Maschinenbau
Das Studium der Logistik
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© diego cervo - Fotolia.com
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Transport, Vernetzung und komplexe Planung – Das sind Begriffe, die häufig mit der Logistik assoziiert werden. Es ist ein bedeutender Wirtschaftsbereich, der mit Raffinesse und Just-in-time-Konzepten das Transportwesen erheblich geprägt hat. Auch das Studium verspricht Vielseitigkeit und sehr gute Beförderungsmöglichkeiten.
Wie transportiert man mit möglichst wenig Risiken, Kosten und Aufwand genau die angefragte Menge an Gütern dorthin, wo sie benötigt werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Logistik im gesamten Wirtschaftssektor und bemüht sich, individuelle Lösungskonzepte zu erstellen. Im Kern ist Logistik demnach eine Form von lenkungsfähiger Planung zur Verfügbarmachung von Bedarfsgütern. Dieser Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften sichert die Versorgung von einzelnen Unternehmen bis hin zu ganzen Volkswirtschaften. Hierzu gehört sowohl die Steuerung als auch die Abwicklung und Kontrolle von Material-, Informations-, Energie- und Personenströmen.
Lösungen finden und direkt umsetzen
Logistikingenieurinnen und -ingenieure beschäftigen sich mit der technischen Ausgestaltung und Umsetzung von Transporteinrichtungen und -netzstrukturen. Die Ausarbeitung effizienter Lösungen kann sowohl einzelne Teilsysteme eines Unternehmens, als auch Gesamtsysteme von Großkonzernen betreffen. Das breite Spektrum der Logistik lässt sich in vier Teilbereiche gliedern: Die Beschaffungs-, die Produktions-, die Distributions- und die Entsorgungslogistik. Im Rahmen dieser Teilbereiche sorgen Logistikingenieure für den reibungslosen technischen Ablauf des Transportwesens und dem Erhalt sowie der Verbesserung von Qualität und Leistung unter Berücksichtigung von Zielkonflikten. Dazu zählt unter anderem die Kostensenkung. Beispielhaft kann man sich vor Augen führen, dass ein hoher Lagerbestand die Fehlkosten senkt, sich zeitgleich allerdings die Lagerhaltungskosten erhöhen. Logistikingenieurinnen und -ingenieure müssen hier das Optimum ermitteln und umsetzen. Zu ihren Aufgaben zählen daher unter anderem auch die Ermittlung von Einflussfaktoren sowie analytische Funktionalitäten. So müssen sie beispielsweise Kosten-Nutzen-Analysen und Nutzwertanalysen erstellen, auswerten und optimierte Lösungsansätze daraus entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wettbewerbsorientierung: Vom Lebensmittel-Discouter um die Ecke über den Lieblings-Online-Shop bis hin zum unentbehrlichen Zulieferbetrieb – eine funktionierende Logistik ist mittlerweile Aushängeschild für hohe Kundenzufriedenheit. Wenn der Laden um die Ecke den Lieblingsjoghurt seit einer Woche nicht mehr auf Vorrat hat, der Online-Shop einen Monat braucht, um die gewünschte Ware zu liefern und ein Unternehmen aufgrund mangelnder Ware des Zulieferers in Produktionsstopp gerät, sorgt das für Umsatz- und Kundenverlust. Logistikingenieure müssen daher nicht nur schnell und präzise agieren, sondern auch mit dem Wettbewerb mithalten können. Damit es nicht zu Kundenverlusten kommt, werden in der Projektlogistik Systeme fortlaufend überarbeitet und verbessert. Diese Aufgabe erweist sich deshalb als besondere Herausforderung, weil die Kundenanforderungen rapide ansteigen.
Unter Berücksichtigung der aktuellen klimatischen Entwicklungen gewinnt auch die Green Logistik an Bedeutung. Neben den gesetzlichen Regularien achtet auch der Verbraucher zunehmend auf die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens. Gleichzeitig möchte der Konsument aber auch keine Einbußen in der Liefergeschwindigkeit hinnehmen. Logistikingenieurinnen und -ingenieure stehen hier vor der Aufgabe, die zwei mutmaßlichen Kontroversen Umweltschutz und schneller Transport unter einen Hut zu bekommen.
Den Überblick behalten
Die richtige Menge der richtigen Objekte, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität zu den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen (Reinhard Jöremann) ist ein komplexes Kunstwerk, das einen Blick für das Wesentliche verlangt. Es ist in diesem Berufsfeld genauso von Bedeutung, wie eine schnelle Auffassungsgabe und eine hohe Leistungsbereitschaft. Darüber hinaus sind Eigenschaften wie Flexibilität und Teamfähigkeit in der logistischen Arbeitsumgebung unentbehrlich. Hinzu kommt der zunehmende Einfluss der Globalisierung auf das Transportnetzwerk, was eine gewisse (fremd-)sprachliche Kompetenz voraussetzt.
