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Geniale Gedanken in Nullen und Einsen: Konrad Zuse

Konrad Zuse
Konrad Zuse
Visionen verändern unsere Welt. Konrad Zuse hatte so eine Vision. Sie sollte unsere Welt einschneidend und in nahezu allen Lebensbereichen verändern: Da er sich an der eintönigen Rechnerei an baustatistischen Formeln stört, sucht er eine Alternative, die ihm die Arbeit erleichtert – und entwickelt den ersten frei programmierbaren Computer der Welt im Wohnzimmer seiner Eltern.

Konrad Zuse, der Pionier der modernen Computertechnologie, wird am 22. Juni 1910 geboren. Er studiert Bauingenieurwesen an der Polytechnischen Hochschule Charlottenburg, einem Vorläufer der TU Berlin und schließt 1935 sein Studium ab. Seine anschließende Anstellung in der Luftfahrtindustrie ist nur von kurzer Dauer - Zuse ist fasziniert von seiner Idee, eine Maschine zu entwickeln, die den Ingenieuren Rechenarbeit abnehmen soll. Kurzerhand kündigt er und richtet sich im Wohnzimmer seiner Eltern in Berlin eine „Erfinderwerkstatt“ ein.

1938 stellt Zuse ein erstes Versuchsmodell, die Z1, fertig. Leider ist sie nie funktionstüchtig, da die Bauteile nicht zuverlässig arbeiten. Das Nachfolgemodell, die Z2, stattet Zuse 1940 mit einem elektronischen Rechenwerk aus Telefonrelais aus.
Z3
Der erste funktionsfähige Computer: die Z3.
Z3: Rechenautomat basiert auf dem binären Zahlensystem

Von dieser Technik überzeugt, baut er ein Jahr später die Z3, die Rechenwerk und Speicher aus Relais besitzt. Dieses Modell gilt heute als erster funktionsfähiger Computer. Das Revolutionäre: Der Rechenautomat basiert erstmals auf dem binären Zahlensystem, das 1679 von Gottfried Wilhelm Leibniz entwickelt wurde. In den folgenden Jahren arbeitet Zuse an „Plankalkül“, der wahrscheinlich ersten höheren EDV-Programmiersprache der Welt. Plankalkül ist ein Vorläufer der modernen, algorithmischen Programmiersprachen und umfasst auch Konzepte des logischen Programmierens. Zuses Ziel: Er will Maschinen erfinden, die nicht nur Rechenaufgaben, sondern auch Probleme aus der Kombinatorik bewältigen.

1949 gründet der Ingenieur die Zuse KG in Neukirchen und entwickelt weitere programmgesteuerte, elektromechanische Rechengeräte in Röhren und Transistortechnik. Mit der Z11 beginnt 1955 die Serienfertigung. Vor allem Firmen aus der optischen Industrie und Universitäten gehören zu den Kunden. 1957 wird der erste Rechner mit einem magnetischen Speicher produziert. Doch nach 251 in der Zuse KG hergestellten Computern ist Schluss. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten übernimmt die Siemens AG 1966 das Unternehmen. Vielfach ausgezeichnet und weltweit gewürdigt, steuert Zuse nach dem Verkauf auch weiterhin Ideen zur Informatik bei, doch die meiste Zeit verbringt er nun mit seiner zweiten Leidenschaft: der Malerei.

Am 18. Dezember 1995 stirbt Konrad Zuse, der Erfinder des ersten „mechanischen Gehirns", in Hünfeld.

Weiterführende Links

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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Ausgabe: 2006

Allgemeine Beschreibung: Wissenschafts- und Karrieremagazin für Schüler

Themenauflistung: Unterrichtskonzepte mit unterschiedlichen Aspekten des Werkes Konrad Zuse

Herausgeber/Verlag:
Ernst Klett Vertriebs-GmbH


Zielgruppe: Lehrkräfte

Verwendungszweck: Unterrichtsgestaltung

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