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Mobilität zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Gottlieb Daimler
Gottlieb Daimler ist wohl einer der berühmtesten Maschinenbauer Deutschlands. Zusammen mit seinem Freund, dem kongenialen Konstrukteur Wilhelm Maybach, legt er den Grundstein für die Massenmotorisierung - für Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Er entwickelt den ersten Benzinmotor und zwar nicht in einer High-Tech-Werkstatt, sondern in einem umgebauten Gewächshaus in seinem Garten.
Gottlieb Daimler ist wohl einer der berühmtesten Maschinenbauer Deutschlands. Zusammen mit seinem Freund, dem kongenialen Konstrukteur Wilhelm Maybach, legt er den Grundstein für die Massenmotorisierung - für Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Er entwickelt den ersten Benzinmotor und zwar nicht in einer High-Tech-Werkstatt, sondern in einem umgebauten Gewächshaus in seinem Garten.
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© DaimlerChrysler Classic
Gottlieb Daimler
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Er beginnt ein Maschinenbaustudium an der Polytechnischen Schule in Stuttgart und unternimmt während dieser Zeit Studienreisen nach Frankreich und England. Dann beginnt Daimlers vorbildliche Karriere mit zahlreichen Stationen, so dass man Daimler schon beinahe einen frühen „Job-Hopper“ nennen kann.
Besonders zwei Ereignisse prägen den jungen Ingenieur: 1865 lernt er Wilhelm Maybach kennen. Sie freunden sich an, und Maybach weicht beruflich fortan nicht mehr von Daimlers Seite. Und: 1872 übernimmt Daimler, natürlich mit Maybach im Schlepptau, die Leitung der Werkstätten in der Gasmotorenfabrik Deutz. Firmeninhaber Nicolaus Otto, der Erfinder des heute noch gebräuchlichen Viertaktmotors, überträgt Daimler die Aufgabe, den schweren, mit Leuchtgas betriebenen Otto-Motor zur Serienreife zu bringen. Ein Auftrag, den Daimler mit schwäbischer Gründlichkeit erfüllt.
Versuchswerkstatt im Gewächshaus
Doch das Verhältnis Daimlers zu Otto ist mit Spannungen überzogen, und nach zehn gemeinsamen Arbeitsjahren kommt es schließlich zum Bruch. Ausgestattet mit einer stattlichen Abfindung kann sich Daimler eine Villa in der Cannstatter Taubenheimstraße erwerben und lässt das Gewächshaus im Garten als Versuchswerkstatt einrichten. Hier beginnt die wahrscheinlich beste Zeit im Berufsleben Gottlieb Daimlers: Endlich autark und ohne Einmischung von außen tüftelt der Schwabe gemeinsam mit Maybach an der Verkleinerung des Viertaktmotors, um ihn in verschiedene mobile Fahrzeuge einbauen zu können.
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© DaimlerChrysler Classic
Das Reitrad.
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Das Gartenhäuschen wird nun schnell zu eng, woraufhin Daimler ein Fabrikgebäude bezieht. Hier bastelt das geniale Erfinderduo Daimler und Maybach weiter und baut den Motor in Draisinen, Lokomotiven, Straßenbahnen und sogar in ein Luftschiff ein.
Daimler-Motoren-Gesellschaft 1890 gegründet
Auf der Weltausstellung 1889 in Paris stellen sie den ersten 2-Zylinder-V-Motor vor. Und während Maybach eine Serie an Innovationen schafft, wie das erste Zahnradgetriebe, die Wasserkühlung oder den Vergaser, gründet Daimler mit zwei solventen Partnern 1890 die Daimler-Motoren-Gesellschaft und verkauft Daimler-Lizenzen nach Frankreich, England und in die USA. Doch auch die neuen Geschäftsbeziehungen stehen unter keinem guten Stern: Daimlers teure Forschungen stoßen bei seinen unternehmerisch denkenden Partnern nicht auf Gegenliebe. Die Differenzen gehen sogar so weit, dass Daimler kurzzeitig aus der Gesellschaft herausgedrängt wird – und auch nach der Rückkehr Daimlers in die DMG, können die Streitigkeiten nicht beigelegt werden.
Die Differenzen fordern ihren Tribut: Im Jahr 1899 verschlechtert sich der Gesundheitszustand des Ingenieurs dramatisch, und schließlich stirbt der 66-jährige, hoch verehrte Daimler am 6. März 1900 in Cannstatt. Im Jahr 1926 fusionieren die Daimler-Motoren-Gesellschaft und die Firma Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG.

