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Das einzige Werk von Felix Wankel, dem Erfinder des Wankel-Motors, wurde als Faksimile mit Begleitband neu aufgelegt.

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Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Gottlieb Daimler

Gottlieb Daimler ist wohl einer der berühmtesten Maschinenbauer Deutschlands. Zusammen mit seinem Freund, dem kongenialen Konstrukteur Wilhelm Maybach, legt er den Grundstein für die Massenmotorisierung - für Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Er entwickelt den ersten Benzinmotor und zwar nicht in einer High-Tech-Werkstatt, sondern in einem umgebauten Gewächshaus in seinem Garten.
Gottlieb Daimler
Gottlieb Daimler
Doch von vorn: Gottlieb Daimler wird am 17. März 1834 im württembergischen Schorndorf geboren. Nach dem Besuch der Realschule absolviert er eine Lehre als Büchsenmacher und findet anschließend eine Anstellung als einfacher Arbeiter in einer Maschinenbaufirma im Elsass. Doch der junge Bäckerssohn will mehr.
Er beginnt ein Maschinenbaustudium an der Polytechnischen Schule in Stuttgart und unternimmt während dieser Zeit Studienreisen nach Frankreich und England. Dann beginnt Daimlers vorbildliche Karriere mit zahlreichen Stationen, so dass man Daimler schon beinahe einen frühen „Job-Hopper“ nennen kann.

Besonders zwei Ereignisse prägen den jungen Ingenieur: 1865 lernt er Wilhelm Maybach kennen. Sie freunden sich an, und Maybach weicht beruflich fortan nicht mehr von Daimlers Seite. Und: 1872 übernimmt Daimler, natürlich mit Maybach im Schlepptau, die Leitung der Werkstätten in der Gasmotorenfabrik Deutz. Firmeninhaber Nicolaus Otto, der Erfinder des heute noch gebräuchlichen Viertaktmotors, überträgt Daimler die Aufgabe, den schweren, mit Leuchtgas betriebenen Otto-Motor zur Serienreife zu bringen. Ein Auftrag, den Daimler mit schwäbischer Gründlichkeit erfüllt.

Versuchswerkstatt im Gewächshaus

Doch das Verhältnis Daimlers zu Otto ist mit Spannungen überzogen, und nach zehn gemeinsamen Arbeitsjahren kommt es schließlich zum Bruch. Ausgestattet mit einer stattlichen Abfindung kann sich Daimler eine Villa in der Cannstatter Taubenheimstraße erwerben und lässt das Gewächshaus im Garten als Versuchswerkstatt einrichten. Hier beginnt die wahrscheinlich beste Zeit im Berufsleben Gottlieb Daimlers: Endlich autark und ohne Einmischung von außen tüftelt der Schwabe gemeinsam mit Maybach an der Verkleinerung des Viertaktmotors, um ihn in verschiedene mobile Fahrzeuge einbauen zu können.
Das Reitrad
Das Reitrad.
Das Ergebnis bedeutet eine Revolution für den Motorenbau: Die beiden Ingenieure entwickeln einen kleinen, leistungsstarken Motor, der erstmals mit Benzin anstelle von Gas angetrieben wird. Unter Daimlers Leitung konstruiert Maybach 1885 das erste Motorrad der Welt, das so genannte „Reitrad“, ein hölzernes Gefährt mit stahlbeplankten Rädern und 0,5 PS, worauf kurze Zeit später das Motorboot sowie die Motorkutsche folgen. Daimlers Traum von einem mobilen Universalantrieb ist Wirklichkeit geworden. Das Verwunderliche an dieser Entwicklung: Genau zeitgleich arbeitet Karl Benz in dem nur 130 km entfernt liegenden Mannheim an seinem Patent-Motorwagen, ohne dass die Ingenieure voneinander wissen.

Das Gartenhäuschen wird nun schnell zu eng, woraufhin Daimler ein Fabrikgebäude bezieht. Hier bastelt das geniale Erfinderduo Daimler und Maybach weiter und baut den Motor in Draisinen, Lokomotiven, Straßenbahnen und sogar in ein Luftschiff ein.

Daimler-Motoren-Gesellschaft 1890 gegründet

Auf der Weltausstellung 1889 in Paris stellen sie den ersten 2-Zylinder-V-Motor vor. Und während Maybach eine Serie an Innovationen schafft, wie das erste Zahnradgetriebe, die Wasserkühlung oder den Vergaser, gründet Daimler mit zwei solventen Partnern 1890 die Daimler-Motoren-Gesellschaft und verkauft Daimler-Lizenzen nach Frankreich, England und in die USA. Doch auch die neuen Geschäftsbeziehungen stehen unter keinem guten Stern: Daimlers teure Forschungen stoßen bei seinen unternehmerisch denkenden Partnern nicht auf Gegenliebe. Die Differenzen gehen sogar so weit, dass Daimler kurzzeitig aus der Gesellschaft herausgedrängt wird – und auch nach der Rückkehr Daimlers in die DMG, können die Streitigkeiten nicht beigelegt werden.

Die Differenzen fordern ihren Tribut: Im Jahr 1899 verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Ingenieurs dramatisch, und schließlich stirbt der 66-jährige, hoch verehrte Daimler am 6. März 1900 in Cannstatt. Im Jahr 1926 fusionieren die Daimler-Motoren-Gesellschaft und die Firma Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG.

Weiterführende Links

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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