An die Stifte, fertig, Studium
Mit der Entscheidung Logistik zu studieren ist es noch lange nicht getan. Viel mehr heißt es Papier und Stifte ausgepackt und rein ins Internet. Studiengänge, die den Fachbereich Logistik aufgreifen, gibt es wie Sand am Meer. Zwar verlangt einem die Suche nach dem passenden Studium sicherlich viel Zeit und Geduld ab, zahlt sich am Ende allerdings oftmals aus, da sicherlich für jeden das Richtige dabei ist.
Logistik kann sowohl als eigenständiger Studiengang, wie auch als Schwerpunkt studiert werden. Des Weiteren kann man ihn oftmals in Kombination mit Wirtschaftsingenieurwesen studieren, er wird aber auch dual oder als Fernstudium angeboten. Schaut man sich die Studiengänge etwas genauer, fällt auf, dass die Schwerpunkte sehr unterschiedlich ausfallen. Während an der einen Universität breit gefächerte Management-Qualitäten ausgebildet werden und Wirtschaftsrecht genauso auf dem Stundenplan steht wie Rechnungswesen, legt eine andere Hochschule ihren Fokus auf einen spezialisierteren Bereich wie Navigation, Hafenwirtschaft oder Verkehrssysteme. Die facettenreiche Auswahl an Logistikstudiengängen ermöglicht Studierenden, den eigenen Spielraum bereits vorher festzulegen und sowohl breit gefächert zu studieren, um sich später zu spezialisieren, als auch direkt eine konkrete Richtung im Rahmen der Logistik einzuschlagen. Eines haben die Studiengänge jedoch alle gemein: Man sollte die Bereitschaft mitbringen, sich sowohl mit technischen als auch betriebswirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.
Sich selbst befördern
Die Beschäftigungsaussichten für Logistikingenieurinnen und -ingenieure gelten auch im Hinblick auf die Zukunft als hervorragend. Wegen der interdisziplinären Ausbildung verfügen sie über ein breites Fachwissen, das sich auch zugunsten der Position in dem Anstellungsunternehmen auswirken kann. Denn Logistikingenieure werden oftmals als Fach- und Führungskräfte eingestellt und übernehmen im Rahmen dieser Position Aufgaben der Planung, Steuerung und Kontrolle sämtlicher Ströme - häufig über alle Unternehmensebenen hinweg.
Wie transportiert man mit möglichst wenig Risiken, Kosten und Aufwand genau die angefragte Menge an Gütern dorthin, wo sie benötigt werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Logistik im gesamten Wirtschaftssektor und bemüht sich, individuelle Lösungskonzepte zu erstellen. Im Kern ist Logistik demnach eine Form von lenkungsfähiger Planung zur Verfügbarmachung von Bedarfsgütern. Dieser Teilbereich der Wirtschaftswissenschaften sichert die Versorgung von einzelnen Unternehmen bis hin zu ganzen Volkswirtschaften. Hierzu gehört sowohl die Steuerung als auch die Abwicklung und Kontrolle von Material-, Informations-, Energie- und Personenströmen.
Lösungen finden und direkt umsetzen
Logistikingenieurinnen und -ingenieure beschäftigen sich mit der technischen Ausgestaltung und Umsetzung von Transporteinrichtungen und -netzstrukturen. Die Ausarbeitung effizienter Lösungen kann sowohl einzelne Teilsysteme eines Unternehmens, als auch Gesamtsysteme von Großkonzernen betreffen. Das breite Spektrum der Logistik lässt sich in vier Teilbereiche gliedern: Die Beschaffungs-, die Produktions-, die Distributions- und die Entsorgungslogistik. Im Rahmen dieser Teilbereiche sorgen Logistikingenieure für den reibungslosen technischen Ablauf des Transportwesens und dem Erhalt sowie der Verbesserung von Qualität und Leistung unter Berücksichtigung von Zielkonflikten. Dazu zählt unter anderem die Kostensenkung. Beispielhaft kann man sich vor Augen führen, dass ein hoher Lagerbestand die Fehlkosten senkt, sich zeitgleich allerdings die Lagerhaltungskosten erhöhen. Logistikingenieurinnen und -ingenieure müssen hier das Optimum ermitteln und umsetzen. Zu ihren Aufgaben zählen daher unter anderem auch die Ermittlung von Einflussfaktoren sowie analytische Funktionalitäten. So müssen sie beispielsweise Kosten-Nutzen-Analysen und Nutzwertanalysen erstellen, auswerten und optimierte Lösungsansätze daraus entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wettbewerbsorientierung: Vom Lebensmittel-Discouter um die Ecke über den Lieblings-Online-Shop bis hin zum unentbehrlichen Zulieferbetrieb – eine funktionierende Logistik ist mittlerweile Aushängeschild für hohe Kundenzufriedenheit. Wenn der Laden um die Ecke den Lieblingsjoghurt seit einer Woche nicht mehr auf Vorrat hat, der Online-Shop einen Monat braucht, um die gewünschte Ware zu liefern und ein Unternehmen aufgrund mangelnder Ware des Zulieferers in Produktionsstopp gerät, sorgt das für Umsatz- und Kundenverlust. Logistikingenieure müssen daher nicht nur schnell und präzise agieren, sondern auch mit dem Wettbewerb mithalten können. Damit es nicht zu Kundenverlusten kommt, werden in der Projektlogistik Systeme fortlaufend überarbeitet und verbessert. Diese Aufgabe erweist sich deshalb als besondere Herausforderung, weil die Kundenanforderungen rapide ansteigen.
