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Bauingenieurwesen
Wasserbau, Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft
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© Sascha F. - Fotolia.com
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Trinkwasser kommt aus dem Wasserhahn, das Abwasser verschwindet im Abfluss oder in der Toilette. Für die meisten Menschen in Europa ist das selbstverständlich. Doch kaum einer weiß, woher das Wasser wirklich kommt und wohin es fließt. Und in vielen Ländern ist Wasser ein kostbares, seltenes Gut, auf das die Menschen nur schwer Zugriff haben. Zudem ist es dort oft verschmutzt und verursacht schwere Krankheiten. Dabei ist Wasser die Grundlage allen Lebens. Die Aufgabe von Wasserbauingenieuren und Ingenieuren der Wasser-, Abwasser- und Abfallwirtschaft besteht darin, diese Ressource weltweit schonend zu nutzen und vor Gefahren zu schützen.
Es geht also um nichts Geringeres als den Erhalt der Umwelt – ein hoher Anspruch. Deshalb wird diese Vertiefungsrichtung an einigen Hochschulen auch Umwelttechnik oder -wissenschaft genannt. Sie bietet viele Tätigkeitsfelder. Bauingenieure dieser Fachrichtung kümmern sich um die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser, das in klimatisch gemäßigten Gebieten aus Brunnen, Flüssen und Seen oder dem Grundwasser stammt. In trockenen Weltregionen ist das schon schwieriger. Hier werden tiefe Brunnen gebohrt oder Salzwasseraufbereitungsanlagen errichtet. Dort, wo jeder Tropfen zählt, muss das Wasser möglichst ohne Verluste transportiert und verteilt werden.
Abwasserreinigung ist Umweltschutz
Während die Technik der Wassergewinnung und -verteilung schon den Römern bekannt war, ist die Abwasserbehandlung eine jüngere Disziplin. Spätestens seit Beginn der Industrialisierung verkamen europäische Flüsse und Seen zu Kloaken. Deshalb begann man, das Abwasser zu reinigen. Heute ist die Abwasserreinigung eine komplexe Wissenschaft, die sich nicht nur um gewöhnliche Haushaltsabwässer kümmert, sondern auch um die Reinigung hochgradig verschmutzter und mit Giften belasteter Industrieabwässer. Ziel ist es, Oberflächengewässer und Grundwasser sauber zu halten und die Basis für künftiges Leben zu schützen.
Ingenieure der Abwasserwirtschaft, auch Siedlungswasserwirtschaft genannt, planen und bauen Regen- und Abwasserkanäle und Kläranlagen, untersuchen komplexe physikalische und chemische Vorgänge der Abwasserbehandlung und forschen an neuen Reinigungsmethoden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn die meisten Flüsse und Seen in Deutschland sind mittlerweile wieder so sauber, wie sie es seit Jahrzehnten nicht waren. Doch es bleibt viel zu tun.
Am Wasser gebaut
Wasserbauingenieure befassen sich vor allem mit Bauwerken im oder am Wasser. Zum Berufsbild gehören Planung, Bau und Unterhalt von Staudämmen, Wehren, Deichen und Hafenanlagen, aber auch naturnaher Gewässerausbau, Hochwasserschutz und Wasserkraftwerke. Ingenieure der Wasserwirtschaft oder Hydrologen sehen dagegen mehr das Gesamtbild. Sie untersuchen, wie viel Wasser von wo kommt, planen die optimale Verteilung und Nutzung und kümmern sich um den Gewässerschutz.
Umweltproblem Müll
Immer wichtiger wird heute die Abfallwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen die Stoffkreisläufe. Neben der Vermeidung von Abfällen – dem vorrangigen Ziel – geht es dabei um die Verwertung von Rohstoffen und das Recycling. Ingenieure der Abfallwirtschaft erstellen Abfallwirtschaftskonzepte, planen und bauen Kompostierungs-, Müllverbrennungs- und Aufbereitungsanlagen und Deponien. Weitere Aufgabenfelder sind die Untersuchung, Bewertung und Sanierung von kontaminierten Böden und Altlasten, die das Grundwasser gefährden.
Spezialisierung
Während des 6-semestrigen Bachelor-Studiengangs erhalten die Studierenden ein breit gefächertes Wissen im mathematischen sowie natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Nach drei Semestern beginnt dann die Spezialisierung in der jeweiligen Vertiefungsrichtung. Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Wasserbau, Hydraulik, Hydrologie, Siedlungswasserwirtschaft, Trinkwasseraufbereitung, Abfallwirtschaft. Die Informatik nimmt einen breiten Rahmen ein, denn die numerische Simulation von Fließvorgängen im Rechner gehört in fast allen Fächern zum Standard. Je nach Hochschule gehören auch Bereiche wie Grundbau und Bodenmechanik dazu, denn Wasserbau findet immer im oder auf dem Erdreich statt. Während des Vertiefungsstudiums kristallisiert sich dann heraus, ob sich die künftigen Ingenieure auf Wasserbau, Wasserwirtschaft, Abwasser- oder Abfallwirtschaft konzentrieren. Wer sich anschließend für ein aufbauendes Master-Studium entscheidet, kann sein Wissen nicht nur weiter vertiefen, sondern auch lernen es selbstständig einzusetzen.
