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Das Studium des Bergbau- und Rohstoffingenieurwesens

Das Studium des Bergbau- und Rohstoffingenieurwesens
Eine Grafik auf den Fakultäts-Webseiten der TU Clausthal stellt die Bedeutung des Bergbaus für die moderne Gesellschaft sehr anschaulich dar. Demnach bestehen die bei einem normalen Einfamilienhaus verwendeten Bauteile und Materialien zum Großteil aus Ton, Quarz, Feldspat, Bitumen, Gips, Sand, Kalk und Kies. Das Ganze heißt dann nur Dachziegel, Fenster, Mauerstein oder Mörtel. Ebenso deutlich wird’s beim Automobil: In einem Golf Kombi stecken 1020 kg Eisen und Stahl, 230 kg Gummi und Plastik, 65 kg Aluminium, 12 kg Kupfer und 35 kg Glas. Wie viel Erdöl im Haus zum Heizen und im Auto zum Fahren verbraucht wird, sei hier mal ganz außen vor gelassen.
Bevor andere Ingenieure also aus den ganzen Metallen und Rohstoffen Industrieprodukte planen, konstruieren und herstellen können, müssen diese dem Schoß der Erde erst mal entrissen werden. Und genau um diese Abbautechniken kümmern sich die Berg- oder sogenannte Rohstoffingenieure.

Jobs vom Chiemgau bis nach China
Aber ihr berufliches Einsatzspektrum reicht noch viel weiter. Nach dem Studium findet man sie in der Rohstoffgewinnung und –Aufbereitung, in der Bauindustrie und im Spezialtiefbau, in der Bergbau-Zulieferindustrie, in der Erdölbranche, im Anlagen- und Deponiebau oder im Recycling und in der Entsorgung.
Wer also diese Ingenieure nur in Zusammenhang mit Zechen, Steinkohlesubventionen und dem schlechten Image des deutschen Bergbaus sieht, der liegt völlig falsch. Die Realität beweist das Gegenteil. Deutschland bietet beste Studienbedingungen und ein weites Feld für den Berufseinstieg. Kein Absolvent ist heute noch auf einen Arbeitsplatz im deutschen Steinkohlenbergbau angewiesen. Die Jobs reichen vom Chiemgau bis nach China.

Aber wo kann man studieren? Und welche Studieninhalte kommen da auf einen zu? Spezialisierte und doch kleine, aber feine Universitäten sind die TU Clausthal und die Bergakademie Freiberg. Aber auch die Universität Berlin sowie die RWTH Aachen haben einen renommierten Fachbereich für Bergbau. Diese vier Institute allein können eine Gesamtzahl von 1.000 Studierenden unterrichten, bei weitem nicht genug, um den Bedarf allein in Deutschland zu decken. Bei den Professoren dort hat ein Verjüngungsprozess eingesetzt und die Studieninhalte wurden stark umgekrempelt. Weg vom klassischen Bergbau, hin zum Rohstoffingenieurwesen. Umweltaspekte und Recycling bringen neue Perspektiven ins Fach und die Abschlüsse heißen mittlerweile auch Bachelor und Master.

Exkursionen in Stollen und Lehrgruben
Gestartet wird in den ersten Semestern mit einer breiten Grundlagenausbildung aus Mathe, Physik, Chemie, Mineralogie, Geologie und dem technischen Wissen aus Maschinenbau, Elektro-, Verfahrens- und Vermessungstechnik. In den folgenden Semestern stehen dann die Vertiefungen und Spezialisierungen an. Die können im Bergbaustudium Bohrtechnik, Fluidbergbau, Geotechnik oder Spezialtiefbau heißen. Im Studiengang Rohstoffingenieurwesen geht es dann eher in Richtung Rohstoffgewinnung und Rohstoffaufbereitung und die Studierenden werden mit dem Markscheidewesen und der Energieressourcenkunde konfrontiert. Nicht zu vergessen die Spezialkenntnisse aus den Fächern Informatik, Geomechanik, Recht und BWL – auch die stehen auf dem Stundenplan. Bei Praktika und Exkursionen geht es dann schon mal in einen echten Stollen unter Tage oder man begutachtet in einer Lehrgrube die Erde und ihren schichtweisen Aufbau.

Ein interessantes Studium, erdverbunden und doch mit hochfliegenden Aussichten. Bedarf ist da – an Rohstoffen fossiler und mineralischer Art und an Berg- und Rohstoffingenieuren. Und der wird durch die gesellschaftliche Entwicklung der nächsten Jahrzehnte sicherlich nicht kleiner werden.

18.05.2013 | 15:10:57

Maschinenbauingenieur/in • Maschinenbau

Thema: Tragvorrichtung für große Lasten/kleine Aufnahmepunkte

Text: Hallo zusammen, Zuerst ein paar Fakten: Wir (4 Maschinenbaustudenten) müssen im Rahmen einer konstruktiven Projektarbeit eine Vorrichtung bauen, bei...

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