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All diese Einsatzgebiete haben letztlich eines gemeinsam: Es geht um die Erstellung von Projekten in Einzel- bzw. Serienfertigung, die sich Kunden, Vertrieb oder Entwicklung angeregt oder erwünscht haben. Angesichts weltweiter Konkurrenz müssen zusätzlich alle Möglichkeiten für eine optimale Produktion ausgeschöpft werden: Terminvereinbarungen und Kostenkalkulationen spielen eine ebenso wichtige Rolle wie Qualitäts- und Produktivitätsaspekte. All das fällt ins Kalkül der Ingenieure.
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Komplexe Fertigungsprozesse, wie hier in der Lkw-Produktion, setzen eine Menge Ingenieurwissen voraus.
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Allein die Fertigungsprozesse für ein einzelnes Produkt sind in der Regel sehr komplex. Wenn in einem Werk dann noch die gleichzeitige Herstellung verschiedener Produkte koordiniert werden muss, bedarf es einer präzise durchdachten Produktionssteuerung, bei der die wirtschaftliche Ressourcenbereitstellung und die Kapazitätsauslastung im Vordergrund stehen. Deshalb ist es nicht damit getan, dass Abläufe funktionieren - Ingenieure müssen ständig nach neuen Wegen suchen, um Prozesse zu optimieren, innovative Konzepte zu verwirklichen und alternative Fertigungstechniken einzuführen. Durch die Bestrebungen vieler Unternehmen, Produktionen nach Osteuropa und Asien zu verlagern, sollten sich Führungskräfte außerdem schnell in Verlagerungsprojekte einarbeiten können. Kommt es im eigentlichen Produktionsbetrieb zu Störungen, kann es darüber hinaus auch vorkommen, dass ein leitender Ingenieur selbst zum Werkzeug greifen muss, um eine schnelle Reparatur durchzuführen.
Da bei der Montage in vielen Fällen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Qualifikation zusammenarbeiten, ist zusätzlich interkulturelles Gespür mehr als wünschenswert.
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Alle Hände gefragt: Bei der Montage müssen auch Ingenieure Hand anlegen.
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Insgesamt sind die möglichen Einsatzgebiete für Ingenieure in montageorientierten Produktionsstätten breit gefächert. Auf der Planungsebene reichen sie von der Projektstrukturierung bei Einzelanfertigungen über Kostenanalysen und die Festlegung von Arbeitsabläufen bis hin zur Programmierung komplexer Fertigungseinrichtungen, auch als CNC (computerisierte numerische Steuerung) bekannt.
Dazu gehört die ständige Optimierung eines laufenden Betriebes unter dem Aspekt der „Lean Production“- also der möglichst geringen Verschwendung von Material und Zeit - zu den Aufgabenfeldern, und selbst die Projektierung ganzer Produktionsstätten ist nicht ausgeschlossen.
In der laufenden Produktion sind Ingenieure als Leiter dafür verantwortlich, ihr Team zu motivieren, die Beschaffung der Ressourcen zu überwachen, Maschinen in Betrieb zu nehmen oder zu reparieren bzw. die Reparaturen zu veranlassen. Ferner können sie auch für die Gestaltung von Arbeits- und Zeitwirtschaftssystemen bzw. deren Weiterentwicklung zuständig sein. Sie bewerten und analysieren dann zum Beispiel die Arbeitsorganisation, überwachen die Entlohnung oder gestalten Arbeitssysteme unter ergonomischen Gesichtspunkten.
Unabhängig vom Einsatzbereich wird von den Unternehmen neben dem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss in circa der Hälfte aller Fälle vorausgehende Berufserfahrung verlangt. Bei Führungspositionen werden fast immer erfahrene Praktiker mit langjähriger einschlägiger Branchenerfahrung gesucht. Ein Bewerber sollte analytisch denken können, belastbar sein, teamorientiert arbeiten können und bereit sein für Auslandseinsätze. Teilweise werden Erfahrungen mit Anwendungssoftware wie MS-Office, SAP oder ERP explizit gefordert.
Wissen zum „Lean Manufacturing“, kaufmännische und betriebswirtschaftliche Qualifikationen können ebenfalls von Vorteil sein. Im Vergleich zu anderen Berufsfeldern wird außerdem überdurchschnittlich häufig nach einer technischen Berufsausbildung gefragt.
Ein Großteil der offenen Stellen wird mit Absolventen der Studiengänge Maschinenbau, Produktions-/Fertigungstechnik und Elektrotechnik besetzt. Das bundesweite Studienangebot der Hochschulen, Fachhochschulen und Technischen Universitäten ist in diesen Fachrichtungen riesig.
