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Gold mit neuem Rennrahmen: René Wolff.
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Dass Ronny Hartnick einmal das Fahrrad entwickelt, mit dem René Wolff bei den Bahn-Weltmeisterschaften 2005 in Los Angeles Gold im Sprint erzielt, hätte der 26-Jährige als Kind kaum zu träumen gewagt.
Dabei spielten Fahrräder schon immer eine große Rolle im Leben des jungen Diplom-Ingenieurs. Mit 13 Jahren begann er selbst mit dem Radsport und begeisterte sich gleichzeitig für die damit verbundene Technik. Als er schließlich mehr an den Rädern bastelte als auf ihnen zu fahren, wuchs der Wunsch, sein Hobby zum Beruf zu machen. Gesagt, getan.
Ronny Hartnick begann ein Maschinenbau-Studium mit der Vertiefungsrichtung Leichtbau & Konstruktion an der Brandenburgisch Technischen Universität in Cottbus und knüpfte – natürlich bei einem Radrennen – erste Kontakte zu seinem heutigen Arbeitgeber, dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin. Das FES gilt als die Medaillenschmiede Deutschlands. Für zwölf Sportarten werden hier High-tech-Sportgeräte für den deutschen Spitzensport entwickelt und gebaut: Technisch ausgetüftelte Segelboote, Kanus, Bobs, Schlittschuhe oder eben Fahrräder unterstützen die Athleten bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen; sie verhelfen den Sportlern zu immer neuen Höchstleistungen.
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Ronny Hartnick (rechts).
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Der Kontakt vertiefte sich, Ronny Hartnick absolvierte während seines Grundstudiums ein erstes Praktikum beim Institut FES, arbeitete dort anschließend als Werkstudent, erstellte eine Studienarbeit und verfasste schließlich seine Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit dem Institut.
In dieser Arbeit ging es um die Konstruktion und Fertigung eines Bahn-Sprintrahmens für die deutsche Nationalmannschaft. „Dies umfasste einerseits fertigungstechnologische sowie aerodynamische Fragestellungen, da der Rahmen in Kohlefaserverbundbauweise gefertigt werden sollte“, erklärt der Radsport-Fan. „Darüber hinaus gehörte eine tiefgründige FEM-Untersuchung (Finite-Elemente-Methode) zu meiner Arbeit sowie die dreidimensionale Modellierung des kompletten Rahmens, der dazugehörige Werkzeugbau und die anschließende Fertigung eines Prototypen. Abschließend wurde eine messtechnische Untersuchung durchgeführt, um zu überprüfen, ob die geforderten Masse- und Steifigkeitsparameter eingehalten oder gar übertroffen werden.“
Der Erfolg seiner Arbeit ließ nicht lange auf sich warten: Noch im Prototypenstadium wurde der Rahmen bei den Bahn-Weltmeisterschaften 2005 in Los Angeles von René Wolff eingesetzt – und holte er Gold im Sprint.
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Der Bahn-Sprintrahmen für die deutsche Nationalmannschaft: Konstruiert und gefertigt von Ronny Hartnick.
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„Heute bin ich heilfroh, mein Studium durchgezogen zu haben, denn es ist schon ein langer Weg, bis man sich die Grundfertigkeiten eines Ingenieurs angeeignet hat“, so Ronny Hartnick. „Während des Grundstudiums stand ich zwei Mal vor dem kompletten Abbruch. Doch mit meiner Diplomarbeit hatte ich die Möglichkeit, mir mit den Kenntnissen aus dem Studium, der Unterstützung der Mitarbeiter des Instituts und der Hilfe meines Lehrstuhls an der BTU Cottbus, meinen Kindheitstraum zu erfüllen.“
Nach seiner Diplomarbeit wurde Ronny Hartnick beim Institut FES übernommen und geht dort weiter auf Medaillenjagd...
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