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Maschinenbau
Das Studium der Schienenfahrzeugtechnik
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© Thaut Images/Fotolia
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Mehr als 200 Jahre ist es her seit die erste Dampflokomotive über die Schienen rollte – an einen klapprigen Waggon aus Holz erinnert heute bei einer Bahnfahrt mit einem ICE kaum noch etwas. Den Komfort, den man heute unter den gepolsterten Sitzen spürt, während mit Laptops im Internet gesurft wird und die Handyakkus an den Steckdosen aufgeladen werden, verdanken wir Ingenieurinnen und Ingenieuren der Schienenfahrzeugtechnik. Doch hinter den sichtbaren Veränderungen steckt noch eine ganze Menge mehr Technik, die die verschiedensten Einflussfaktoren berücksichtigt.
Mehr als nur ein Zug
Internet, Smartphones, 3-D-Fernseher - das Wunderwerk Bahn aus der Zeit der industriellen Revolution verblasst heute schon fast neben den neuen Hightech Geräten aus der digitalen Welt. Völlig zu Unrecht – denn unter der Haube eines ICEs stecken mindestens genauso viele PS wie vielseitige und anspruchsvolle Ingenieursarbeit. Allein durch die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten ergeben sich ganz unterschiedliche Anforderungen an die Züge. So sollte ein Hochgeschwindigkeitszug Schnelligkeit und Komfort für die Insassen in sich vereinen, eine Güterlok hingegen möglichst praktisch und tragfähig konstruiert werden. Bei der Anfertigung von Schienenfahrzeugen handelt es sich um ein Dienstleistungsgut, das möglichst langlebig konstruiert werden muss, um Personen oder Güter über Jahre hinweg sicher transportieren zu können.
Auch durch die klimatischen Veränderungen stehen Ingenieurinnen und Ingenieure der Branche zunehmend vor neuen Herausforderungen. Neben der Konstruktion von energie- und wartungssparendem Fuhrwerk gewinnen auch die technischen Dienstleistungen immer stärker an Bedeutung. Beispielsweise müssen Schienenfahrzeugtechnik-Ingenieure Wartungskonzepte entwickeln und durchführen können. Gleichzeitig entwerfen sie innovative Lösungskonzepte um technisch veraltete Züge unter Berücksichtigung von Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit wieder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.
Doch Schienenfahrzeugtechnik zu studieren heißt nicht zwangsläufig mit der Bahn fahren zu müssen. Schienenfahrzeuge sind per Definition Bahnen mit Spurführung durch Schienen. In den Aufgabenbereich eines Schienenfahrzeugtechnik-Ingenieurs fällt dementsprechend ebenfalls die Entwicklung, der Bau und der Betrieb von U-Bahnen, Straßenbahnen, Seilbahnen oder Lifts.
Mit Praxis durch das Studium
Der Studiengang Schienenfahrzeugtechnik wird an verschiedenen Hochschulen als Schwerpunktfach im Rahmen des Maschinenbaustudiums angeboten, kann an der Fachhochschule Aachen aber auch als eigenständiges Studium aufgenommen werden. Der Studiengang Schienenfahrzeugtechnik setzt auf die Vermittlung fundierter Fachkenntnisse in Verbindung mit praxis- und projektorientierten Erfahrungen. So ist der Nachweis einer achtwöchigen praktischen Tätigkeit vor Antritt des Studiums Zulassungsvoraussetzung in Aachen.
Es liegt nahe, dass der Einsatz von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Schienenfahrzeugbranche fundierte Kenntnisse im Maschinenbau voraussetzt. Deshalb beschäftigen sich auch Studierende der Schienenfahrzeugtechnik im Grundstudium mit den gleichen Sachverhalten, die in einem reinen Maschinenbaustudium gelehrt werden. Dabei wird schwerpunktmäßig auch Wissen in den Bereichen Produktgestaltung, Antriebstechnik und Informationstechnik vermittelt. Die Spezialisierung auf den Bereich Schienenfahrzeugtechnik ergibt sich erst im Hauptstudium. Mit Beginn des vierten Semesters werden Studierende dann theoretisch sowie praktisch in die Thematik eingeführt. Während im Lehrplan unter anderem Kompetenzvermittlung in den Kernbereichen Digitale Regelungs- und Steuerungstechnik sowie Leit- und Sicherungstechnik verankert sind, kommt im praktischen Teil die Arbeit mit Simulationssoftware und anderen computergestützten Programmen zu tragen. Die FH Aachen verlangt neben Praktika, Praxissemester und -projekten eine Projektarbeit, die in Kooperation mit der Siemens AG angeboten wird. Im Rahmen des sechsten Semesters betreuen Studierenden-Teams jeweils ein Fahrzeug und arbeiten sich unter anderem in dessen Inbetriebsetzung ein und vernetzen ihre fachlich erlernten Kompetenzen mit praktischer Anwendung. So gelingt eine simulierte Verknüpfung mit den Anforderungen und Herausforderungen, die die Studierenden in der Arbeitswelt erwartet.
