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Ingenieurfragebogen:

Dipl.-Ing. (FH) Daniel Roth (34) - Projektmanager/Qualitätsmanager

Daniel Roth ist Projektmanager bei der Aixtooling GmbH. Das Unternehmen, das hochpräzise Presswerkzeuge für die replikative Herstellung von Glasoptiken produziert, ist eine Ausgründung aus dem Fraunhofer IPT in Aachen. Daniel Roth ist für die Überwachung der Produktqualität zuständig.

Komplettes Interview

In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Mein Schwerpunkt liegt in der Überwachung der Qualität unserer Produkte. Wir stellen hochpräzise Presswerkzeuge für die replikative Herstellung von Glasoptiken her. Das bedeutet, dass die hohen Anforderungen in puncto Präzision und Qualität, die üblicherweise in der Optik vorherrschen, auch an unsere Werkzeuge gestellt werden. Allerdings müssen wir diese Qualität mit dem deutlich schwerer zu bearbeitenden Werkstoff Hartmetall realisieren. Dabei durchlaufen unsere Werkzeuge eine komplexe und kostenintensive Prozesskette. Meine Aufgabe ist sicherzustellen, dass unsere Werkzeuge jederzeit die geforderten Spezifikationen erfüllen und diese dokumentiert werden.
Da wir ein junges und dementsprechend kleines Unternehmen sind, bin ich auch "Mädchen für alles". Das bedeutet, dass ich nebenher
- Projekte plane und manage
- auf Messen und Kongressen die Firma vertrete
- Kundenkontakte pflege und nachhalte
- das Fertigungspersonal anleite

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
- PC einschalten
- Prüfen, was die Abendschicht in der Produktion erreicht hat (Stand der Fertigung)
- Prüfen, ob alles dokumentiert wurde, evtl. Unstimmigkeiten nachverfolgen
- Die Frühschicht begrüßen und mit Infos versorgen
- Mails lesen/beantworten
- In der Produktion rumlaufen und Lösungen für Probleme finden (Fertigungsstrategien, Messtechnik, etc.)
- Weiterentwicklung unseres Dokumentationssystems

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Ein Messeauftritt in San Francisco.

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Da ich von Gründung an in meiner Firma tätig bin, würde ich gerne sehen, wie wir den europäischen Optikmarkt umkrempeln, unsere Technologie weiter als Standard etablieren.

Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 40
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 5
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 30
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 25

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Unser internationales Geschäft läuft grundsätzlich auf Englisch. Man muss also in der Lage sein, über komplexe, technische Fragestellungen in Englisch zu schreiben und zu sprechen. Englisch ist daher bei uns sehr wichtig.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Die massenweise Fertigung von Konsumgütern wird weiter aus Deutschland in Richtung Asien abwandern. Deutschland ist aber nach wie vor ein Land mit viel Know-how und wird sich daher auch in Zukunft weiter Alleinstellungsmerkmale erarbeiten und damit Arbeitsplätze sichern können.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 25
b) Fax: 0
c) E-Mail: 15
d) Internet: 10
e) Intranet: 50
f) Zeitschriften / Kataloge: 0
g) Fachbücher: 0

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 20
b) privat angeeignetes Wissen: 20
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 30
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 30

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Fachhochschule Aachen und Hogeschool Zuyd Heerlen/NL

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Mathematik, Physik

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ingenieur zu werden?
Ich habe schon als Kind gerne Dinge auseinandergebaut und nachgeschaut, wie sie funktionieren, das wird wohl den Grundstein gelegt haben. Nach der Schule habe ich nie eine Alternative zu einem Ingenieursstudium gesehen.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Im Studium: sich zum Lernen zu motivieren.
Im Beruf: Am Anfang war es für mich schwierig, Durchsetzungsstärke zu zeigen und Entscheidungen/Standpunkte auch bei Vorgesetzten selbstbewusst zu vertreten. Das kommt erst mit der Berufserfahrung.

Was sind Ihre Hobbys?
Badminton, Golf, Gitarre spielen, Kochen, Reisen und RC-Helis fliegen

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
- Essen/Trinken suchen
- Unterkunft bauen
- Auf Hilfe warten...

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die Erfindung des Rads.

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Das Studium gut und zügig durchziehen, auch wenn‘s weh tut. Lange Studienzeiten werden einem hinterher beim Bewerben immer aufs Brot geschmiert und sind oft schwer zufriedenstellend erklärbar.

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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