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Ingenieurfragebogen:

Berufsbezeichnung:

Position:

Name:

Alter:

Unternehmen:

Branche:

Mitarbeiterzahl:

Arbeitsort:
Ingenieur der Lebensmitteltechnologie

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Florian Loibl

27 Jahre

Technische Universität München

Universität / Forschung

circa 8000

Freising-Weihenstephan

In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Bewertung der Anhaftung von Lebensmitteln und anderer pastöser Füllgüter auf Oberflächen von Packstoffen und anderen Materialien, Modellierung des Zusammenhangs zwischen Oberflächeneigenschaften und Rückstandsmengen, Identifizieren geeigneter Oberflächenmodifizierungen für die Verbesserung der Entleerbarkeit von Verpackungen.


Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
E-Mails lesen und abarbeiten, allgemeine administrative und organisatorische Aufgaben, Besprechung mit HiWis und Studenten über die anstehenden Arbeiten, Literaturarbeit, Planung und Durchführung von Versuchen, Konzeption neuer Versuchsmethoden, Betreuung von Studenten in Vorlesungen und Praktika sowie bei wissenschaftlichen Arbeiten, Korrektur von Prüfungen, Einholen von Angeboten und Beschaffung von Geräten und Materialien, Erstellung von Präsentationen und Veröffentlichungen.


Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Übernahme der Organisation und Durchführung von zwei Lehrveranstaltungen im Rahmen der Lehrerausbildung, Meilensteinmeeting zum Forschungsprojekt Restentleerbarkeit.


Denken Sie mal ganz fiktional und fernab von aller Realität. Welches Traumprojekt würden Sie vor Ihrem Renteneintritt gern verwirklichen?
Aufbau einer eigenen Fluglinie.


Wie viel Prozent (Summe = 100%) Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 50 %
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 5 %
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 45 %
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 0 %


Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Die Zusammenarbeit mit ausländischen Forschungspartnern gehört an der Technischen Universität München zum Alltag. Auch die Studierenden als unsere „internen Kunden“ kommen zu einem großen Teil aus dem Ausland. Gute Englischkenntnisse sind nicht zuletzt deshalb ein absolutes „Muss“.


Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Der Diplom-Ingenieur als Titel wird mittelfristig an Bedeutung verlieren und durch die internationalen Abschlüsse Bachelor und Master abgelöst werden. Das ändert jedoch nichts an der Wichtigkeit der Inhalte für die ingenieurwissenschaftliche Ausbildung und den Erfolg der deutschen Wirtschaft. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen sowohl die Konzerne als auch der deutsche Mittelstand gut ausgebildete, kreative und engagierte Ingenieure. Wenn auch häufig das Gütesiegel „Made in Germany“ nicht mehr zutreffen wird, so kann man zumindest viele Produkte noch mit dem Attribut „Engineered in Germany“ versehen. Und das soll auch so bleiben!


Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung? (Angaben bitte in Prozent)
a) Telefon / Handy: 15 %
b) Fax: 2 %
c) E-Mail: 15 %
d) Internet: 25 %
e) Intranet: 8 %
f) Zeitschriften / Kataloge: 20 %
g) Fachbücher: 15 %


Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an (Angaben bitte in Prozent):
a) Basiswissen aus dem Studium: 15 %
b) privat angeeignetes Wissen: 25 %
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 25 %
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 35 %


An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
Technische Universität München


Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
Mathematik, Chemie, Sozialkunde, Geschichte, Deutsch


Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung Ingenieur zu werden?
Die Entscheidung ist sehr spontan gefallen. Nach zwei Semestern Chemie habe ich nach einem Studiengang gesucht, der mehr Abwechslung und eine fächerübergreifendere Ausbildung bietet. Das Studium der Lebensmitteltechnologie an der Technischen Universität München gab mir die Möglichkeit, neben den klassischen ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen Schwerpunkte in chemischen und verfahrenstechnischen Fächern zu setzen und daneben auch eine betriebswirtschaftlich fundierte Ausbildung zu erhalten. Dabei boten Exkursionen und diverse Praktika die Chance, auch die industrielle Praxis kennenzulernen.


Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Schwierig war im Studium vor allem die zeitliche Koordination der Lehrveranstaltungen und Prüfungen mit den pflichtmäßig zu absolvierenden Industriepraktika. Die Fächervielfalt macht das Studium einerseits sehr interessant, verlangt aber in den Prüfungsphasen auch ein größeres Lernpensum als in fachlich nicht so breit aufgestellten Studiengängen.


Was sind Ihre Hobbys?
Lesen, Kochen, Exotische Pflanzen, Feiern, Programmieren, Luftfahrt


Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Ich mache zunächst einen Erkundungsspaziergang über die Insel und suche nach Nahrung und Wasser. Danach wird an einem geschützten Ort eine einfache Behausung gebaut. Ab diesem Zeitpunkt verbringe ich die Hälfte der Zeit mit der Sicherung und Verbesserung meiner Lebensverhältnisse auf der Insel. Die restliche Zeit wird dazu genutzt, vorbeifahrende Schiffe auf mich aufmerksam zu machen. Sollte noch Zeit dazu sein, beginne ich, meine Lebensgeschichte für die Nachwelt zu dokumentieren.


Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Die für mich herausragendste Ingenieurleistung der Menschheit ist das Fliegen. Die Möglichkeit, andere Kontinente und Kulturen kennenzulernen ohne extrem lange Reisezeiten in Kauf zu nehmen ist erst damit eröffnet worden. Dazu kommt das Gefühl der Freiheit, über der Welt zu schweben und den Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen.


Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Wichtig ist vor allem, sich selbst darüber klar zu werden, was eine(n) interessiert und wo man im Leben hin will. Auch wenn Planung nicht immer funktioniert, sollte man nicht blind in eine Ausbildung laufen. Wenn man Spaß an den Inhalten hat und die notwendigen Grundlagen mitbringt, ist ein Ingenieursstudiengang in jedem Fall eine machbare und auch lohnenswerte Aufgabe. Was man neben dem grundsätzlichen Interesse an ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen haben sollte, sind Grundkenntnisse aus den Bereichen der Mathematik und den Naturwissenschaften. Für jedes Studium gilt, dass man nichts oder nur wenig geschenkt bekommt. Insofern braucht man immer eine gehörige Portion Durchhaltevermögen, um den inneren Schweinehund klein zu halten.

22.05.2013 | 16:06:07

Studienschwerpunkte • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: Luft - und Raumfahrttechnik II

Text: Hallo YouDon'tKnowAlex, vielen Dank für deine Frage und Geduld. Eine allgemein gültige Antwort zu formulieren, welche Universität die „beste“ ist und...

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