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Technischer Einkauf
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„Ein Unternehmen lebt nicht von dem, was es produziert, sondern von dem, was es verkauft.“ Dieser Satz stammt von dem amerikanischen Topmanager Lee Iacocca, von 1979 bis 1992 der Vorstandsvorsitzende der Chrysler Corporation – und diese Aussage ist unmittelbar einleuchtend: Denn einem Unternehmen nützt das beste Produkt nichts, wenn es auf dem Markt keinen Bedarf dafür gibt – schließlich will es Gewinne erzielen. Deren Höhe hängt aber nicht nur vom Verkauf, sondern auch vom Einkauf ab. Denn je geringer die Produktionskosten, desto höher die möglichen Erträge.
Im Zeitalter globaler Konkurrenz und weltweiter Beschaffungsmärkte wird die Komplexität des Themas Einkaufsoptimierung ständig größer. Das Maß ihrer Bedeutung variiert von Branche zu Branche – und zwar in Abhängigkeit vom Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten; so liegt dieser in der Automobilindustrie bei circa 70 Prozent - kein Wunder also, dass hier inzwischen Spezialisten mit ganz besonderen Ingenieur-relevanten Kenntnissen und Fähigkeiten gefragt sind.
Internationale Ausrichtung
Es gibt wohl kaum einen Tätigkeitsbereich für Ingenieure, der internationaler ausgerichtet ist als der des technischen Einkaufs. Entsprechend sind Sprachkenntnisse sehr hilfreich - insbesondere gute Englischkenntnisse, aber auch Französisch sowie osteuropäische und asiatische Sprachen. Auslandskontakte werden häufig übers Telefon geführt und gepflegt, bisweilen aber werden auch Gespräche mit Lieferanten vor Ort geführt. Schließlich müssen Produkte gesehen werden, die schlecht transportiert werden können, und insbesondere auch Produktionsbedingungen überprüft werden. Daher sollte auch die Bereitschaft vorhanden sein, Reisen ins Ausland zu unternehmen.
Im Zeitalter globaler Konkurrenz und weltweiter Beschaffungsmärkte wird die Komplexität des Themas Einkaufsoptimierung ständig größer. Das Maß ihrer Bedeutung variiert von Branche zu Branche – und zwar in Abhängigkeit vom Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten; so liegt dieser in der Automobilindustrie bei circa 70 Prozent - kein Wunder also, dass hier inzwischen Spezialisten mit ganz besonderen Ingenieur-relevanten Kenntnissen und Fähigkeiten gefragt sind.
Internationale Ausrichtung
Es gibt wohl kaum einen Tätigkeitsbereich für Ingenieure, der internationaler ausgerichtet ist als der des technischen Einkaufs. Entsprechend sind Sprachkenntnisse sehr hilfreich - insbesondere gute Englischkenntnisse, aber auch Französisch sowie osteuropäische und asiatische Sprachen. Auslandskontakte werden häufig übers Telefon geführt und gepflegt, bisweilen aber werden auch Gespräche mit Lieferanten vor Ort geführt. Schließlich müssen Produkte gesehen werden, die schlecht transportiert werden können, und insbesondere auch Produktionsbedingungen überprüft werden. Daher sollte auch die Bereitschaft vorhanden sein, Reisen ins Ausland zu unternehmen.
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Kaufabschlüsse werden mitunter auch in Lagerhallen per Handschlag getätigt.
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Das eigentliche Ingenieurwissen kommt vor allem dann zum Tragen, wenn es um die Beurteilung der Qualität der Materialien, Ersatzteile oder Werkzeuge oder sogar Dienstleistungen geht, die benötigt werden. Eine denkbare Variante ist, dass in Zusammenarbeit mit einem bestimmten Lieferanten an der Verbesserung seines Produkts gearbeitet wird; eine andere, dass verschiedene Hersteller für die Lieferung einer Komponente infrage kommen, zwischen denen dann verglichen werden muss. Erforderlich dafür sind unter anderem umfangreiche Kenntnisse über das Qualitätsmanagement (Stichwort: DIN ISO 9001) und über Zertifikate des TÜV, der DGQ und ähnlicher Institutionen.
Die Qualitätsfrage ist aber nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite stehen die Schlagworte Kostenkalkulation, -management und -reduzierung. Somit müssen 'Einkaufsingenieure' über kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Hintergrundwissen verfügen. Unter diesem Aspekt überrascht es auch nicht, dass sie in vielen Stellenausschreibungen in direkter Konkurrenz zu den Betriebswissenschaftlern stehen, die ihrerseits über ein großes technisches Verständnis verfügen sollten.
