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Maschinenbau
Das Studium des Flugzeugbaus und der Flugzeugtechnik
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© EADS
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Wer träumt ihn nicht, den alten Menschheitstraum vom Fliegen? Und das In-die-Luft-gehen ist ja heutzutage kein Problem mehr, egal, ob man den Billigflieger Richtung Sonneninsel besteigt, im Segelflugzeug auf der Thermik schwebt oder plant für einen sechsstelligen Euro-Betrag zum privaten Flug ins Weltall abzuheben. Wer aber nicht nur gelegentlich mal den Abflug machen will, für den bietet sich an, auch eine berufliche Karriere im Bereich Luftfahrt anzusteuern. Ein entsprechendes Studium verleiht einem die dazu nötigen Flügel.
An den Hochschulen gibt es zwei große Fachbereiche: die Luftfahrt- und die Raumfahrttechnik. Beides wird zumeist in einem gleichnamigen Studiengang zusammengefasst. In der Luftfahrttechnik geht es um Entwicklung, Bau, Ausrüstung und den Betrieb verschiedener Luftfahrzeuge. Dazu zählen neben Flugzeugen auch Hubschrauber, Zeppeline und andere innovative Fluggeräte. In der Raumfahrttechnik katapultiert man sich gedanklich noch höher in die Atmosphäre und entwickelt Raumtransporter, Raketen, Satelliten oder Raumstationen. Wer auf Schwerelosigkeit, Vakuum und Planetenbahnen verzichten kann und sein Interesse ganz im Sinne von Otto Lilienthal und den Gebrüdern Wright auf irdische Flugobjekte ausrichten will, der kann sich in den weiterführenden Semestern des Luft- und Raumfahrttechnik-Studiengangs mit entsprechenden Vertiefungsrichtungen spezialisieren. Man kann aber auch von Beginn an voll auf Flugzeuge abfliegen. In diesem Fall sollte man sich für den Studiengang Flugzeugbau entscheiden.
Luftfahrtindustrie im Aufwind
Rein systematisch ist der Flugzeugbau ein Teilgebiet des Maschinenbaus, das sich wiederum in den Bereich der Verkehrstechnik einordnet. Vom Entwurf über den Bau bis hin zu Erprobung, Wartung, Instandhaltung und Reparatur reicht dabei die Aufgabenpalette von Flugzeugbau-Ingenieuren und -Ingenieurinnen. Neben den bekannten Branchenführern der deutschen zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie wie Airbus, EADS, MTU oder Lufthansa Technik, gibt es noch mehr als 50 weitere kleine Flugzeugbauer von Geschäfts- oder Sportflugzeugen sowie Zulieferbetriebe, die sich auf Interieur wie Sitze, Bordküchen, Triebwerke oder elektronisches Hightech-Equipment spezialisiert haben.
Trotz Wirtschaftskrise ist der Umsatz der Luftfahrtindustrie 2009 in Deutschland um 4 Prozent gewachsen und die Branche beschäftigte im gleichen Jahr hierzulande knapp 94.000 Mitarbeiter. Auch das Umsatzvolumen von gegenwärtig 23,6 Milliarden Euro ist beeindruckend. Allein Airbus hat derzeit fast 3.500 Maschinen in den Auftragsbüchern. Das sichert die Beschäftigung beim Hamburger Flugzeughersteller rechnerisch für über sechs Jahre. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass im Jahr 2009 über 134 Millionen Fluggäste von deutschen Flughäfen durchstarteten und fast 24 Millionen in Inlandsflieger eincheckten, dann ahnt man schon, welchen Stellenwert Flugzeuge im Verkehrs-, Business- und Transportwesen haben.
Regionale Schwerpunkte, weltweite Innovationen
Interessant ist auch, welch hohen Anteil des Umsatzes die Luftfahrtindustrie in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert – aktuell fast 20 Prozent. Auch viele andere Branchen wie Automobil- oder Schienentechnik profitieren im Hinblick auf Aerodynamik oder Leichtbauweise von der Innovationskraft der fliegenden Branche. Regional zeigt sich bei den Hersteller- und Zulieferbetrieben eine auffällige Ballung in einzelnen Bereichen Deutschlands. In Hamburg, Bremen und München sitzt ein Großteil der Flugindustrie, die Region Frankfurt und das Umfeld von Berlin folgen dann mit deutlichem Abstand.
Ganz egal, ob man beruflich in Deutschland oder auf dem restlichen Globus landet, mit einem Studium des Flugzeugbaus oder der Flugzeugtechnik eröffnen sich viele Karriere-Perspektiven. Schließlich beherrscht man nicht nur die physikalischen Grundprinzipien des Fliegens, sondern erwirbt eine ebenso hohe Kompetenz in der Projektierung, Berechnung und Fertigung von Flugzeugen. Das qualifiziert Absolventen für Jobs in der Entwicklung von Flugzeugsystemen, der Konstruktion von Flugzeugzellen, im Triebwerksbau oder in der weitgefächerten Zubehörindustrie. Auch als Wartungsingenieur auf Flugzeugwerften, bei Airlines oder an Flughäfen hat man viele Karriere-Chancen und wen es in die Forschung zieht, der richtet seine Flugbahn auf wissenschaftliche Institute, Versuchsanstalten oder Messtechnik-Labore aus.
