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Ingenieurfragebogen:

Wirtschaftsingenieurin, Trainee Engineering - Laura Langner (25)

Laura Langner arbeitet als Trainee beim Landmaschinenhersteller CLAAS KGaA in Harsewinkel. Sie hat an der FH Hagen ihr Diplom in Wirtschaftsingenieurwesen erworben und danach an der ESB Reutlingen ihren Master in Production Management gemacht. Im Video-Porträt stellt sie sich kurz persönlich vor.

Komplettes Interview

In welchem Bereich liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?
Schwerpunkt meiner Tätigkeiten ist die Projektarbeit. In der Regel bekomme ich in jeder Station ein Projekt, mit dem ich mich intensiv beschäftige. Jede Station ist in einer anderen Abteilung, so dass ich verschiedene Unternehmensbereiche kennenlerne. Generell ist die Ausrichtung des Traineeprogramms technisch.

Beschreiben Sie kurz und in Stichworten einen für Sie typischen beruflichen Tagesablauf?
Das variiert je nach Station und Projekt. Momentan:
- Mails checken und bearbeiten
- Auswertung von Daten
- Gespräch mit relevanten Mitarbeitern
- Planung der weiteren Vorgehensweise

Welches war für Sie das herausragende berufliche Ereignis oder Projekt der letzten Monate?
Die CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH nimmt dieses Jahr an dem Unternehmenswettbewerb "Manufacturing Excellence Award" teil. Bei diesem Wettbewerb werden in der ersten Runde weitgefächerte Bereiche des Unternehmens abgefragt. Ich war dafür zuständig die Daten zusammenzustellen. Ich konnte so innerhalb kurzer Zeit einen sehr guten Überblick über das Unternehmen bekommen. Dies war eine tolle Möglichkeit.

Wie viel Prozent Ihrer Zeit verbringen Sie …
a) im Office (Telefonate, E-Mails, organisatorische Tätigkeiten): 40
b) beim Kunden (Verkauf, Einkauf, Beratung): 0
c) mit Konstruktion, Planung und Forschung: 55
d) in der Produktion bzw. bei Montage oder Service: 5

Arbeiten Sie mit ausländischen Firmen und Kunden zusammen und wenn ja, wie? Welchen Stellenwert haben dabei Fremdsprachenkenntnisse?
Die CLAAS Gruppe ist international aufgestellt. Die Zusammenarbeit mit den Gesellschaften im Ausland ist deshalb an der Tagesordnung. Gute Englischkenntnisse sind hierfür die Grundlage.

Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Märkte Ihrer Meinung nach auf die deutsche Ingenieurstradition und das Gütesiegel „Made in Germany“?
Die Globalisierung hat den Beruf um eine internationale Komponente ergänzt. Für die Ingenieure bedeutet dies, dass deutlich mehr Flexibilität gefordert wird. Das Gütesiegel "Made in Germany" hat einen nach wie vor hohen Stellenwert. Die Globalisierung hat dies keineswegs beeinträchtigt.

Welches Medium nutzen Sie überwiegend für Ihre berufliche Informationsbeschaffung?
a) Telefon / Handy: 25
b) Fax: 0
c) E-Mail: 30
d) Internet: 20
e) Intranet: 10
f) Zeitschriften / Kataloge: 10
g) Fachbücher: 5

Bitte geben Sie die Verwendung Ihres in Schule, Beruf und Studium erworbenen Wissens in Ihrer jetzigen Tätigkeit an:
a) Basiswissen aus dem Studium: 20
b) privat angeeignetes Wissen: 10
c) aus der Berufserfahrung angeeignetes Wissen: 35
d) in der Firma erworbenes Spezialwissen: 35

An welcher Universität, Hochschule oder Berufsakademie haben Sie Ihren Ingenieurabschluss gemacht?
An der Fachhochschule Hagen habe ich mein Diplom in Wirtschaftsingenieurwesen gemacht. Im Anschluss habe ich an der ESB Reutlingen ein Masterstudium in Production Management absolviert.

Welche Fächer haben Ihnen in der Schule besonders viel Spaß gemacht?
In der Schule waren Mathe und Physik meine Lieblingsfächer.

Wann und wie kamen Sie zu der Entscheidung, Ingenieur zu werden?
Durch meine Vorlieben in der Schule habe ich mich für diesen Berufsweg entschieden. Zudem habe ich während meiner Schulzeit an "Probe-Uni-Projekten" teilgenommen und mich an Hochschulen informiert, was die Wahl meiner Ausrichtung bestärkt hat.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten im Beruf oder Studium?
Das Wirtschaftsingenieurstudium ist sehr breit gefächert. Mich hat es gestört, dass viele Thematiken angesprochen, aber in der Tiefe nicht thematisiert werden. Im Beruf ist dies jedoch von Vorteil. Das Wissen ist vielseitig und man wird in keinem Bereich durch Fachbegriffe abgeschreckt.

Was sind Ihre Hobbys?
Reiten, Freunde, Snowboarden

Sie stranden als Ingenieur auf einer einsamen Insel. Mit welchen Tätigkeiten und Maßnahmen verbringen Sie die erste Woche Ihrer Robinsonade?
Nahrung und andere Gestrandete suchen.

Was ist für Sie die herausragende Ingenieurleistung der Menschheit?
Für mich ist das Telefon sehr wichtig. Ich kann mir ein Leben ohne Telefon/Handy nicht mehr vorstellen. Wie hat man sich früher bloß auf den neusten Stand gebracht und verabredet?

Zum Abschluss. Welchen Rat geben Sie jungen Menschen, die eine Ingenieurkarriere einschlagen wollen?
Ich rate ihnen, sich frühzeitig genau zu informieren. So steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Studiengang zu finden, der zu einem passt.

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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