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Der Meister des guten Tons: Karlheinz Brandenburg
Karlheinz Brandenburg
Visionäres Denken, Sturheit und jede Menge Fleiß – diese Eigenschaften beschreiben Karlheinz Brandenburg vielleicht am besten. Mit seiner Erfindung MP3, der Technik, mit der sich Musikdaten ohne hörbaren Qualitätsverlust komprimieren lassen, stellte er die Musikbranche auf den Kopf. Dank MP3 rast heute Musik mit Höchstgeschwindigkeit durchs Internet – und Karlheinz Brandenburg avancierte zu einem regelrechten Popstar der Forscherzunft. Für seine Entwicklung wurde ihm und seinen Erlanger Kollegen Bernhard Grill und Harald Popp im Jahr 2000 der Deutsche Zukunftspreis überreicht.

Dabei war es ein langer Weg, den Karlheinz Brandenburg ging, um zu dem Vorzeige-Erfinder Deutschlands zu werden. Schon als Kind begeisterte er sich für Technik, bastelte sich selbst eine Stereoanlage und interessierte sich für die Entwicklung der Computertechnik. Nach seinem Abitur entschied er sich für ein Doppelstudium Elektrotechnik/Mathematik an der Uni Erlangen-Nürnberg. Hier traf er auf Professor Seitzer, der bereits Mitte der siebziger Jahre die Idee hatte, dass man über ISDN nicht nur Sprache, sondern auch Musik übertragen könnte. Ein Doktorand sollte beweisen, was alles möglich ist – dieser Doktorand hieß Karlheinz Brandenburg. Er verfasste eine Dissertation zum Thema „Verfahren und Qualitätsbeurteilung für hochwertige Musikcodierung“, die die Grundlage für den MP3-Audiocodierstandard bildet. In den folgenden Jahren arbeitete Karlheinz Brandenburg in den USA und später wieder an der Universität Erlangen-Nürnberg weiter an dem Verfahren zur Audiocodierung und etablierte MP3 neben seiner Lehrtätigkeit mit viel Fleiß und Hartnäckigkeit als weltweiten Standard.
Neugierde und Kreativität sind sein Antrieb
Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, kommt für den heutigen Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDMT) und Professor der TU Ilmenau nicht in Frage. Neugierde und Kreativität, die für ihn wichtigsten Eigenschaften eines Ingenieurs, sind sein Antrieb, um noch weitere visionäre Ideen umzusetzen. So hat der innovative Professor, der in seiner Freizeit übrigens gerne Science-Fiction-Romane liest, eine Vielzahl an Projekten in der Pipeline: An erster Stelle ist hier die Arbeit am Soundsystem IOSONO® zu nennen, das den Hörgenuss sowohl im Kino als auch im heimischen Wohnzimmer revolutionieren soll.

IOSONO® basiert auf der Technologie der Wellenfeldsynthese (aus der TU Delft) und ermöglicht eine nahezu realistische Klangwiedergabe. In Hollywood ist diese Entwicklung bereits erhört worden: Seit 2004 ist hier ein Tonstudio mit IOSONO® ausgestattet. Weitere Projekte, an denen Brandenburg und seine Mitarbeiter zurzeit mit Begeisterung arbeiten, sind beispielsweise neue Systeme für den sicheren Vertrieb digitaler Inhalte über das Internet sowie eine Software, die Musiktitel mittels Rhythmus, Tempo oder Melodie charakterisiert und so eine einfache Suche ermöglicht.
"Angst vor Mathematik ist ein schlechter Start"
Und was rät der Professor dem Nachwuchs, der in seine Fußstapfen treten will? „Wichtig ist die Begeisterung für Technik, wobei diese Begeisterung nicht unkritisch alles Technische für gut finden muss“, so Brandenburg. „Gerade Ingenieure sollten auch wissen, was alles schief gehen kann und sind oft skeptisch gegenüber den eigenen Ergebnissen. Angst vor Mathematik ist ein schlechter Start, ansonsten zählen aber der Wille und das Interesse, sich durchzubeißen.“
Weiterführende Links:
Wer mehr über Professor Brandenburg erfahren möchte, findet hier den kompletten Fragebogen, den Professor Brandenburg für THINK ING. beantwortet hat:

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

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Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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