Die Studienfächer spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle, auch wenn Wirtschaftsingenieure, Maschinenbauer und Elektrotechniker auf dem Arbeitsmarkt primär gefragt sind. Neben in den meisten Fällen vorausgesetzter Berufspraxis ist auch ein gewisses Maß an juristischen Kenntnissen gefragt, fällt doch die Ausarbeitung von Verträgen mit den Lieferanten in den Aufgabenbereich des Ingenieurs. Viel Geschick und Durchsetzungsvermögen in den Vertragsverhandlungen sind gewünscht, schließlich sind sie die Basis für günstigste Einkaufskonditionen. Hier ist sicheres Auftreten ebenso gefragt wie die Fähigkeit, analytisch zu denken.
Fachaufgaben im Detail
Im Groben lässt sich die Vielfalt an Aufgaben des Ingenieurs im technischen Einkauf abschließend in fünf Teilbereiche gliedern:
1) Am Anfang steht die Bedarfsermittlung und damit verbunden die Analyse des globalen Beschaffungsmarktes, das Einholen von Angeboten und die Auswahl der Lieferanten.
2) Sind die Beziehungen etabliert, geht es um die Betreuung der Zulieferer: zum Beispiel durch Auf- und Ausbau eines zielgerichteten Partnermanagements, die Sicherstellung der Produktqualität und die Durchführung von Cost-Reduction-Workshops.
3) Auch die interne Zusammenarbeit ist wichtig. Im Unternehmen berät der Ingenieur die Projektleitung in Fragen des Vertrags- und Risikomanagements und in Reklamationsfällen, überlegt sich Rationalisierungsmaßnahmen, wirkt an Produktneuentwicklungen mit oder führt Ideenwettbewerbe durch.
4) Im Bereich der Planung ist er unter anderem für die Koordination von Materialbedürfnissen und Einkäufen verantwortlich, führt Kostenkontrollen durch oder erstellt Make or Buy-Analysen, in denen kalkuliert wird, ob es günstiger ist, eine für die Produktion benötigte Komponente selbst herzustellen oder einzukaufen.
5) Schließlich kann er auf der Ebene der Leitung die gesamte Einkaufsabteilung führen, fachübergreifende Projekte zu Themen wie Lagerbestand oder Logistikstrategie koordinieren, weltweite strategische Einkaufsinitiativen anlegen („Global Sourcing“) oder die Umsetzung aktueller Beschaffungskonzepte wie Advanced Procurement und Supplier Development voranbringen.
Im Groben lässt sich die Vielfalt an Aufgaben des Ingenieurs im technischen Einkauf abschließend in fünf Teilbereiche gliedern:
1) Am Anfang steht die Bedarfsermittlung und damit verbunden die Analyse des globalen Beschaffungsmarktes, das Einholen von Angeboten und die Auswahl der Lieferanten.
2) Sind die Beziehungen etabliert, geht es um die Betreuung der Zulieferer: zum Beispiel durch Auf- und Ausbau eines zielgerichteten Partnermanagements, die Sicherstellung der Produktqualität und die Durchführung von Cost-Reduction-Workshops.
3) Auch die interne Zusammenarbeit ist wichtig. Im Unternehmen berät der Ingenieur die Projektleitung in Fragen des Vertrags- und Risikomanagements und in Reklamationsfällen, überlegt sich Rationalisierungsmaßnahmen, wirkt an Produktneuentwicklungen mit oder führt Ideenwettbewerbe durch.
4) Im Bereich der Planung ist er unter anderem für die Koordination von Materialbedürfnissen und Einkäufen verantwortlich, führt Kostenkontrollen durch oder erstellt Make or Buy-Analysen, in denen kalkuliert wird, ob es günstiger ist, eine für die Produktion benötigte Komponente selbst herzustellen oder einzukaufen.
5) Schließlich kann er auf der Ebene der Leitung die gesamte Einkaufsabteilung führen, fachübergreifende Projekte zu Themen wie Lagerbestand oder Logistikstrategie koordinieren, weltweite strategische Einkaufsinitiativen anlegen („Global Sourcing“) oder die Umsetzung aktueller Beschaffungskonzepte wie Advanced Procurement und Supplier Development voranbringen.
Interne Links
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