Erst Studieren, dann Abheben
Vor dem Abheben steht allerdings das Studium. Man muss zwar kein Überflieger sein, aber eine mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung, technisches Verständnis und räumlich-konstruktives Vorstellungsvermögen sollte man schon mitbringen, um die ersten Semester erfolgreich zu bestehen. Dort erwartet einen ein Mix aus Ingenieurmathematik und -informatik, darstellender Geometrie, angewandter Physik, technischer Mechanik, Werkstofftechnik, Elektrotechnik und Elektronik. Auch Strömungslehre, Thermodynamik, CAD und Technisches Zeichnen stehen zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Stundenplan.
Im zweiten Studienabschnitt taucht man noch konkreter in den Flugzeugbau und die Flugbetriebstechnik ein: Aerodynamik, Flugmechanik, Triebwerke sowie Konstruktion, Berechnung und Fertigung von Leichtbaustrukturen, aber auch Flugzeugentwurf, Flugregelungs- und Navigationsanlagen oder Faserverbundkonstruktion werden in Vorlesungen und Seminaren eingehend thematisiert. Praxisbezug erhält das Ganze durch Übungen im Flug-, CAD- oder Messtechnik-Labor. Viele Hochschulen schicken ihre Studierenden zudem kurz vor Ende des Bachelor-Studiums für mehrere Monate zu einem Firmenpraktikum in die Flugzeugindustrie.
Dort kann man nicht nur seine bereits erworbenen Flugzeugbau-Kenntnisse unter Beweis stellen, sondern beim realen Anblick der riesigen Donnervögel entzündet sich die Leidenschaft fürs Fliegen garantiert aufs Neue. Das ist doch die beste Motivation, um die anschließende Bachelor-Arbeit und die bevorstehenden Abschlussprüfungen erfolgreich zu absolvieren.
Guten Flug in eine spannende Karriere als Flugzeugbau-Ingenieur oder -Ingenieurin!
An den Hochschulen gibt es zwei große Fachbereiche: die Luftfahrt- und die Raumfahrttechnik. Beides wird zumeist in einem gleichnamigen Studiengang zusammengefasst. In der Luftfahrttechnik geht es um Entwicklung, Bau, Ausrüstung und den Betrieb verschiedener Luftfahrzeuge. Dazu zählen neben Flugzeugen auch Hubschrauber, Zeppeline und andere innovative Fluggeräte. In der Raumfahrttechnik katapultiert man sich gedanklich noch höher in die Atmosphäre und entwickelt Raumtransporter, Raketen, Satelliten oder Raumstationen. Wer auf Schwerelosigkeit, Vakuum und Planetenbahnen verzichten kann und sein Interesse ganz im Sinne von Otto Lilienthal und den Gebrüdern Wright auf irdische Flugobjekte ausrichten will, der kann sich in den weiterführenden Semestern des Luft- und Raumfahrttechnik-Studiengangs mit entsprechenden Vertiefungsrichtungen spezialisieren. Man kann aber auch von Beginn an voll auf Flugzeuge abfliegen. In diesem Fall sollte man sich für den Studiengang Flugzeugbau entscheiden.
Luftfahrtindustrie im Aufwind
Rein systematisch ist der Flugzeugbau ein Teilgebiet des Maschinenbaus, das sich wiederum in den Bereich der Verkehrstechnik einordnet. Vom Entwurf über den Bau bis hin zu Erprobung, Wartung, Instandhaltung und Reparatur reicht dabei die Aufgabenpalette von Flugzeugbau-Ingenieuren und -Ingenieurinnen. Neben den bekannten Branchenführern der deutschen zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie wie Airbus, EADS, MTU oder Lufthansa Technik, gibt es noch mehr als 50 weitere kleine Flugzeugbauer von Geschäfts- oder Sportflugzeugen sowie Zulieferbetriebe, die sich auf Interieur wie Sitze, Bordküchen, Triebwerke oder elektronisches Hightech-Equipment spezialisiert haben.
Trotz Wirtschaftskrise ist der Umsatz der Luftfahrtindustrie 2009 in Deutschland um 4 Prozent gewachsen und die Branche beschäftigte im gleichen Jahr hierzulande knapp 94.000 Mitarbeiter. Auch das Umsatzvolumen von gegenwärtig 23,6 Milliarden Euro ist beeindruckend. Allein Airbus hat derzeit fast 3.500 Maschinen in den Auftragsbüchern. Das sichert die Beschäftigung beim Hamburger Flugzeughersteller rechnerisch für über sechs Jahre. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass im Jahr 2009 über 134 Millionen Fluggäste von deutschen Flughäfen durchstarteten und fast 24 Millionen in Inlandsflieger eincheckten, dann ahnt man schon, welchen Stellenwert Flugzeuge im Verkehrs-, Business- und Transportwesen haben.
