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Forschung und Lehre
Forschung und Lehre
Wie sagte ein kluger Kopf einmal? „Forscher sind Wegweiser und Wegsucher zugleich.“ Und tatsächlich bringt es die Beschreibung dieses Tätigkeitsfeldes ziemlich genau auf den Punkt, denn häufig sind Forscher auch Lehrende. Hauptsächlich findet man sie in Hochschulen und in verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die bekanntesten deutschen Institutionen sind Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Institute und Leibniz-Gemeinschaft. Daneben existieren viele kleinere Akademieinstitute, die nicht selten von einer der großen Gesellschaften getragen werden.

Keine Innovation ohne Forschung
Ganz klar: Ob MP3-Player, Plasmabildschirme oder aquadynamische Schiffskörper – alles wurde einmal von Ingenieuren entwickelt. Grundlagenforschung ist das A und O für die Industrie, um neue Produkte auf den Markt zu bringen. Forschungsinstitute arbeiten daher in der Regel Hand in Hand mit Unternehmen und Organisationen, die Forschungsaufträge vergeben. Die „Jagd“ nach den Geldtöpfen ist daher ein harter Kampf. Aufgrund der oft unübersehbaren Zukunftsaussichten werden viele Stellen daher befristet ausgeschrieben. Zumindest dort, wo man in erster Linie im Auftrag forscht. Ein wenig anders sieht es dort aus, wo der Schwerpunkt im Bereich des Lehrwesens liegt. In der Regel ist dies bei Universitäten so. Zwar sind sich Fachhochschulen und Unis bei den klassischen Ingenieurdisziplinen in der Ausbildung sehr ähnlich, doch gehen danach die Fachhochschulen vielfach individuelle Wege. So weist beispielsweise Hermann Winner, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau an der TU Darmstadt darauf hin, dass der Schwerpunkt seiner Hochschule auf dem Gebiet der Forschung liege und dass Universitäten verstärkt „Generalisten“, Fachhochschulen eher „Spezialisten“ hervorbringen würden.
Vorlesung
Die Aufgaben eines Hochschul-Lehrenden gehen weit über Vorlesungen hinaus.
Lehrende als Hochschul-Manager
Diese Entwicklungen sind unter anderem möglich, weil in vielen Bundesländern die Hochschulgesetzte gelockert wurden und so einem zunehmenden Wettbewerb der Lehranstalten Vortrieb gegeben wurde. So sieht sich der Lehrbeauftragte heute nicht nur gefordert, inhaltliche Qualität zu liefern, sondern durchaus auch nah am Marketing für seine Hochschule zu arbeiten. Schließlich vertritt er als Aushängeschild seinen Arbeitgeber und muss sich somit der Beurteilung der Hochschule und der Studentenschaft stellen. Nicht selten wird das Bild eines gesamten Lehrstuhls von seinem Leiter geprägt. Die Studenten entscheiden schließlich, ob sie sich hier oder an einer anderen Hochschule bilden wollen.
So sind die Anforderungen an einen Lehrbeauftragten in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Neben der Übernahme von Vorlesungen, Seminaren und Praktika inklusive entsprechender Organisation und Vorbereitung, gehören vermehrt planerische Aufgaben ins Grundrepertoire. So ist die Mitarbeit an der Weiterentwicklung des Lehrstuhls ebenso Pflicht wie die Kooperation mit Unternehmen, internationalen Organisationen und anderen Hochschulen. Kurzum: Es gilt für den lehrenden Ingenieur mit dazu beizutragen, das Angebot der Hochschule attraktiv zu erweitern.
Kommunikation statt 'Stilles Kämmerlein' -
der heutige Forscher braucht diplomatisches Feingefühl
Forscher als Diplomaten
In den reinen Forschungsinstituten verschiebt sich das Aufgabenbild ein wenig. Hier steht alles im Zeichen des Auftrags, der Ausübung praktischer und theoretischer Forschungsaufgaben. Hier bilden kommunikative Fähigkeiten eine gewichtige Basis für reibungslose Abläufe, denn der stetige Kontakt mit der Industrie ist obligatorisch. Auch Kenntnisse im Bereich Marketing sind von Vorteil, weil der Forscher oft bei der Markteinführung neuer Produkte beteiligt ist. Weiterhin sind Zielsicherheit und Planungsstärke gefordert, denn wer nicht in der Lage ist, solide Prozessführungen zu konzeptionieren, hat bei der Vergabe von Forschungsgeldern keine Chance. Um entsprechende Aufträge zu erhalten, ist viel Vorarbeit zu leisten, die wiederum nur mit Überzeugung in der Sache und entsprechendem Engagement möglich ist.

Wer forscht? Wer lehrt?
Um in Forschung und Lehre tätig zu sein, wird in der Regel ein sehr guter Studien- oder Promotionsabschluss vorausgesetzt. Beste Chancen haben Absolventen einer technischen Hochschule oder Universität. Die Möglichkeiten einer Anstellung – gerade im Bereich Forschung – erhöhen sich eklatant, wenn ein „Dr.“ vor dem Namen steht. Allgemein herrscht derzeit ein Mangel an Ingenieuren in diesem Bereich. Hauptgrund: Rahmenbedingungen und Karrieremöglichkeiten stehen deutlich hinter denen der freien Wirtschaft zurück. Dennoch: Wer gerne mit Menschen zu tun hat, Freude und Talent für Didaktik hat und absolutes Engagement für die Wissenschaft entwickeln kann, ist gut beraten, eine Karriere im Bereich Forschung und Lehre einzuschlagen.
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Passend zu diesem Tätigkeitsfeld finden Sie weitere interessante Informationen auf think-ing.de. Wir haben thematisch passende Forscher der Moderne, Visionäre von morgen und Jobprofile für Sie zusammengestellt:
Jobprofile
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26 Jahre
wissenschaftliche Angestellte
Zentrum Geotechnik, TU München

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Automat.techn.-Ing. (Forschung)

Andreas Jungk
29 Jahre
Gruppenleiter Automat.techn.
Inst. f. Transport- u. Automat.techn.

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Gruppenleiter Automat.techn.
Inst. f. Transport- u. Automat.techn.

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02.09.2010 | 15:01:30

Bauingenieur/in • Bauingenieurwesen

Thema: was soll ich noch glauben?

Text: Neben dem Interesse für Architektur, hat mich meine Freundin auf das Thema Bauningenieur geleitet. Sie meinte, dass alle Ingenieure gesucht würden,...

 

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