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Grammatik für Maschinen: Ada Lovelace
Frauen und Technik – das gehörte nach der gängigen Meinung des 19. Jahrhunderts nun wirklich nicht zusammen. Wissen bedeutet Macht, und so wurde geistig-intellektuelle Betätigung größtenteils den Männern überlassen. Nichtsdestotrotz gab es immer auch weibliche Erfinder, die sich nur wenig um das landläufige Frauenbild scherten und wichtige wissenschaftliche Forschungen betrieben. Berühmt geworden sind allerdings die wenigsten, abgesehen von der Atomphysikerin Marie Curie, die zwei naturwissenschaftliche Nobelpreise erhielt. Kein Wunder, wurden doch weibliche Erfindungen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Namen des Ehemannes patentiert, und so gelang es nur wenigen klugen Frauen, aus dem wissenschaftlichen Schattendasein herauszutreten. Ada Lovelace ist so eine. Ihr wird heute zugeschrieben, nicht nur die erste Programmiererin zu sein, sondern die überhaupt erste Programmiersprache der Welt entwickelt zu haben.
Frauen und Technik – das gehörte nach der gängigen Meinung des 19. Jahrhunderts nun wirklich nicht zusammen. Wissen bedeutet Macht, und so wurde geistig-intellektuelle Betätigung größtenteils den Männern überlassen. Nichtsdestotrotz gab es immer auch weibliche Erfinder, die sich nur wenig um das landläufige Frauenbild scherten und wichtige wissenschaftliche Forschungen betrieben. Berühmt geworden sind allerdings die wenigsten, abgesehen von der Atomphysikerin Marie Curie, die zwei naturwissenschaftliche Nobelpreise erhielt. Kein Wunder, wurden doch weibliche Erfindungen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Namen des Ehemannes patentiert, und so gelang es nur wenigen klugen Frauen, aus dem wissenschaftlichen Schattendasein herauszutreten. Ada Lovelace ist so eine. Ihr wird heute zugeschrieben, nicht nur die erste Programmiererin zu sein, sondern die überhaupt erste Programmiersprache der Welt entwickelt zu haben.
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Ada Lovelace
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Augusta Ada Countess of Lovelace wird am 10. Dezember 1815 als Tochter von Anna Isabella Milbanke und dem Dichter Lord Byron in London geboren. Da der berühmte Vater die kleine Familie kurz nach Adas Geburt verlässt, ist ihre mathematisch interessierte Mutter allein für die Erziehung der Tochter verantwortlich. Sie ermöglicht Ada eine mathematische Ausbildung – recht ungewöhnlich zu dieser Zeit. Doch das Mädchen zeigt außergewöhnliches Talent und widmet sich mit vollem Einsatz der Naturwissenschaft. Im Frühjahr 1833 lernt sie Charles Babbage, den Erfinder des Computervorläufers „Analytical Engine“, kennen und wird seine Schülerin. Diese Analytische Maschine, eine Rechenmaschine, die jedoch nie gebaut wurde, wird einmal die Grundlage für Adas Lovelaces Forschungen.
Im Alter von 20 Jahren heiratet sie William Lord King, den späteren Earl of Lovelace, und bekommt innerhalb von vier Jahren drei Kinder. Die Schwangerschaften und die Kinderbetreuung lassen ihr wenig Zeit, sich mit ihren Interessen, der Mathematik und der Musik, zu beschäftigen – zu ihrem großen Bedauern, denn sie ist ehrgeizig und möchte auf ihrem Gebiet Bedeutendes leisten. Auch ihre Freundin, die Mathematikerin Mary Sommerville, bestärkt Ada Lovelace immer wieder in ihrem Vorhaben.
Große Anerkennung für Erfindung der Analytischen Maschine
Nach der Geburt ihres letzten Kindes beginnt die gesundheitlich angeschlagene junge Frau sich intensiv mit der Analytischen Maschine auseinander zu setzen. Sie übersetzt die durch den italienischen Mathematiker Luigi Menabrea auf Französisch angefertigte Beschreibung der Maschine ins Englische. Darüber hinaus ist dieser Artikel die Basis für ihre eigenen Überlegungen und Notizen, die weit über das ursprüngliche Werk hinausgehen. Ada Lovelace legt eine komplette „Software“ für die Analytische Maschine vor, indem sie den Einsatz von Lochkarten beschreibt. Dabei führt sie die Unterteilung in Variablen- und Operationen-Karten ein und erarbeitet Beispiele, wie man die Karten, mit denen man verschiedene algebraische und trigonometrische Probleme löst, einsetzt. Außerdem entwickelt sie Programmierstrukturen, die noch heute als Prozedur, Schleife und Sprung bekannt sind und macht sich Gedanken zu möglichen Funktionen der Analytischen Maschine: In ihrer Vision kann ein Nachfolger Musik komponieren oder Grafiken zeichnen. Noch zu Lebzeiten erntet Ada Lovelace viel Anerkennung für ihre Arbeit – und geht als Erfinderin der weltweit ersten Programmiersprache in die Geschichte ein.
Am 27. November 1852 stirbt Ada Lovelace an einem Krebsleiden. Ihr zu Ehren wurde die 1979 entwickelte Programmiersprache ADA benannt. Zudem ist sie die Namensgeberin für das Ada-Lovelace-Mentoring-Netzwerk, ein Mentorinnen-Netzwerk, das Schülerinnen für naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe begeistern und gewinnen möchte.

