Maschinenbau
Das Studium der Schiffstechnik
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© Jan Rasmussen
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Manche Philosophen behaupten ja, wenn man ein Schiff bauen will, muss man seinen Mitarbeitern zuerst die Sehnsucht nach der endlosen Weite des Meeres lehren. Und, keine Frage, den Salzgeschmack des Meeres lieben sicher auch die meisten Studenten und Ingenieure der Schiffstechnik, zumal viele Werft-Standorte an der deutschen Nord- und Ostseeküste liegen.
Schiffsbau und Schiffstechnik in der Arbeitswelt
Im Gegensatz zu fernöstlichen Ländern wie Japan, Korea und China setzen deutsche Werften und Schiffszulieferer statt Massengutfrachtern und Tankern auf Hightech und Top-Qualität. So ist die Meyer-Werft in Papenburg ein weltweit gefragter Anbieter hochentwickelter Kreuzfahrtschiffe, die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Kiel gilt als führender Hersteller modernster U-Boote und ThyssenKrupp Marine Systems in Hamburg hat volle Auftragsbücher, weil man sich auf Mega-Luxusjachten jenseits der Länge von 60 Metern spezialisiert hat. „Die deutsche Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie erntet derzeit die Früchte des über Jahre entwickelten Know-how-Vorsprungs. Manche Firmen könnten bis zu 20 Prozent mehr Aufträge hereinnehmen, wenn es gelänge, den Personalbestand entsprechend aufzustocken“, berichtet Dr. Alexander Nürnberg, Vorsitzender der VDMA-Arbeitsgruppe Schiffbau, im Fachmagazin MarineForum im September 2007.
Auf dieser Welle des Erfolgs sollte man mitsurfen. Aber worum geht’s eigentlich genau in diesem Ingenieurbereich, der sich mit schwimmender Technik fürs nasse Element beschäftigt? Klar, Schiffe und Schiffsausrüstungen müssen geplant, projektiert und konstruiert werden. Zudem unterteilt man in die beiden wichtigen Unterkategorien Schiffsbau und des Schiffsmaschinenbau. Erstere verarbeitet Erkenntnisse der Hydrodynamik in Bezug auf das Manövrier- und Seegangsverhalten, die geometrische Form des Rumpfes und die Umsetzung in Stahl, Blech, Holz oder anderen Werkstoffen. Letztere betrifft all das, was im Schiff drin steckt: riesige Dieselmotoren oder Gasturbinen, Antriebs-, Steuer- und Navigationstechnik sowie Anlagenkonstruktionen und Sicherheitssysteme. Egal, ob man nach Studienabschluss als Entwicklungs-, Konstruktions-, Betriebs- oder Fertigungsingenieur eingesetzt wird, das Spektrum des Wissens ist breit, erfordert doch ein Supertanker oder ein Containerschiff ein völlig anderes Spezialwissen als ein Luxuskreuzer oder ein U-Boot.
Nicht nur im Norden gibt es Studienmöglichkeiten
Die Studienangebote finden sich demnach auch in erster Linie an Orten wie Bremen, Flensburg und Kiel, aber selbst die Uni Duisburg-Essen hat den traditionsreichen Studiengang als Vertiefungsrichtung im Maschinenbau im Angebot. Nimmt man die ganze Schiffszulieferindustrie vom Dieselmotor bis zur Satellitennavigation hinzu, erstreckt sich der Schiffbau sogar über ganz Deutschland.
Das Studium deckt die gesamte Palette der Anforderungen ab. In den Anfangssemestern muss - ähnlich wie im Maschinenbaustudium – erst einmal eine solide Grundlage geschaffen werden. Vor dem Basiswissen aus Mathe, Physik und Chemie plus einer Portion Mechanik, Konstruktionslehre, Elektro- sowie Werkstofftechnik kann kein angehender Schiffbau-Ingenieur davonschwimmen. In den weiterführenden Semestern des Hauptstudiums wird es dann spezieller, denn sowohl die Konstruktionslehre, die Hydromechanik und die Schwimmfähigkeit als auch die Stabilität von Schiffen steht auf dem Lehrplan. Hinzu kommt der Teilbereich Schiffsmaschinenbau, die Schiffselektronik und spezielle Messtechniken.
Auch persönliche Schwerpunkte können nun festgezurrt werden: Entwurf von Spezialschiffen über und unter der Meeresoberfläche, Jachtdesign, Werft-, Hafen- und Reedereibetrieb oder das Verhalten von Schiffen bei Seegang oder Vibrationen. Fachübergreifende Kenntnisse aus Betriebswirtschaftslehre, Projektmanagement und Recht ergänzen die rein seemännische Thematik und bei mehrmonatigen Praktika in der Industrie kann man testen, was von all dem universitären Wissen im Ingenieursalltag Anwendung findet.
