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Die vielfältigen Fachrichtungen des Ingenieurstudiums

Hörsaal, Bibliothek
Noch nie war das Leben in Industrie- und Alltagsgesellschaft so geprägt von Technik, Maschinen und Automatisierung. Die Zukunftsvisionen der Romane Jules Vernes aus dem 19. Jahrhundert sind heute in vielen Teilen Realität und noch so bizarr anmutende Science Fiction-Literatur unserer aktuellen Gegenwart wird in noch kürzerer Zeit vielleicht schon von der Wirklichkeit eingeholt sein. All das wird möglich durch gut ausgebildete, emsig forschende und projektorientiert arbeitende Ingenieure. Sie schlagen die Brücke in die Zukunft und bilden die Speerspitze des Fortschritts. Der Bedarf an qualifizierten Ingenieuren ist immens groß und wird nach Einschätzung des VDI auch in Zukunft wachsen. Selbst in Zeiten von Wirtschaftskrise und stagnierendem Wachstum können mehr als 10.000 offene Stellen nicht besetzt werden. Dabei sind die Konditionen für junge Absolventen sehr gut. Die Hälfte der jungen Ingenieure mit Uni-Abschluss bringt ein Einstiegsgehalt von fast 40.000 Euro pro Jahr mit nach Hause. Alles gute Gründe um ein Studium im Bereich Ingenieurwesen zu beginnen.

Nur leider hat der vom Arbeitsmarkt so begehrte Absolvent als Studienanfänger die Qual der Wahl. Im Herbst 2009 gab es laut Hochschulrektorenkonferenz an deutschen Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien insgesamt über 2500 ingenieurwissenschaftliche Studiengänge unterschiedlichster Fachrichtungen. Ein unwahrscheinlich breites Spektrum, das einerseits recht unterschiedliche Qualifikationen erfordert, andererseits zu sehr unterschiedlichen Tätigkeiten in der beruflichen Praxis führt.

Die Hauptgruppen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Verfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieur und Bauingenieur sind schnell genannt. Allerdings gibt es für jeden dieser Fachbereiche eine Vielzahl spezieller Vertiefungsrichtungen, die dann auch noch an unterschiedlichen Hochschulen studiert werden können. Die Kernfrage, die sich jungen Ingenieuren vor der Immatrikulation stellt, lautet also: Universelle Einsetzbarkeit oder Spezialisierung? Natürlich kann man eine breit angelegte Studienrichtung wie Allgemeine Elektrotechnik, Fertigungs- und Konstruktionstechnik (Maschinenbau) oder den Konstruktiven Ingenieurbau (Bauingenieurwesen) studieren. Das breit angelegte Wissen bringt möglicherweise Vorteile auf dem Arbeitsmarkt hinsichtlich verschiedenartiger Einsatzmöglichkeiten. Gleichzeitig werden diese Fächer in der Regel nur an großen Hochschulen angeboten und haben somit auch entsprechend große Studentenzahlen aufzuweisen.

Andererseits kann man sich mit seiner Studienfachwahl schon relativ stark spezialisieren und mit Flugzeugbau, Bankinformatik, Umwelt- und Ressourcenmanagement oder sogar einer eigenen Fachausbildung zum Ingenieur für carbonfaserverstärkte Kunststoffe beginnen. Die zielgerichtete und punktuelle Ausbildung qualifiziert die Absolventen für die speziellen Aufgaben des Studienfachs, die Hochschulen und die Studentenzahlen sind meist kleiner und das Betreuungsverhältnis ist dementsprechend besser. Mit der Aufnahme eines solchen Spezialstudiums kann man natürlich genau das persönliche Interessengebiet abdecken und auf den späteren Traumjob hoffen. Trotz der momentan starken Nachfrage sind die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt in diesen Spezialfachrichtungen aber insgesamt begrenzter.

Unsere wirtschaftliche und technische Gegenwart ist schnelllebig. Die Bedeutung einzelner Branchen als Arbeitsfeld für junge Ingenieure kann sich relativ schnell ändern. Produkte und Märkte sind einem fortdauernden Wandel unterworfen. Wer gestern noch CD-Player entwickelt, gebaut oder verbessert hat, muss sich heute mit MP3-Technik befassen oder morgen schon mit anderen revolutionären Möglichkeiten der Musikwiedergabe.

Grundsätzlich sollte man auf eine methodenorientierte Ausbildung Wert legen (z.B. Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik, Anlagenbau) und nur in einem speziellen Teilbereich die Kenntnisse vertiefen. Spezialisierungen beweisen, dass man in der Lage ist, sich in kurzer Zeit in neue Bereiche einzuarbeiten und Probleme zu lösen. Solche projekt- und methodenorientierten Herausforderungen werden im beruflichen Alltag ohnehin fortwährend auf einen zukommen.

Neben allem Stress, den die richtige Fachwahl bereitet, sollte man allerdings nicht vergessen, dass sich ein guter Ingenieur neben solidem Grundlagenwissen auch durch Kenntnisse aus vielen anderen Bereichen auszeichnet. Konstruieren und Planen setzt Kreativität, strukturelles Denken und sichere PC-Kenntnisse voraus. Produkte, die entwickelt und verbessert wurden, müssen in den Markt gebracht, das heißt, verkauft werden. Auch hier sind technische Erklärungen, Präsentationstechniken und ein gewisses Maß an Rhetorik notwendig. Wirtschaftlichen, sozialen, ethischen Fragestellungen und Umweltaspekten muss der moderne Ingenieur genauso aufgeschlossen gegenüberstehen wie rein technischen Problemen. Lebenslanges Lernen und interdisziplinäres Denken bekommt immer höheren Stellenwert.

So unterschiedlich die einzelnen Ingenieurfachrichtungen auch sind, so schwierig die Auswahl aus dem Überangebot auch sein mag, das Wesentliche des Ingenieurberufs bleiben immer noch die Dinge, die sich bewegen! Also angehende Ingenieure, auf geht’s, bewegt euch!

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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Studierende im Ingenieurwesen haben eine große Auswahl an Studiengängen. Da ist für jeden etwas dabei!

Kurzbeschreibung: "Das multimediale Infotainment zum Thema Ingenieurstudiengänge und -berufe - entstanden in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen.
Zwei sympathische Moderatoren erläutern 25 Fragen, die Schüler und Studenten fomuliert haben. So werden nicht nur zahlreiche Fachinformationen präsentiert, sondern auch viele allgemeine Tipps gegeben.
Eine interaktive Videotour, 46 weitere Videoclips, eine Studienortsuche und viele Informationsseiten vermitteln ein solides Basiswissen. (DVD-ROM, 5. Auflage, 2011)"

Themenauflistung: Berufsbild "Ingenieur", Hochschule und Studium, Wegweiser, Blick in die Arbeitswelt

Herausgeber/Autor: think ING.

Ausgabe: 5. Auflage, 2011

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Arbeitsämter

Verwendungszweck: allgemeine Information

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