Regionale Schwerpunkte, weltweite Innovationen
Interessant ist auch, welch hohen Anteil des Umsatzes die Luftfahrtindustrie in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert – aktuell fast 20 Prozent. Auch viele andere Branchen wie Automobil- oder Schienentechnik profitieren im Hinblick auf Aerodynamik oder Leichtbauweise von der Innovationskraft der fliegenden Branche. Regional zeigt sich bei den Hersteller- und Zulieferbetrieben eine auffällige Ballung in einzelnen Bereichen Deutschlands. In Hamburg, Bremen und München sitzt ein Großteil der Flugindustrie, die Region Frankfurt und das Umfeld von Berlin folgen dann mit deutlichem Abstand.
Ganz egal, ob man beruflich in Deutschland oder auf dem restlichen Globus landet, mit einem Studium des Flugzeugbaus oder der Flugzeugtechnik eröffnen sich viele Karriere-Perspektiven. Schließlich beherrscht man nicht nur die physikalischen Grundprinzipien des Fliegens, sondern erwirbt eine ebenso hohe Kompetenz in der Projektierung, Berechnung und Fertigung von Flugzeugen. Das qualifiziert Absolventen für Jobs in der Entwicklung von Flugzeugsystemen, der Konstruktion von Flugzeugzellen, im Triebwerksbau oder in der weitgefächerten Zubehörindustrie. Auch als Wartungsingenieur auf Flugzeugwerften, bei Airlines oder an Flughäfen hat man viele Karriere-Chancen und wen es in die Forschung zieht, der richtet seine Flugbahn auf wissenschaftliche Institute, Versuchsanstalten oder Messtechnik-Labore aus.
Erst Studieren, dann Abheben
Vor dem Abheben steht allerdings das Studium. Man muss zwar kein Überflieger sein, aber eine mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung, technisches Verständnis und räumlich-konstruktives Vorstellungsvermögen sollte man schon mitbringen, um die ersten Semester erfolgreich zu bestehen. Dort erwartet einen ein Mix aus Ingenieurmathematik und -informatik, darstellender Geometrie, angewandter Physik, technischer Mechanik, Werkstofftechnik, Elektrotechnik und Elektronik. Auch Strömungslehre, Thermodynamik, CAD und Technisches Zeichnen stehen zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Stundenplan.
Im zweiten Studienabschnitt taucht man noch konkreter in den Flugzeugbau und die Flugbetriebstechnik ein: Aerodynamik, Flugmechanik, Triebwerke sowie Konstruktion, Berechnung und Fertigung von Leichtbaustrukturen, aber auch Flugzeugentwurf, Flugregelungs- und Navigationsanlagen oder Faserverbundkonstruktion werden in Vorlesungen und Seminaren eingehend thematisiert. Praxisbezug erhält das Ganze durch Übungen im Flug-, CAD- oder Messtechnik-Labor. Viele Hochschulen schicken ihre Studierenden zudem kurz vor Ende des Bachelor-Studiums für mehrere Monate zu einem Firmenpraktikum in die Flugzeugindustrie.
Dort kann man nicht nur seine bereits erworbenen Flugzeugbau-Kenntnisse unter Beweis stellen, sondern beim realen Anblick der riesigen Donnervögel entzündet sich die Leidenschaft fürs Fliegen garantiert aufs Neue. Das ist doch die beste Motivation, um die anschließende Bachelor-Arbeit und die bevorstehenden Abschlussprüfungen erfolgreich zu absolvieren.
Guten Flug in eine spannende Karriere als Flugzeugbau-Ingenieur oder -Ingenieurin!
Als siebensemestrigen Bachelor- und als dreisemestrigen Masterstudiengang kann man Flugzeugbau an der HAW Hamburg belegen. Auf Praxisbezug und enge Kooperation mit der Luftfahrtindustrie wird dabei viel Wert gelegt.
Ein ebenso praxisorientiertes Studium mit Masterabschluss kann man im Rahmen des Förderprogramms Technik Students bei der Lufthansa Technikabteilung absolvieren, die dazu mit der HAW Hamburg kooperiert.
Die FH und Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München kombiniert den Studiengang Fahrzeugtechnik und Flugzeugtechnik.
Das süddeutsche Luftfahrtunternehmen EADS bietet in Kooperation mit der Hochschule München ein duales Studium zum Ingenieur der Flugzeugtechnik an. Fünf Jahre dauert das Ganze und man erwirbt gleichzeitig eine Berufsausbildung und einen Studienabschluss.
Ergebnisse der IngenieurStudiengangSuche zum Stichwort Flugzeugbau
MaschinenbauMotorentechnikMikrosystemtechnikOptomechanikEntwicklung und KonstruktionLuft- und RaumfahrttechnikLuft- und Raumfahrttechnik - Andrea Münzing - DiplomMaschinenbau / Luft- und Raumfahrttechnik - Florian Linke - DiplomVerkehrswesen / Luft- und Raumfahrttechnik - Michael Kunzke - DiplomKombination aus Technik und Design