Gute Zukunftsaussichten
Ist das Studium geschafft, bieten sich den auf Wasser, Abwasser und Abfall spezialisierten Ingenieuren vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Sei es im öffentlichen Dienst oder bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Wasserversorgern, Abwasserverbänden und Stadtwerken oder in Ingenieurbüros und Bauunternehmen. Neben dem Fachwissen sind dabei zunehmend Managementfähigkeiten gefragt, denn der Ingenieur muss schnell und kompetent Entscheidungen von oft großer Tragweite fällen. Auch die Chance, im Ausland zu arbeiten, ist groß, denn deutsche Unternehmen gehören in der Wasser- und Abwassertechnologie zu den weltweit führenden Anbietern. Da werden Fachleute immer gebraucht – und die Bedeutung der Ressource Wasser wird weiter zunehmen.
Es geht also um nichts Geringeres als den Erhalt der Umwelt – ein hoher Anspruch. Deshalb wird diese Vertiefungsrichtung an einigen Hochschulen auch Umwelttechnik oder -wissenschaft genannt. Sie bietet viele Tätigkeitsfelder. Bauingenieure dieser Fachrichtung kümmern sich um die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser, das in klimatisch gemäßigten Gebieten aus Brunnen, Flüssen und Seen oder dem Grundwasser stammt. In trockenen Weltregionen ist das schon schwieriger. Hier werden tiefe Brunnen gebohrt oder Salzwasseraufbereitungsanlagen errichtet. Dort, wo jeder Tropfen zählt, muss das Wasser möglichst ohne Verluste transportiert und verteilt werden.
Abwasserreinigung ist Umweltschutz
Während die Technik der Wassergewinnung und -verteilung schon den Römern bekannt war, ist die Abwasserbehandlung eine jüngere Disziplin. Spätestens seit Beginn der Industrialisierung verkamen europäische Flüsse und Seen zu Kloaken. Deshalb begann man, das Abwasser zu reinigen. Heute ist die Abwasserreinigung eine komplexe Wissenschaft, die sich nicht nur um gewöhnliche Haushaltsabwässer kümmert, sondern auch um die Reinigung hochgradig verschmutzter und mit Giften belasteter Industrieabwässer. Ziel ist es, Oberflächengewässer und Grundwasser sauber zu halten und die Basis für künftiges Leben zu schützen.
Ingenieure der Abwasserwirtschaft, auch Siedlungswasserwirtschaft genannt, planen und bauen Regen- und Abwasserkanäle und Kläranlagen, untersuchen komplexe physikalische und chemische Vorgänge der Abwasserbehandlung und forschen an neuen Reinigungsmethoden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn die meisten Flüsse und Seen in Deutschland sind mittlerweile wieder so sauber, wie sie es seit Jahrzehnten nicht waren. Doch es bleibt viel zu tun.
Am Wasser gebaut
Wasserbauingenieure befassen sich vor allem mit Bauwerken im oder am Wasser. Zum Berufsbild gehören Planung, Bau und Unterhalt von Staudämmen, Wehren, Deichen und Hafenanlagen, aber auch naturnaher Gewässerausbau, Hochwasserschutz und Wasserkraftwerke. Ingenieure der Wasserwirtschaft oder Hydrologen sehen dagegen mehr das Gesamtbild. Sie untersuchen, wie viel Wasser von wo kommt, planen die optimale Verteilung und Nutzung und kümmern sich um den Gewässerschutz.
Umweltproblem Müll
Immer wichtiger wird heute die Abfallwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen die Stoffkreisläufe. Neben der Vermeidung von Abfällen – dem vorrangigen Ziel – geht es dabei um die Verwertung von Rohstoffen und das Recycling. Ingenieure der Abfallwirtschaft erstellen Abfallwirtschaftskonzepte, planen und bauen Kompostierungs-, Müllverbrennungs- und Aufbereitungsanlagen und Deponien. Weitere Aufgabenfelder sind die Untersuchung, Bewertung und Sanierung von kontaminierten Böden und Altlasten, die das Grundwasser gefährden.
Spezialisierung
Während des 6-semestrigen Bachelor-Studiengangs erhalten die Studierenden ein breit gefächertes Wissen im mathematischen sowie natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Nach drei Semestern beginnt dann die Spezialisierung in der jeweiligen Vertiefungsrichtung. Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Wasserbau, Hydraulik, Hydrologie, Siedlungswasserwirtschaft, Trinkwasseraufbereitung, Abfallwirtschaft. Die Informatik nimmt einen breiten Rahmen ein, denn die numerische Simulation von Fließvorgängen im Rechner gehört in fast allen Fächern zum Standard. Je nach Hochschule gehören auch Bereiche wie Grundbau und Bodenmechanik dazu, denn Wasserbau findet immer im oder auf dem Erdreich statt. Während des Vertiefungsstudiums kristallisiert sich dann heraus, ob sich die künftigen Ingenieure auf Wasserbau, Wasserwirtschaft, Abwasser- oder Abfallwirtschaft konzentrieren. Wer sich anschließend für ein aufbauendes Master-Studium entscheidet, kann sein Wissen nicht nur weiter vertiefen, sondern auch lernen es selbstständig einzusetzen.
Gute Zukunftsaussichten
Ist das Studium geschafft, bieten sich den auf Wasser, Abwasser und Abfall spezialisierten Ingenieuren vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Sei es im öffentlichen Dienst oder bei öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Wasserversorgern, Abwasserverbänden und Stadtwerken oder in Ingenieurbüros und Bauunternehmen. Neben dem Fachwissen sind dabei zunehmend Managementfähigkeiten gefragt, denn der Ingenieur muss schnell und kompetent Entscheidungen von oft großer Tragweite fällen. Auch die Chance, im Ausland zu arbeiten, ist groß, denn deutsche Unternehmen gehören in der Wasser- und Abwassertechnologie zu den weltweit führenden Anbietern. Da werden Fachleute immer gebraucht – und die Bedeutung der Ressource Wasser wird weiter zunehmen.

