Bauingenieurwesen
Das Studium des Stahlbaus
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© änte - Photocase.de
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Stahlbauingenieure arbeiten mit einem High-Tech-Material, das eine lange Tradition hat. Denn die Legierung aus Eisen mit unterschiedlich großen Mengen von Kohlenstoff ist der Menschheit schon seit dem 1. Jahrtausend vor Christus bekannt. Stähle sind die am meisten verwendeten metallischen Werkstoffe. Je nach gewünschter Eigenschaft kann das optimale Produkt für verschiedene Anwendungsbereiche hergestellt werden. Weiches Weißblech für Konservendosen, Damaszener-Stahl für flexible, aber trotzdem stahlharte Klingen, Edelstahl für höchste Qualitätsansprüche, nicht rostender Stahl oder moderne Entwicklungen wie gleichzeitig feste und trotzdem verformbare Stähle.
Vielfältiges Einsatzgebiet
So hart wie diese Stähle ist die Jobsuche für Ingenieure ja schon längst nicht mehr, aber für das Studium der Fachrichtung Stahlbau benötigt man schon eine gute Portion Fleiß, Interesse für Werkstoffe und Konstruktionen sowie ein belastbares mathematisch-technisches Wissen. Darf man dann endlich den begehrten Ingenieur-Titel im Namen führen, stehen interessante Berufsfelder offen, denn die Einsatzgebiete liegen nicht nur im klassischen Stahlbau, sondern auch im Anlagenbau und in den benachbarten Ingenieurdisziplinen des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik. Nicht umsonst prophezeien Experten angehenden Stahlbau-Ingenieuren glänzende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Stahlharte Tatsachen gibt es überall: Maschinen und Fahrzeugtechnik, Brückenkonstruktionen und Hochhaus-Bauten, Fassaden und filigrane Architektur oder Spezialbereiche wie Seilbahnen, Tunnel- oder Pipeline-Röhren. Bei den meisten Konstruktionen und von Ingenieuren entwickelten Maschinen ist Stahl immer mit dabei. Ohne diese traditionsreiche, aber hochmoderne metallische Legierung ist stabiles Bauen überhaupt nicht mehr denkbar.
Als Studiengang wird Stahlbau sowohl eigenständig an FHs als auch integriert in den Fachbereich Bauingenieurwesen an Universitäten angeboten. An manchen Unis gibt’s auch viersemestrige Zusatzstudiengänge für fertige Ingenieure, die sich mit dem Spezialwissen im Stahlbau noch weiter qualifizieren möchten. Ebenso hat Stahl im Bereich des Werkstoffingenieurwesens oder der Metallurgie einen festen Platz. Allerdings geht es da nicht um Konstruktionen und Stahlbauten, sondern um die Gewinnung, Verhüttung, Herstellung und die Legierungs-Verfahren.
Im Regelstudiengang wird in den ersten Semestern jedenfalls mit den klassischen Grundlagenfächern begonnen – hauptsächlich Mathematik, aber auch etwas Physik und Chemie. Gerade die mathematischen Verfahren und numerischen Methoden müssen beherrscht werden, denn zur Lösung anspruchsvoller Aufgaben im Stahlbau sind sie unbedingt erforderlich. Das reicht von der partiellen Differentialgleichung bis hin zur Fourier-Reihe. Außerdem kommen noch die - auch im Bauingenieurwesen wichtigen - Bereiche Baustatik, Bauphysik und Festigkeitslehre hinzu. Diese Methoden sind zur Lösung von Konstruktionsaufgaben unabdingbar, nur so können Schwingungsprobleme berechnet und dynamische Kenngrößen von Bauwerken ermittelt werden. Dabei spielt auch die Bauinformatik eine große Rolle, denn die Planung ihrer Arbeiten führen Stahlbau-Ingenieure mit Hilfe von konstruktivem Zeichnen und CAD ausschließlich am Computer durch.