Freie Fahrt für Absolventen
Ingenieurinnen und Ingenieuren der Schienenfahrzeugtechnik bieten sich im Berufsleben viele Möglichkeiten. Bereits bei der Stellensuche müssen sie kaum Kompromisse in Bezug auf die Standortwahl eingehen. Durch das breite Verkehrsschienennetz lassen sich nahezu in jeder Region passende Stellen für Ingenieure finden.
Absolventen des Studiengangs Schienenfahrzeugtechnik finden ihre Arbeitgeber in Verkehrsverbünden, -unternehmen (in Deutschland größtenteils die Deutsche Bahn AG) und Fachabteilungen von Ministerien, Sicherheitsbehörden und Dienstleistern wie beispielsweise dem TÜV. Dort sind sie in der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Schienenfahrzeugen sowie in der technischen Dienstleistung tätig.
Auch die Berufsaussichten sind sehr vielversprechend. Durch die Energie- und Klimaversorgung gewinnen öffentliche Verkehrsmittel wieder stärker an Bedeutung und überall auf der Welt wächst der Ausbau an Schienennetzen und -strecken. Hinzu kommt, dass durch die gegenwärtig sehr hohe Attraktivität der Computer- und Automobilindustrie die Schienenverkehrsindustrie immer stärker an Fachkräftemangel leidet. Der Bedarf an qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren ist daher sehr hoch. Weiterhin zählt die Deutsch Bahn nach toparbeitger.com 2010 zu einer der besten Arbeitgeber Deutschlands im Bereich Ingenieurwesen. Um ihren Bedarf zu decken, unterstützt die Deutsche Bahn sogar die Ausbildung von einigen Studierenden dual oder in Form eines Stipendiums.
Mehr als nur ein Zug
Internet, Smartphones, 3-D-Fernseher - das Wunderwerk Bahn aus der Zeit der industriellen Revolution verblasst heute schon fast neben den neuen Hightech Geräten aus der digitalen Welt. Völlig zu Unrecht – denn unter der Haube eines ICEs stecken mindestens genauso viele PS wie vielseitige und anspruchsvolle Ingenieursarbeit. Allein durch die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten ergeben sich ganz unterschiedliche Anforderungen an die Züge. So sollte ein Hochgeschwindigkeitszug Schnelligkeit und Komfort für die Insassen in sich vereinen, eine Güterlok hingegen möglichst praktisch und tragfähig konstruiert werden. Bei der Anfertigung von Schienenfahrzeugen handelt es sich um ein Dienstleistungsgut, das möglichst langlebig konstruiert werden muss, um Personen oder Güter über Jahre hinweg sicher transportieren zu können.
Auch durch die klimatischen Veränderungen stehen Ingenieurinnen und Ingenieure der Branche zunehmend vor neuen Herausforderungen. Neben der Konstruktion von energie- und wartungssparendem Fuhrwerk gewinnen auch die technischen Dienstleistungen immer stärker an Bedeutung. Beispielsweise müssen Schienenfahrzeugtechnik-Ingenieure Wartungskonzepte entwickeln und durchführen können. Gleichzeitig entwerfen sie innovative Lösungskonzepte um technisch veraltete Züge unter Berücksichtigung von Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit wieder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.
