Ingenieurfragebogen:
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Berufsbezeichnung:
Position:
Name:
Alter:
Unternehmen:
Branche:
Mitarbeiterzahl:
Arbeitsort:
Studium:
Position:
Name:
Alter:
Unternehmen:
Branche:
Mitarbeiterzahl:
Arbeitsort:
Studium:
Entwicklungsingenieur
Projektleiter
Sebastian Binder
27
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Forschung und Entwicklung
>1000
Freiburg im Breisgau
Chemische Technik, Hochschule Mannheim
Projektleiter
Sebastian Binder
27
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Forschung und Entwicklung
>1000
Freiburg im Breisgau
Chemische Technik, Hochschule Mannheim
In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Mein Schwerpunkt liegt in der Leitung und Durchführung von Entwicklungsprojekten für Siliciumsolarzellen. Ziel meiner Arbeit ist die Verbesserung von Metallisierungsprozessen, d.h. dem Aufbringen von elektrischen Leiterbahnen auf den Halbleiter Silicium.
Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Einen typischen Arbeitstag gibt es bei mir nicht. Mal führe ich Versuche im Labor durch, mal verbringe ich den Großteil des Tages am Schreibtisch. Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich. Jedoch beginnt jeder Tag mit einer guten Planung, sei es nur für den jeweiligen Tag oder für die kommenden Tage. Auf meinem Schreibtisch findet sich immer eine To do-Liste mit den wichtigsten Aufgaben. Nachdem ich mir einen Überblick über die zu erledigenden Dinge verschafft habe, widme ich mich meinen Aufgaben. Dies können Versuche im Labor, die Konstruktion von Bauteilen oder das Schreiben von Veröffentlichungen und Projektberichten sein. Außerdem gibt es Tage, an denen man mich in der Werkstatt antreffen kann.
Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Es freut mich immer sehr, wenn man ein Projekt bis zum Ende führt, brauchbare Ergebnisse oder Produkte gefunden hat und alle Projektpartner glücklich sind. Für mich ist es sehr wichtig zu sehen, wofür man arbeitet und dass man etwas erreicht hat. Wenn z. B. eine Anlage oder ein Prototyp nach der Planung und Entwicklung dann tatsächlich aufgebaut und in Betrieb genommen wird, ist dies eine große Befriedigung.
Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Die Möglichkeit Fotovoltaikanlagen kostengünstig produzieren zu können und deren Verbreitung nicht nur in Erste-Welt-Ländern zu sehen.
Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie...
a) im Labor: 30
b) am Schreibtisch: 60
c) in Besprechungen, in- und extern: 10
Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Ich arbeite sehr verzahnt mit der Industrie. Viele meiner Projektpartner sitzen auf der gesamten Welt ,ob kleines Start-Up oder großer Konzern. Englisch ist daher in meinem Beruf allgegenwärtig. Zudem ist es das Ziel von Entwicklungen neues, brauchbares Wissen zu generieren. Hierzu gehört auch der Austausch solchen Wissens über Konferenzen und Publikationen. Da die Märkte global sind, ist die Sprache Englisch.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Soweit ich dies beurteilen kann hat die Globalisierung keinen negativen Effekt auf die deutsche Ingenieurstradition. Im Gegenteil: Der deutsche Erfindungsreichtum, die Effizienz und Effektivität und die Präzision deutscher Ingenieure sind gefragt wie jeher. Deutschland wird sich in einer globalen Welt weiterhin vom Produktionsstandort zum Wissens- und Technologiestandort wandeln müssen. Das deutsche Know-how ist sehr gefragt. Lediglich Massenproduktionen verschieben sich in Niedriglohnländer. Dieser Trend wird wohl noch einige Zeit anhalten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es gibt bereits viele Unternehmen, welche ihren Sitz im Land X, ihren Entwicklungsstandort in Deutschland und die Produktion in einem Land mit niedrigeren Lohnkosten haben. Deutschland ist und bleibt sehr gefragt.
Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
Hauptsächlich das Internet
Wie würden Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit beschreiben.
Mein im Studium erworbenes Wissen um die Chemie und das Verstehen von technischen Zusammenhängen haben mir besonders beim Berufseinstieg sehr geholfen. Im Berufsleben selbst sind mehr und mehr Organisationsfähigkeiten und gute Arbeitsmethoden gefragt. Beides begegnete mir bereits im Studium und hat mir bis heute geholfen.
An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Hochschule Mannheim
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Physik und Chemie
Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Bereits während meiner Berufsausbildung zum chemisch-technischen Assistenten spürte ich das Verlangen mehr zu wissen und mehr tun zu können. Außerdem wollte ich angewandt arbeiten und entschied mich daher für ein technisches Studium.
Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Ich kam über den 2. Bildungsweg zum Studium. Ohne Abitur hatte ich besonders in Grundlagenfächern, wie Mathematik, zu kämpfen. Im Beruf bestand die große Herausforderung auf einmal darin international mit Entwicklungsleitern auf einer Ebene zu telefonieren und sich auszutauschen. Dies erforderte nicht nur Englischkenntnisse, sondern auch eine für mich neue Art von Kommunikation. Aber gerade auf solche Aufgaben habe ich mich immer sehr gefreut.
Was sind Ihre Hobbys?
Ich beschäftige mich zur Zeit gern mit Sportarten wie Badminton und lese sehr gerne in meiner Hängematte.
Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Hütte bauen, Feuer machen, Nahrung und Trinkwasser finden, Sonne auf den Bauch scheinen lassen, bis Hilfe kommt.
Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die Mobilität, die wir heute genießen können - von A nach B über hunderte von Kilometern an nur einem Tag.
Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Im Studium und in der Schule muss man sich oft durch vieles durchbeißen, was einen nicht wirklich interessiert. Doch auch hierbei lernt man eine Menge. Das Wichtigste ist sich nicht entmutigen zu lassen und seinen Weg zu finden.
Mein Schwerpunkt liegt in der Leitung und Durchführung von Entwicklungsprojekten für Siliciumsolarzellen. Ziel meiner Arbeit ist die Verbesserung von Metallisierungsprozessen, d.h. dem Aufbringen von elektrischen Leiterbahnen auf den Halbleiter Silicium.
Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Einen typischen Arbeitstag gibt es bei mir nicht. Mal führe ich Versuche im Labor durch, mal verbringe ich den Großteil des Tages am Schreibtisch. Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich. Jedoch beginnt jeder Tag mit einer guten Planung, sei es nur für den jeweiligen Tag oder für die kommenden Tage. Auf meinem Schreibtisch findet sich immer eine To do-Liste mit den wichtigsten Aufgaben. Nachdem ich mir einen Überblick über die zu erledigenden Dinge verschafft habe, widme ich mich meinen Aufgaben. Dies können Versuche im Labor, die Konstruktion von Bauteilen oder das Schreiben von Veröffentlichungen und Projektberichten sein. Außerdem gibt es Tage, an denen man mich in der Werkstatt antreffen kann.
Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Es freut mich immer sehr, wenn man ein Projekt bis zum Ende führt, brauchbare Ergebnisse oder Produkte gefunden hat und alle Projektpartner glücklich sind. Für mich ist es sehr wichtig zu sehen, wofür man arbeitet und dass man etwas erreicht hat. Wenn z. B. eine Anlage oder ein Prototyp nach der Planung und Entwicklung dann tatsächlich aufgebaut und in Betrieb genommen wird, ist dies eine große Befriedigung.
Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Die Möglichkeit Fotovoltaikanlagen kostengünstig produzieren zu können und deren Verbreitung nicht nur in Erste-Welt-Ländern zu sehen.
Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie...
a) im Labor: 30
b) am Schreibtisch: 60
c) in Besprechungen, in- und extern: 10
Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Ich arbeite sehr verzahnt mit der Industrie. Viele meiner Projektpartner sitzen auf der gesamten Welt ,ob kleines Start-Up oder großer Konzern. Englisch ist daher in meinem Beruf allgegenwärtig. Zudem ist es das Ziel von Entwicklungen neues, brauchbares Wissen zu generieren. Hierzu gehört auch der Austausch solchen Wissens über Konferenzen und Publikationen. Da die Märkte global sind, ist die Sprache Englisch.
Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Soweit ich dies beurteilen kann hat die Globalisierung keinen negativen Effekt auf die deutsche Ingenieurstradition. Im Gegenteil: Der deutsche Erfindungsreichtum, die Effizienz und Effektivität und die Präzision deutscher Ingenieure sind gefragt wie jeher. Deutschland wird sich in einer globalen Welt weiterhin vom Produktionsstandort zum Wissens- und Technologiestandort wandeln müssen. Das deutsche Know-how ist sehr gefragt. Lediglich Massenproduktionen verschieben sich in Niedriglohnländer. Dieser Trend wird wohl noch einige Zeit anhalten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es gibt bereits viele Unternehmen, welche ihren Sitz im Land X, ihren Entwicklungsstandort in Deutschland und die Produktion in einem Land mit niedrigeren Lohnkosten haben. Deutschland ist und bleibt sehr gefragt.
Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
Hauptsächlich das Internet
Wie würden Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit beschreiben.
Mein im Studium erworbenes Wissen um die Chemie und das Verstehen von technischen Zusammenhängen haben mir besonders beim Berufseinstieg sehr geholfen. Im Berufsleben selbst sind mehr und mehr Organisationsfähigkeiten und gute Arbeitsmethoden gefragt. Beides begegnete mir bereits im Studium und hat mir bis heute geholfen.
An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Hochschule Mannheim
Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Physik und Chemie
Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Bereits während meiner Berufsausbildung zum chemisch-technischen Assistenten spürte ich das Verlangen mehr zu wissen und mehr tun zu können. Außerdem wollte ich angewandt arbeiten und entschied mich daher für ein technisches Studium.
Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Ich kam über den 2. Bildungsweg zum Studium. Ohne Abitur hatte ich besonders in Grundlagenfächern, wie Mathematik, zu kämpfen. Im Beruf bestand die große Herausforderung auf einmal darin international mit Entwicklungsleitern auf einer Ebene zu telefonieren und sich auszutauschen. Dies erforderte nicht nur Englischkenntnisse, sondern auch eine für mich neue Art von Kommunikation. Aber gerade auf solche Aufgaben habe ich mich immer sehr gefreut.
Was sind Ihre Hobbys?
Ich beschäftige mich zur Zeit gern mit Sportarten wie Badminton und lese sehr gerne in meiner Hängematte.
Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Hütte bauen, Feuer machen, Nahrung und Trinkwasser finden, Sonne auf den Bauch scheinen lassen, bis Hilfe kommt.
Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die Mobilität, die wir heute genießen können - von A nach B über hunderte von Kilometern an nur einem Tag.
Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Im Studium und in der Schule muss man sich oft durch vieles durchbeißen, was einen nicht wirklich interessiert. Doch auch hierbei lernt man eine Menge. Das Wichtigste ist sich nicht entmutigen zu lassen und seinen Weg zu finden.

