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Es gibt bestimmt viele Leistungen und Erfindungen, ohne die unser Leben weit anders verlaufen würde, als es dies tut. Die für mich bisher bedeutendste Leistung ist jedoch die Mondlandung. Betrachtet man die limitierte Technologie, die damals zur Verfügung stand und die vielen vielen Unbekannten, so ist die Leistung der Ingenieure, die diesen Erfolg möglich gemacht haben, umso eindrucksvoller.
Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Zunächst einmal sollte sich jeder Mensch für sich selber Klarheit darüber verschaffen, was er in seinem Leben erreichen möchte und welche Kompromisse er dafür einzugehen bereit ist. Auf jeden Fall sollte der Berufswunsch nicht mit den Vorstellungen und Zielen des Privatlebens kollidieren. Eine Ingenieurkarriere kann sowohl Reisen, Tätigkeiten von einem festen Arbeitsplatz, als auch eine Mischung aus beidem beinhalten. Einer der wichtigsten Punkte bei der Berufswahl ist meiner Meinung aber die Vorliebe und Neigung zu bestimmten Fachgebieten. Ich bin davon überzeugt, dass man besonders gut in dem Job ist, der einem Spaß macht. Und Spaß macht einem meiner Meinung nach vor allem das, was man verstehen kann und will. Natürlich ist nicht jeder Tag ein Zuckerschlecken, aber auch unliebsame Arbeiten gehen einem doch wesentlich leichter von der Hand, wenn einem die Thematik an sich gefällt und man sich mit seinem Beruf identifizieren kann. Also würde ich jedem Berufsanfänger raten, sich einen Beruf auszuwählen, in dem er mit ganzem Herzen jeden Tag bis zur Pensionierung (und das sind immerhin ganz schön viele Jahre) seine Zeit verbringen möchte.
Patentrechtliche Tätigkeiten wie Ausarbeiten von Neuanmeldungen, Erledigung von Prüfungsbescheiden, Korrespondenz mit Patentanwälten und Mandanten, Anfertigung von Übersetzungen (Englisch-Deutsch, Französisch-Deutsch, Deutsch-Englisch)
Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Wenn ich in der Früh in mein „Büro“; d.h. mein Arbeitszimmer, komme, sehe ich mir zunächst die für den Tag bzw. die Woche anstehenden Aufgaben an. Anschließend beginne ich mit der Erledigung meiner Aufgaben. Da ich immer mit definierten Fristen und meist für mehrere Auftraggeber arbeite, muss ich einen Arbeitsplan entwerfen, in dem ich die Reihenfolge der Aufgaben einteile. Ich versuche meistens, gegen 08.00 Uhr am Schreibtisch zu sein. Je nach Dringlichkeit und Auftragslage bleibt es nicht aus, auch am Abend noch etwas zu erledigen. Oft müssen abends aber auch organisatorische Tätigkeiten wie Bank-Angelegenheiten, Buchführung oder – von meinem Mann – computertechnische Dinge erledigt werden. Alle Zwischenpausen eingerechnet, endet der Arbeitstag dann zwischen 20.00 und 22.00 Uhr.
Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Seit Sommer 2008 arbeite ich für die Kanzlei Bobbert & Partner. Herr Bobbert hilft mir bei meiner Ausbildung zum Patentanwalt und ist nie müde, mit mir alle Punkte ausführlich durchzugehen. Ich habe noch nie so viel gelernt, wie in der Zeit, seitdem ich mit ihm zusammenarbeite.
Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Mein Wunsch und Ziel ist es, in meinem Beruf als Patentingenieurin und später auch als Patentanwaltin erfolgreich zu sein und trotzdem genügend Zeit für mein Privatleben zu haben.
Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 80%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 20%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 0%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 0%
Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Da ich Anmeldungen aus verschiedenen Ländern der Welt zu bearbeiten habe, komme ich nahezu täglich mit der englischen Sprache in Kontakt. Derzeit beschränkt sich mein Fremdsprachenkontakt jedoch auf das Lesen und Schreiben. Wenn ich meinen Abschluss zum Patentanwalt erhalten habe und entsprechend Mandanten selbst vertreten kann, werde ich mehr persönlichen Kontakt zu ausländischen Mandanten haben.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Ich persönlich glaube, dass die Globalisierung – neben all ihren Vorteilen – gerade für das Gütesiegel „Made in Germany“ auch Nachteile mit sich bringt. Die hohen Lohn- und Standortkosten sowie der erhebliche Kostendruck aufgrund der Konkurrenz aus Billiglohnländern zwingen leider auch deutsche Traditionsfirmen, Kosteneinsparungen bei Forschung, Entwicklung und Fertigung vorzunehmen. Das Prädikat „Made in Germany“ läuft so leider Gefahr, seine herausragende Stellung zu verlieren, da sich deutsche Produkte hinsichtlich ihrer Qualität nicht mehr grundlegend von denen der Konkurrenz aus dem Ausland unterscheiden (können). Ich halte es da mit einem deutschen Politiker, der einmal gesagt hat, dass wir einfach um so viel besser sein müssen, wie die anderen billiger sind. Die Erfahrung und Innovationskraft deutscher Ingenieure wird in meinen Augen weiterhin einen hohen Stellenwert in der Welt genießen - sofern wir darauf achten, die Besten zu sein, nicht die Billigsten.
Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 20%
b) Fax: 0%
c) E-Mail: 10%
d) Internet: 50%
e) Intranet: 0%
f) Zeitschriften / Kataloge: 0%
g) Fachbücher: 20%
Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 5%
b) privat angeeignetes Wissen: 10%
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 45%
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 40%
An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Fachhochschule Weihenstephan in Freising, Bayern
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Chemie, Physik
Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Während meines Grundstudiums Chemie an der TU München. Die Entscheidung auf die FH Weihenstephan in den Studiengang Biotechnologie zu wechseln habe ich getroffen, nachdem ich mir darüber klar wurde, dass ich meine Zukunft nicht darin sehe, jahrelang Chemie zu studieren und dies dann – um mit der Konkurrenz mithalten zu können – auch noch mit einem Doktortitel zu beenden. So etwas kostet viel Zeit und ich habe schon damals mit meinem jetzigen Ehemann einen eigenen Haushalt geführt. Der Studiengang Biotechnologie ist auch ein sehr vielseitiger Studiengang, der sich aus den drei Hauptschwerpunkten Chemie, Biologie und Technik zusammensetzt. So erhielt ich wirklich ein breites Basiswissen aus vielen verschiedenen Themengebieten. Natürlich ist ein Studiengang an der FH nicht so tiefgehend und „schwer“ wie ein vergleichbarer Studiengang, z.B. Chemie an der Uni, allerdings habe ich bislang nicht festgestellt, dass sich spezielle Themen nicht mit Engagement und Eigeninitiative nachlernen ließen. Das im FH-Studium vermittelte Grundwissen und Grundverständnis technischer Problemstellungen hilft unbedingt dabei, sich in komplexe Sachverhalte einlesen und Lösungen erarbeiten zu können.
Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Studium: Chemie (Anorganik, Organik, Biochemie, Physikalische Chemie, Analytische Chemie), Biologie (vor allem Mikrobiologie, Pharmakologie), Technik (vor allem Verfahrenstechnik, Werkstoffkunde, Apparatekunde, Stoff- und Wärmeübertragung, Regeltechnik)
Was sind Ihre Hobbys?
Leider bleibt mir nicht wirklich viel Freizeit: Da ich freiberuflich arbeite, kann ich mir meine Zeit zwar im Großen und Ganzen einteilen, andererseits habe ich keinen geregelten Arbeitstag. Dazu kommt noch, dass ich von daheim arbeite, um bei unseren beiden kleinen Söhnen (2 Jahre und ½ Jahr) sein zu können.
Ansonsten koche ich gerne und unternehme mit meiner Familie sehr gerne Ausflüge in die nähere Umgebung.
Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Zunächst würde ich einen Rundgang über die Insel machen und versuchen, mich zu orientieren. Wichtig wäre natürlich, eine Quelle für trinkbares Wasser, Nahrung und einen halbwegs geschützten Platz zum Schlafen zu finden. Außerdem wäre noch gut zu wissen, welche Tiere es auf der Insel gibt und ob diese in irgendeiner Weise gefährlich sind. Deshalb müsste ich vor dem Rundgang eine Art von Waffe suchen und mitnehmen. Wenn dann die Insel oder zumindest ein Teilbereich erkundet wären und schon alle zum Überleben nötigen Quellen gesichtet sind, würde ich mich an die Konstruktion einer Unterkunft machen.
Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Es gibt bestimmt viele Leistungen und Erfindungen, ohne die unser Leben weit anders verlaufen würde, als es dies tut. Die für mich bisher bedeutendste Leistung ist jedoch die Mondlandung. Betrachtet man die limitierte Technologie, die damals zur Verfügung stand und die vielen vielen Unbekannten, so ist die Leistung der Ingenieure, die diesen Erfolg möglich gemacht haben, umso eindrucksvoller.
Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Zunächst einmal sollte sich jeder Mensch für sich selber Klarheit darüber verschaffen, was er in seinem Leben erreichen möchte und welche Kompromisse er dafür einzugehen bereit ist. Auf jeden Fall sollte der Berufswunsch nicht mit den Vorstellungen und Zielen des Privatlebens kollidieren. Eine Ingenieurkarriere kann sowohl Reisen, Tätigkeiten von einem festen Arbeitsplatz, als auch eine Mischung aus beidem beinhalten. Einer der wichtigsten Punkte bei der Berufswahl ist meiner Meinung aber die Vorliebe und Neigung zu bestimmten Fachgebieten. Ich bin davon überzeugt, dass man besonders gut in dem Job ist, der einem Spaß macht. Und Spaß macht einem meiner Meinung nach vor allem das, was man verstehen kann und will. Natürlich ist nicht jeder Tag ein Zuckerschlecken, aber auch unliebsame Arbeiten gehen einem doch wesentlich leichter von der Hand, wenn einem die Thematik an sich gefällt und man sich mit seinem Beruf identifizieren kann. Also würde ich jedem Berufsanfänger raten, sich einen Beruf auszuwählen, in dem er mit ganzem Herzen jeden Tag bis zur Pensionierung (und das sind immerhin ganz schön viele Jahre) seine Zeit verbringen möchte.