Doch Schienenfahrzeugtechnik zu studieren heißt nicht zwangsläufig mit der Bahn fahren zu müssen. Schienenfahrzeuge sind per Definition Bahnen mit Spurführung durch Schienen. In den Aufgabenbereich eines Schienenfahrzeugtechnik-Ingenieurs fällt dementsprechend ebenfalls die Entwicklung, der Bau und der Betrieb von U-Bahnen, Straßenbahnen, Seilbahnen oder Lifts.
Mit Praxis durch das Studium
Der Studiengang Schienenfahrzeugtechnik wird an verschiedenen Hochschulen als Schwerpunktfach im Rahmen des Maschinenbaustudiums angeboten, kann an der Fachhochschule Aachen aber auch als eigenständiges Studium aufgenommen werden. Der Studiengang Schienenfahrzeugtechnik setzt auf die Vermittlung fundierter Fachkenntnisse in Verbindung mit praxis- und projektorientierten Erfahrungen. So ist der Nachweis einer achtwöchigen praktischen Tätigkeit vor Antritt des Studiums Zulassungsvoraussetzung in Aachen.
Es liegt nahe, dass der Einsatz von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Schienenfahrzeugbranche fundierte Kenntnisse im Maschinenbau voraussetzt. Deshalb beschäftigen sich auch Studierende der Schienenfahrzeugtechnik im Grundstudium mit den gleichen Sachverhalten, die in einem reinen Maschinenbaustudium gelehrt werden. Dabei wird schwerpunktmäßig auch Wissen in den Bereichen Produktgestaltung, Antriebstechnik und Informationstechnik vermittelt. Die Spezialisierung auf den Bereich Schienenfahrzeugtechnik ergibt sich erst im Hauptstudium. Mit Beginn des vierten Semesters werden Studierende dann theoretisch sowie praktisch in die Thematik eingeführt. Während im Lehrplan unter anderem Kompetenzvermittlung in den Kernbereichen Digitale Regelungs- und Steuerungstechnik sowie Leit- und Sicherungstechnik verankert sind, kommt im praktischen Teil die Arbeit mit Simulationssoftware und anderen computergestützten Programmen zu tragen. Die FH Aachen verlangt neben Praktika, Praxissemester und -projekten eine Projektarbeit, die in Kooperation mit der Siemens AG angeboten wird. Im Rahmen des sechsten Semesters betreuen Studierenden-Teams jeweils ein Fahrzeug und arbeiten sich unter anderem in dessen Inbetriebsetzung ein und vernetzen ihre fachlich erlernten Kompetenzen mit praktischer Anwendung. So gelingt eine simulierte Verknüpfung mit den Anforderungen und Herausforderungen, die die Studierenden in der Arbeitswelt erwartet.
Freie Fahrt für Absolventen
Ingenieurinnen und Ingenieuren der Schienenfahrzeugtechnik bieten sich im Berufsleben viele Möglichkeiten. Bereits bei der Stellensuche müssen sie kaum Kompromisse in Bezug auf die Standortwahl eingehen. Durch das breite Verkehrsschienennetz lassen sich nahezu in jeder Region passende Stellen für Ingenieure finden.
Absolventen des Studiengangs Schienenfahrzeugtechnik finden ihre Arbeitgeber in Verkehrsverbünden, -unternehmen (in Deutschland größtenteils die Deutsche Bahn AG) und Fachabteilungen von Ministerien, Sicherheitsbehörden und Dienstleistern wie beispielsweise dem TÜV. Dort sind sie in der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Schienenfahrzeugen sowie in der technischen Dienstleistung tätig.
Auch die Berufsaussichten sind sehr vielversprechend. Durch die Energie- und Klimaversorgung gewinnen öffentliche Verkehrsmittel wieder stärker an Bedeutung und überall auf der Welt wächst der Ausbau an Schienennetzen und -strecken. Hinzu kommt, dass durch die gegenwärtig sehr hohe Attraktivität der Computer- und Automobilindustrie die Schienenverkehrsindustrie immer stärker an Fachkräftemangel leidet. Der Bedarf an qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren ist daher sehr hoch. Weiterhin zählt die Deutsch Bahn nach toparbeitger.com 2010 zu einer der besten Arbeitgeber Deutschlands im Bereich Ingenieurwesen. Um ihren Bedarf zu decken, unterstützt die Deutsche Bahn sogar die Ausbildung von einigen Studierenden dual oder in Form eines Stipendiums.