Unter Berücksichtigung der aktuellen klimatischen Entwicklungen gewinnt auch die Green Logistik an Bedeutung. Neben den gesetzlichen Regularien achtet auch der Verbraucher zunehmend auf die Umweltfreundlichkeit eines Unternehmens. Gleichzeitig möchte der Konsument aber auch keine Einbußen in der Liefergeschwindigkeit hinnehmen. Logistikingenieurinnen und -ingenieure stehen hier vor der Aufgabe, die zwei mutmaßlichen Kontroversen Umweltschutz und schneller Transport unter einen Hut zu bekommen.
Den Überblick behalten
Die richtige Menge der richtigen Objekte, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität zu den richtigen Kosten zur Verfügung zu stellen (Reinhard Jöremann) ist ein komplexes Kunstwerk, das einen Blick für das Wesentliche verlangt. Es ist in diesem Berufsfeld genauso von Bedeutung, wie eine schnelle Auffassungsgabe und eine hohe Leistungsbereitschaft. Darüber hinaus sind Eigenschaften wie Flexibilität und Teamfähigkeit in der logistischen Arbeitsumgebung unentbehrlich. Hinzu kommt der zunehmende Einfluss der Globalisierung auf das Transportnetzwerk, was eine gewisse (fremd-)sprachliche Kompetenz voraussetzt.
An die Stifte, fertig, Studium
Mit der Entscheidung Logistik zu studieren ist es noch lange nicht getan. Viel mehr heißt es Papier und Stifte ausgepackt und rein ins Internet. Studiengänge, die den Fachbereich Logistik aufgreifen, gibt es wie Sand am Meer. Zwar verlangt einem die Suche nach dem passenden Studium sicherlich viel Zeit und Geduld ab, zahlt sich am Ende allerdings oftmals aus, da sicherlich für jeden das Richtige dabei ist.
Logistik kann sowohl als eigenständiger Studiengang, wie auch als Schwerpunkt studiert werden. Des Weiteren kann man ihn oftmals in Kombination mit Wirtschaftsingenieurwesen studieren, er wird aber auch dual oder als Fernstudium angeboten. Schaut man sich die Studiengänge etwas genauer, fällt auf, dass die Schwerpunkte sehr unterschiedlich ausfallen. Während an der einen Universität breit gefächerte Management-Qualitäten ausgebildet werden und Wirtschaftsrecht genauso auf dem Stundenplan steht wie Rechnungswesen, legt eine andere Hochschule ihren Fokus auf einen spezialisierteren Bereich wie Navigation, Hafenwirtschaft oder Verkehrssysteme. Die facettenreiche Auswahl an Logistikstudiengängen ermöglicht Studierenden, den eigenen Spielraum bereits vorher festzulegen und sowohl breit gefächert zu studieren, um sich später zu spezialisieren, als auch direkt eine konkrete Richtung im Rahmen der Logistik einzuschlagen. Eines haben die Studiengänge jedoch alle gemein: Man sollte die Bereitschaft mitbringen, sich sowohl mit technischen als auch betriebswirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.
Sich selbst befördern
Die Beschäftigungsaussichten für Logistikingenieurinnen und -ingenieure gelten auch im Hinblick auf die Zukunft als hervorragend. Wegen der interdisziplinären Ausbildung verfügen sie über ein breites Fachwissen, das sich auch zugunsten der Position in dem Anstellungsunternehmen auswirken kann. Denn Logistikingenieure werden oftmals als Fach- und Führungskräfte eingestellt und übernehmen im Rahmen dieser Position Aufgaben der Planung, Steuerung und Kontrolle sämtlicher Ströme - häufig über alle Unternehmensebenen hinweg.

