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Das einzige Werk von Felix Wankel, dem Erfinder des Wankel-Motors, wurde als Faksimile mit Begleitband neu aufgelegt.

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Ingenieurfragebogen:

Berufsbezeichnung:

Position:

Name:

Alter:

Unternehmen:

Branche:

Mitarbeiterzahl:

Arbeitsort:
Standortübergreifende Stranggussplanung

Fachkoordinator

Dr.- Ing. Andreas C. Münch

34

ThyssenKrupp Steel AG

Stahlindustrie

> 41.000

Duisburg
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Ich bin in der Planung der Stranggießanlagen, also in der Brammenerzeugung eingesetzt. Die Abteilung, der ich angehöre, ist als Schnittstelle dafür verantwortlich, dass die Aufträge zur Brammenerzeugung termingerecht durchgeführt werden, damit sie anschließend den Walzwerken rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden können. Schwerpunkt meiner persönlichen Tätigkeit ist neben der Planung auch die Optimierung der Belegung. Dazu ordne ich in Absprache mit dem Qualitätswesen und anderen Abteilungen die Stahlmarken der für sie am besten geeigneten Stranggießanlage zu.

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Ankunft im Werk, danach circa 30 Minuten Post, E-Mails sowie tagesaktuelle Berichte abfragen und lesen. Um 08.40 Uhr Frühbesprechung des Teams. Analyse der aktuellen Auftragslage, anschließend Zusammenfassung und Vorgabe passender Aufträge. Während des gesamten Tages wiederkehrende Abstimmung mit den Kollegen der Stranggießanlage und der Walzwerke. Nachmittags folgen dann zumeist noch projektbezogene Besprechungen.

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Das herausragende Projekt der letzten Monate ist die Einführung einer standortübergreifenden Planungssoftware. Das Dankbare an diesem Projekt ist, dass eine Umsetzung der eigenen Ideen dabei unmittelbar zu sehen ist.

Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Ich würde gerne ein neues alternatives Verfahren der Stahlherstellung entwickeln. Dazu müssten schon bestehende Ideen weiterentwickelt werden, um zu sehen, wie dieses neue Verfahren Prozessreife erlangen könnte. Dafür wäre aber ein geduldiger Sponsor vonnöten, denn bei so einer Entwicklung muss man auch Fehlschläge hinnehmen.

Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 80%
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 0%
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 18%
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 2%

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
ThyssenKrupp ist ein international tätiger Konzern, daher bestehen natürlich Kontakte zu Kunden im Ausland. In meiner Abteilung haben wir selbst kaum mit den Kunden zu tun, daher sind Fremdsprachenkenntnisse nicht unbedingt notwendig. Da im Moment aber zwei Werke in Übersee (Brasilien und USA) gebaut werden und wir ständig mit diesen Werken in Kontakt stehen, ist zumindest Englisch sehr wichtig. Es schadet aber auch nicht, wenn man portugiesisch spricht. In den Bereichen von ThyssenKrupp, bei denen enge Kontakte mit dem Kunden bestehen, sind Fremdsprachenkenntnisse aber ein Muss!

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
„Made in Germany“ ist ein Ruf, den sich die deutschen Firmen erarbeitet haben. Da Globalisierung natürlich mehr Wettbewerb bedeutet, heißt es vor allem, den Qualitätsstand nicht nur zu halten, sondern stets weiter auszubauen. Sonst läuft man Gefahr, diesen guten Ruf zu verlieren. Ganz ähnlich verhält es sich meiner Erfahrung nach auch mit dem besonders guten Ruf der deutschen Ingenieure.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 30 %
b) Fax: 5 %
c) E-Mail: 45 %
d) Internet: 5 %
e) Intranet: 15 %
f) Zeitschriften / Kataloge: -
g) Fachbücher: -

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 45 %
b) privat angeeignetes Wissen: 5 %
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 25 %
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 25 %

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Ich habe an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule zunächst Metallurgie und Werkstofftechnik studiert und dort auch meine Diplomarbeit geschrieben. Im Anschluss daran durfte ich ebendort am Institut für Eisenhüttenkunde am Lehrstuhl von Professor Senk im Bereich Stranggießen promovieren.

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Physik, Chemie, Biologie und Sport (nicht immer in dieser Reihenfolge)

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Die endgültige Entscheidung habe ich in der Oberstufe mit Wahl der Leistungskurse getroffen. Ich habe mich für den Physik-LK entschieden, weil mir das Fach Spaß machte. Geweckt wurde meine Liebe zum Fach aber schon viel früher in der Grundschule durch meinen Onkel (ebenfalls Ingenieur und „Hüttenmann“), der mir damals das erste Mal vom Hochofen und seinen Prozessen erzählte. Seitdem hat mich dieses riesige Aggregat fasziniert und die Faszination hat mich bis heute nicht losgelassen.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Im Studium war es damals im Vordiplom das Fach Festigkeitslehre, das mir besondere Schwierigkeiten bereitete. Ich fand einfach keinen Zugang. Erst im Hauptdiplom, als ich mir für das Fach Umformtechnik die Grundlagen erneut aneignen musste, fiel die Mauer in meinem Kopf und alles ergab einen Sinn.

Was sind Ihre Hobbys?
Inline-Skaterhockey, Modellbau, Lesen

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Ich denke, so wie jeder andere auch. Ich muss zunächst versuchen Nahrung zu finden und ein Feuer zu entzünden. Wenn das Überleben „gesichert“ ist, werde ich versuchen, mir eine Unterkunft zu suchen oder zu bauen. Dazu muss Werkzeug erstellt werden (falls ich nicht welches im Strandgut oder Wrack finde). Parallel dazu sollte auch daran gedacht werden, wie man von der Insel wieder „runterkommt“. Das bedeutet zum einen das Setzen eines Notsignals und auf der anderen Seite das Bauen eines Schiffs. Die Ausführung aller dieser Tätigkeiten dürfte mich aber weit länger als eine Woche beschäftigen.

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Jede Leistung, die eine Verbesserung für die Menschheit darstellt ist für mich herausragend; davon gibt’s glücklicherweise so viele, dass ich mich nicht festlegen möchte.

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Kleine Rückschläge gehören zum Ingenieurstudium dazu. Wichtig ist, sich nicht davon entmutigen zu lassen und nicht aufzugeben. Gerade im Grundstudium gibt es Gelegenheiten, bei denen man sich fragt: Brauch’ ich das später eigentlich? Dann ist es wichtig, seine Motivation nicht zu verlieren und sich „durchzubeißen“.

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

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