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Impressionen zum Berufsfeld aus:
THINK ING.-DVD 'Ingenieurberufe in Bewegung' |
Ein vielseitiger Beruf mit Geschichte
Kein Wunder, der Bauingenieur von heute durchzieht den Kontinent mit modernen Straßen und Autobahnen, errichtet Kraft- und Klärwerke, schafft Verbindungen durch gewaltige Brückenkonstruktionen, plant und baut moderne Sportarenen oder eines der jährlich 20 neuen Einkaufszentren eines großen schwedischen Möbeldiscounters. Das Themenspektrum des Bauingenieurwesens ist weit, wobei die Funktionalität vor der Ästhetik rangiert. Genau da liegt auch die Abgrenzung zur Berufsgruppe der Architekten. War der Bauingenieur bis weit in das 18. Jahrhundert noch der Universal-Ingenieur schlechthin, der auch die Arbeit des Architekten mit übernahm, entwickelten sich durch die industrielle Revolution und die Erfindung der Dampfmaschine erst die eigenständigen Ingenieurzweige vom Maschinenbau bis hin zum Verfahrensingenieur.
Das Bauingenieurwesen von heute kann man auf mehrere Hauptbereiche eingrenzen. Der konstruktive Ingenieurbau kümmert sich um die Konstruktion und Sicherheit von Bauwerken aus Beton, Stahl, Mauerwerk oder Holz, was sowohl den Entwurf, die Berechnung, als auch die bauliche Ausführung umfasst. Hoch- und Industriebauten, der Brückenbau, der Tiefbau und der Tunnelbau seien hier nur als einige Beispiele aus diesem weiten Feld genannt. Daneben rangiert noch das Verkehrswesen, welches zuständig ist für Straßenbauten, Schienennetze und Luftverkehr. Des Weiteren der Wasserbau. Dieser beschäftigt sich mit Teilbereichen wie Kanal- und Deichkonstruktionen, Dammbau, Hydrologie und vielen Umwelt- und Energieaspekten in Bezug auf unsere wichtige Lebensgrundlage Wasser. Zunehmend an Bedeutung gewonnen hat in den letzten Jahrzehnten die Bauinformatik. Komplexe Planungen, Simulationen, Materialprüfungsmodelle und statische Berechnungen können nur mit umfangreichen Computer- und Informatikkenntnissen bewältigt werden.
Der Einsatz ist fast überall möglich
Der Trend geht auch im Bauingenieurwesen zur Interdisziplinarität. Kenntnisse aus den verschiedensten Fächern sind unabdingbar, Inhalte aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Computer Engineering fließen in das Spektrum der notwendigen Kenntnisse mit ein. Auch der Bauingenieur ist letztlich Generalist, wodurch ihm eine vielfältige Arbeitswelt offen steht. Die Bauwirtschaft und die Bauverwaltung benötigen Projekt- und Bauleiter, die Abläufe auf Großbaustellen planen und koordinieren und letztlich auch mal in matschigen Gummistiefeln den Fortschritt der Arbeiten überprüfen. Den größten Teil der Berufswirklichkeit macht jedoch die vorbereitende Planung, Organisation und Logistik aus. Das kann auf freiberuflicher Basis geschehen oder angestellt in Ingenieur- und Planungsbüros, bei Bauunternehmen, in öffentlichen Behörden und staatlichen Ministerien oder bei Verkehrsunternehmen und in der Forschung. Gerade die zunehmende Globalisierung schafft völlig neue Betätigungsfelder im Ausland, die vom Entwicklungshilfeprojekt in Schwarzafrika bis zum Riesenstaudammbau in Südamerika reichen.
Die Zukunft sieht glänzend aus
Durch die breite Grundlagenausbildung und die zurückliegende schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt streben viele Absolventen in neue Arbeitsmärkte wie Facility-Management, Beratung oder Softwareentwicklung. Auch in klassischen Sektoren des Maschinenbaus wie Flugzeug- und Automobilbau eröffnen sich den Besten unter ihnen Perspektiven. Trotz schlechter Konjunktur im Bausektor in den vergangenen Jahren strahlt für Bauingenieure wieder ein helles Licht am Horizont. Negativmeldungen vom Arbeitsmarkt ließen die Studentenzahlen im Wintersemester 04/05 auf einen Tiefstand schrumpfen, wobei im Jahr 2006 nach Angaben des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie (HDB) die Zahl der altersbedingt ausscheidenden Bauingenieure so hoch war wie die der Absolventen. Nach optimistischen Prognosen haben diejenigen, die jetzt ein Studium beginnen, gute Chancen. Darauf sollte man bauen!
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Bauinvestitionen
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