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Elektrotechnik

Das Studium der Automatisierungstechnik

Das Studium der Automatisierungstechnik
Ein frühes Beispiel der Automatisierungstechnik ist die von Henry Ford erfundene Fließbandarbeit. Was früher noch mechanisch geregelt wurde, setzt sich heute per Knopfdruck am PC in Bewegung. Alle automatisch ablaufenden Prozesse in Fabriken und Gebäuden werden mit den Methoden der Automatisierungstechnik gesteuert, geregelt, gemessen, kontrolliert und optimiert. Die meisten Produktionsanlagen sind heutzutage nahezu vollständig automatisiert.

Der Fachbereich selbst hat sich stark weiterentwickelt. Lange Zeit lagen die Schwerpunkte auf Messtechnik und Automatisierungsgerätschaften, deren Aufbau durch Mechanik, Elektrotechnik und Pneumatik gekennzeichnet war. Mittlerweile spielt die Digitaltechnik eine herausragende Rolle. Rechnersysteme, Mikroprozessoren und prozessorientierte Methoden steuern riesige mechatronische Systeme aus Leistungselektronik und elektrischen Antrieben. Viel neues Wissen ist daher für den Ingenieur hinzugekommen. Ohne Informatik- und Kommunikationskenntnisse läuft nichts mehr. Objektorientierte Programmierung, Netzwerktechnik und Datenbanken stehen in engem Bezug zu den vollautomatischen Abläufen industrieller Produktionsprozesse. Da die Anforderungen der Industrie im Hinblick auf Herstellungszeit, Kosten und Qualität immer größere Bedeutung erlangen, werden neben dem technischen Wissen auch praktisch anwendbare Kenntnisse aus dem Projekt- und Qualitätsmanagement verlangt.

Von der Automobilbranche bis zum Kraftwerk
Die Anwendungen in der Industrie sind so weitreichend und branchenübergreifend, dass sie jede Produktions- und verfahrenstechnische Anlage umfassen, sei es in der Automobilproduktion, in der chemischen Industrie, bei der Lebensmittelherstellung oder in einem Kraftwerk. Neben diesen kompletten Prozessen gilt es aber auch spezielle Techniken zu entwickeln und zu steuern. Hierzu zählen Industrie-Roboter, Werkzeugmaschinen, Verbrennungsmotoren, Kraftfahrzeuge sowie hydraulische und pneumatische Antriebe.

Durch die Innovationen der letzten 20 Jahre hat sich zwar die Bezeichnung des Studiengangs etabliert, vielfach bieten Hochschulen die Inhalte der Automatisierungstechnik aber auch unter folgenden Überschriften an: Regelungstechnik, Messtechnik, Steuerungstechnik, Prozessautomatisierung, Fertigungsmesstechnik und andere. Man sollte genau prüfen, in welchem Bereich sich die jeweilige Hochschule spezialisiert hat.

Umfassendes Wissen über Naturwissenschaften hinaus
Egal ob eigenständiger Studiengang an FH oder Technischer Hochschule beziehungsweise Vertiefungsrichtung an der Universität – gestartet wird erst einmal mit den mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen sowie einer Menge Elektrotechnik und Informatik. Dann geht’s ans Eingemachte. Ab dem vierten Semester stehen die Spezialbereiche der Automatisierungstechnik auf dem Stundenplan. Das kann Regelungs- und Messtechnik sein, Modultechnik, Antriebssteuerung, Produktionsleitsysteme, Software-Engineering, aber auch Schaltnetzteile, Robotik, Sensorik und Mikrosystemtechnik, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Organisationspsychologie.

So groß wie die produzierende Industrie, so umfassend ist auch das vermittelte Wissen im Studiengang der Automatisierungstechnik. Man lernt interdisziplinär zu denken, denn nur eine gute Mixtur von Kenntnissen aus Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau macht komplexe technologische Prozesse beherrsch- und steuerbar. Der Rest kommt dann hoffentlich ganz automatisch …

20.05.2012 | 20:00:23

Mai Dang-Goy • Experten-Foren

Thema: Berufsbild Facility Manager

Text: Hallo, der Fachkräftemangel zieht sich durch alle Ingenieurwissenschaften. Der Berufsverband der Facility Manager ist die Gefma e.V. Diese hat eine...

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