// think ING. // Der Ingenieurberuf // Visionäre & Erfinder // Forscher der Moderne // Frank Mademann
|
|
Damit es ordentlich funkt: Frank Mademann
|
|
|
Frank Mademann
|
GPRS (General Packet Radio Services) ist eine Mobilfunktechnik zur schnellen Datenübertragung über das GSM Netz. Vor Verfügbarkeit von GPRS wurde ein fester GSM-Kanal für die Dauer der Verbindung zwischen Mobiltelefon und Basisstation belegt, heute werden die Daten mit GPRS in Pakete aufgeteilt, die je nach Bedarf und Kapazität über verschiedene Kanäle des Netzwerks geleitet werden. Beim Empfänger werden diese Datenpakete wieder zu einem Ganzen zusammengefügt. Wird beispielsweise ein Foto als Multimedia-Message (MMS) verschickt, wird GPRS zur Übertragung der MMS aktiviert – der Nutzer merkt von alldem eigentlich nichts, außer dass vielleicht ein GPRS Symbol auf seinem Display blinkt.
Anerkennung durch Erfinderpreis
Honoriert wurden Frank Mademanns Innovationen im Mobilfunkbereich 2003 mit dem Siemens Erfinderpreis. Mit diesem Preis zeichnet das Unternehmen jährlich seine 12 besten Forscher aus. Eine schöne Anerkennung für den Ingenieur und zudem eine Bestätigung für ihn, dass er mit seiner Berufsentscheidung genau richtig lag. „Schon als Kind habe ich mich gerne mit Technik beschäftigt und zum Beispiel Fotos selbst entwickelt, chemische Experimente durchgeführt oder an elektronischen Schaltungen gebastelt“, erklärt er seine Berufswahl. „Da war ein Ingenieurstudium für mich einfach naheliegend.“
|
|
Aktuelles Beschäftigungsfeld: UMTS Videotelefonie
Momentan arbeitet der Ingenieur an mehreren Projekten parallel: „Derzeit beschäftige ich mich unter anderem mit Optimierungen für die UMTS Videotelefonie, die gerade anfängt, in den UMTS Netzen genutzt zu werden. Ein anderes, umfangreicheres Thema ist der Entwurf und die Spezifikation von Multicastdiensten. Diese Dienste bieten den Handynutzern Inhalte wie die Liveübertragung von Fußballtoren, Videoclips oder MP3-Titeln. Wenn nämlich momentan viele Leute zeitgleich beispielsweise den neuesten Videoclip herunterladen wollen, könnte es selbst mit der UMTS Übertragungskapazität knapp werden. Die Multicastdienste übertragen dann den Videoclip zu vielen gleichzeitig, womit Übertragungsressourcen gespart werden und für den Nutzer keine langen Wartezeiten entstehen.“
Und was macht für Frank Mademann der Ingenieurberuf aus? Welchen Rat kann er Schülern geben, die kurz vor ihrer Studienwahl stehen? „Wer in irgendeiner Weise technisch interessiert oder kreativ ist, etwa gerne bastelt oder programmiert, für den ist Ingenieur sicherlich ein interessanter Beruf. Ansonsten gilt – wie fast überall: Wichtig ist, dass man lernt zu lernen. Manch Detailwissen ist schnell obsolet. Dass man sich immer wieder in andere Themen einarbeiten muss, ist jedoch gewiss.“
Weiterführender Link
Siemens
Michael MoskeiInformatikDr.-Ing. Bernd Mohr - Informatiker am Jülich Supercomputing CentreGerald StieglbauerMaster of Business Marketing Dr.-Ing. Ingo Dahm - Head of Academic Relations TeamVermessungsingenieurPhilip Witte - Goldmedailliengewinner in Peking und MaschinenbaustudentTechnischer EinkaufChristian Nickel - Projektingenieur Produktionssteuerung