Das Studium des Schiffbaus oder der Schiffstechnik eignet sich also auch bestens für Landratten. Aber wer als Ingenieur was Schwimmendes konstruiert, will wahrscheinlich ohnehin irgendwann mal in See stechen. Ahoi und volle Kraft voraus!
Schiffsbau und Schiffstechnik in der Arbeitswelt
Im Gegensatz zu fernöstlichen Ländern wie Japan, Korea und China setzen deutsche Werften und Schiffszulieferer statt Massengutfrachtern und Tankern auf Hightech und Top-Qualität. So ist die Meyer-Werft in Papenburg ein weltweit gefragter Anbieter hochentwickelter Kreuzfahrtschiffe, die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Kiel gilt als führender Hersteller modernster U-Boote und ThyssenKrupp Marine Systems in Hamburg hat volle Auftragsbücher, weil man sich auf Mega-Luxusjachten jenseits der Länge von 60 Metern spezialisiert hat. „Die deutsche Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie erntet derzeit die Früchte des über Jahre entwickelten Know-how-Vorsprungs. Manche Firmen könnten bis zu 20 Prozent mehr Aufträge hereinnehmen, wenn es gelänge, den Personalbestand entsprechend aufzustocken“, berichtet Dr. Alexander Nürnberg, Vorsitzender der VDMA-Arbeitsgruppe Schiffbau, im Fachmagazin MarineForum im September 2007.
Auf dieser Welle des Erfolgs sollte man mitsurfen. Aber worum geht’s eigentlich genau in diesem Ingenieurbereich, der sich mit schwimmender Technik fürs nasse Element beschäftigt? Klar, Schiffe und Schiffsausrüstungen müssen geplant, projektiert und konstruiert werden. Zudem unterteilt man in die beiden wichtigen Unterkategorien Schiffsbau und des Schiffsmaschinenbau. Erstere verarbeitet Erkenntnisse der Hydrodynamik in Bezug auf das Manövrier- und Seegangsverhalten, die geometrische Form des Rumpfes und die Umsetzung in Stahl, Blech, Holz oder anderen Werkstoffen. Letztere betrifft all das, was im Schiff drin steckt: riesige Dieselmotoren oder Gasturbinen, Antriebs-, Steuer- und Navigationstechnik sowie Anlagenkonstruktionen und Sicherheitssysteme. Egal, ob man nach Studienabschluss als Entwicklungs-, Konstruktions-, Betriebs- oder Fertigungsingenieur eingesetzt wird, das Spektrum des Wissens ist breit, erfordert doch ein Supertanker oder ein Containerschiff ein völlig anderes Spezialwissen als ein Luxuskreuzer oder ein U-Boot.
Nicht nur im Norden gibt es Studienmöglichkeiten
Die Studienangebote finden sich demnach auch in erster Linie an Orten wie Bremen, Flensburg und Kiel, aber selbst die Uni Duisburg-Essen hat den traditionsreichen Studiengang als Vertiefungsrichtung im Maschinenbau im Angebot. Nimmt man die ganze Schiffszulieferindustrie vom Dieselmotor bis zur Satellitennavigation hinzu, erstreckt sich der Schiffbau sogar über ganz Deutschland.
Das Studium deckt die gesamte Palette der Anforderungen ab. In den Anfangssemestern muss - ähnlich wie im Maschinenbaustudium – erst einmal eine solide Grundlage geschaffen werden. Vor dem Basiswissen aus Mathe, Physik und Chemie plus einer Portion Mechanik, Konstruktionslehre, Elektro- sowie Werkstofftechnik kann kein angehender Schiffbau-Ingenieur davonschwimmen. In den weiterführenden Semestern des Hauptstudiums wird es dann spezieller, denn sowohl die Konstruktionslehre, die Hydromechanik und die Schwimmfähigkeit als auch die Stabilität von Schiffen steht auf dem Lehrplan. Hinzu kommt der Teilbereich Schiffsmaschinenbau, die Schiffselektronik und spezielle Messtechniken.
Auch persönliche Schwerpunkte können nun festgezurrt werden: Entwurf von Spezialschiffen über und unter der Meeresoberfläche, Jachtdesign, Werft-, Hafen- und Reedereibetrieb oder das Verhalten von Schiffen bei Seegang oder Vibrationen. Fachübergreifende Kenntnisse aus Betriebswirtschaftslehre, Projektmanagement und Recht ergänzen die rein seemännische Thematik und bei mehrmonatigen Praktika in der Industrie kann man testen, was von all dem universitären Wissen im Ingenieursalltag Anwendung findet.
Das Studium des Schiffbaus oder der Schiffstechnik eignet sich also auch bestens für Landratten. Aber wer als Ingenieur was Schwimmendes konstruiert, will wahrscheinlich ohnehin irgendwann mal in See stechen. Ahoi und volle Kraft voraus!