Die Praxis kommt nicht zu kurz
Hat man all diese Grundlagenfächer verinnerlicht, folgen die eigentlichen Vertiefungsrichtungen im Stahlbau. Dazu zählen: Schweißtechnik, Metallurgie und Bruchmechanik, Verbundkonstruktionen, Stahlhochbau und Brandschutz, Stahlbrückenbau, Kranbau, Fassadentechnik sowie der Bereich Fertigung, Montage und Kalkulation. Noch „stählernere Inhalte“ bieten dann Spezialfächer wie Stahlbehälterbau, Stahlbauwerk-Sanierung, Stahlwasserbau oder Metall- und Leichtbau. Zudem muss man bei einer wissenschaftlichen Projektarbeit im Labor oder bei einem Praktikum in Kooperation mit einem Industrie-Unternehmen beweisen, dass man das erlernte Wissen auch interdisziplinär anwenden kann. Ach ja, die Masterarbeit muss man neben all dem natürlich auch noch schreiben …
Jobs gibt’s nach dem Studium weltweit. Ach, übrigens: Die Erdkruste besteht zwar zu fünf Prozent aus Eisen, dem wichtigsten Ausgangsmaterial für Stahl, aber die Nachfrage der Industrie ist so groß, dass der gegenwärtige Rohstoffbedarf nicht gedeckt werden kann. Das gilt natürlich auch für ausgebildete Stahlbau-Ingenieure …
Vielfältiges Einsatzgebiet
So hart wie diese Stähle ist die Jobsuche für Ingenieure ja schon längst nicht mehr, aber für das Studium der Fachrichtung Stahlbau benötigt man schon eine gute Portion Fleiß, Interesse für Werkstoffe und Konstruktionen sowie ein belastbares mathematisch-technisches Wissen. Darf man dann endlich den begehrten Ingenieur-Titel im Namen führen, stehen interessante Berufsfelder offen, denn die Einsatzgebiete liegen nicht nur im klassischen Stahlbau, sondern auch im Anlagenbau und in den benachbarten Ingenieurdisziplinen des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik. Nicht umsonst prophezeien Experten angehenden Stahlbau-Ingenieuren glänzende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Stahlharte Tatsachen gibt es überall: Maschinen und Fahrzeugtechnik, Brückenkonstruktionen und Hochhaus-Bauten, Fassaden und filigrane Architektur oder Spezialbereiche wie Seilbahnen, Tunnel- oder Pipeline-Röhren. Bei den meisten Konstruktionen und von Ingenieuren entwickelten Maschinen ist Stahl immer mit dabei. Ohne diese traditionsreiche, aber hochmoderne metallische Legierung ist stabiles Bauen überhaupt nicht mehr denkbar.
Als Studiengang wird Stahlbau sowohl eigenständig an FHs als auch integriert in den Fachbereich Bauingenieurwesen an Universitäten angeboten. An manchen Unis gibt’s auch viersemestrige Zusatzstudiengänge für fertige Ingenieure, die sich mit dem Spezialwissen im Stahlbau noch weiter qualifizieren möchten. Ebenso hat Stahl im Bereich des Werkstoffingenieurwesens oder der Metallurgie einen festen Platz. Allerdings geht es da nicht um Konstruktionen und Stahlbauten, sondern um die Gewinnung, Verhüttung, Herstellung und die Legierungs-Verfahren.
Im Regelstudiengang wird in den ersten Semestern jedenfalls mit den klassischen Grundlagenfächern begonnen – hauptsächlich Mathematik, aber auch etwas Physik und Chemie. Gerade die mathematischen Verfahren und numerischen Methoden müssen beherrscht werden, denn zur Lösung anspruchsvoller Aufgaben im Stahlbau sind sie unbedingt erforderlich. Das reicht von der partiellen Differentialgleichung bis hin zur Fourier-Reihe. Außerdem kommen noch die - auch im Bauingenieurwesen wichtigen - Bereiche Baustatik, Bauphysik und Festigkeitslehre hinzu. Diese Methoden sind zur Lösung von Konstruktionsaufgaben unabdingbar, nur so können Schwingungsprobleme berechnet und dynamische Kenngrößen von Bauwerken ermittelt werden. Dabei spielt auch die Bauinformatik eine große Rolle, denn die Planung ihrer Arbeiten führen Stahlbau-Ingenieure mit Hilfe von konstruktivem Zeichnen und CAD ausschließlich am Computer durch.
Die Praxis kommt nicht zu kurz
Hat man all diese Grundlagenfächer verinnerlicht, folgen die eigentlichen Vertiefungsrichtungen im Stahlbau. Dazu zählen: Schweißtechnik, Metallurgie und Bruchmechanik, Verbundkonstruktionen, Stahlhochbau und Brandschutz, Stahlbrückenbau, Kranbau, Fassadentechnik sowie der Bereich Fertigung, Montage und Kalkulation. Noch „stählernere Inhalte“ bieten dann Spezialfächer wie Stahlbehälterbau, Stahlbauwerk-Sanierung, Stahlwasserbau oder Metall- und Leichtbau. Zudem muss man bei einer wissenschaftlichen Projektarbeit im Labor oder bei einem Praktikum in Kooperation mit einem Industrie-Unternehmen beweisen, dass man das erlernte Wissen auch interdisziplinär anwenden kann. Ach ja, die Masterarbeit muss man neben all dem natürlich auch noch schreiben …
Jobs gibt’s nach dem Studium weltweit. Ach, übrigens: Die Erdkruste besteht zwar zu fünf Prozent aus Eisen, dem wichtigsten Ausgangsmaterial für Stahl, aber die Nachfrage der Industrie ist so groß, dass der gegenwärtige Rohstoffbedarf nicht gedeckt werden kann. Das gilt natürlich auch für ausgebildete Stahlbau-Ingenieure …

