Sonderbereiche
Das Studium des Sicherheitsingenieurwesens
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© .marqs, photocase
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In der modernen Industrie sind die technischen Vorgänge, Produktionsabläufe und maschinellen Anwendungen immer komplexer geworden. Funktionierende Prozesse und sichere Arbeitsplätze werden immer wichtiger. Das Sicherheitsingenieurwesen schafft die entsprechenden Voraussetzungen. Einerseits mit Regelwerken und Normen, andererseits ganz konkret mit Überprüfungen, Verbesserungsvorschlägen und Maßnahmen. Das kann alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche betreffen. Egal, ob die Abläufe am riesigen Frankfurter Airport optimiert werden oder ob auf defekte Schaukeln und Klettergerüste auf öffentlichen Kinderspielplätzen hingewiesen wird, ob risikolos an Hochspannungsmasten gearbeitet werden kann, ob der richtige Atemschutz im Chemie-Werk ausgewählt wird, über die perfekte Ergonomie bei Büroarbeiten nachgedacht wird oder Themen aus Gesundheits-, Umwelt-, Brandschutz sowie Arbeitshygiene im Fokus stehen. Gut ausgebildete Sicherheitsingenieure werden überall gebraucht.
Stichproben zum Schutz
Sie installieren zwar selbst keine Schutzvorrichtungen, aber sie nehmen ständig Stichproben vor. Schließt eine Schutzscheibe bei einem Not-Aus nicht richtig? Funktionieren alle Fluchtwege und Notausgänge? Ist an einer bestimmten Maschine eine Zweihandschaltung besser oder eine Lichtschranke?
Neben diesem großen Thema Arbeitssicherheit spielen Gesundheitsaspekte wie Nichtraucher- und Anti-Alkohol-Kampagnen ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn alkoholisierte Mitarbeiter und solche, die in der Umgebung von leicht brennbaren Materialien rauchen, stellen ein enorm großes Risiko dar. Das setzt beim zuständigen Sicherheitsingenieur nicht nur hohes technisches Beurteilungsvermögen voraus, sondern auch viel kommunikatives Gespür und Geschick. Letztlich agiert er zumeist in einer Art Berater-Funktion. Denn egal ob Montagearbeiter oder Vorstand, immer wieder gilt es, Mitarbeiter oder Vorgesetzte für Probleme zu sensibilisieren und für Veränderungen zu aktivieren. Die eine oder andere Diskussion bleibt eben nicht aus, wenn man hohe Sicherheitsstandards erreichen und aufrechterhalten will.
Wie und mit welchen Methoden man sicher am Ball bleibt, erlernt man im Studium. Die Fachrichtung des Ingenieur-Studiengangs spielte bisher für Sicherheitsingenieure keine so große Rolle. Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Verfahrenstechnik – alle Branchen haben ihre speziellen Anforderungen an Arbeits- und Ablaufsicherheit und genau diese Anforderungen wurden meist in Zusatzstudiengängen oder Fortbildungen vermittelt. Da der Bedarf an Sicherheitsingenieuren aber immer weiter gewachsen ist, entstanden auch im Zuge der Bachelor- und Master-Umstellungen neue eigenständige Studiengänge an Unis und FHs. Man hat also die Wahl: Entweder ein Ingenieur-Studium mit Bachelor-Abschluss in einem mindestens verwandten Fach an einer Hochschule zu beginnen und dann einen viersemestrigen Masterstudiengang des Sicherheitsingenieurwesens (oft auch Sicherheitstechnik genannt) oder eines der Teilgebiete draufsatteln. Oder sich direkt eine Uni oder FH herauspicken, an der man von vornherein mit dem Spezialstudiengang beginnt.
In den ersten Semestern stehen also in jedem Fall die mathematischen, natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen auf der Tagesordnung. Im eigenständigen Studiengang gibt es neben Maschinen- und Anlagenbau natürlich auch schon einiges über die Grundlagen und die Anwendungen der Sicherheitstechnik zu erfahren. Im Masterstudiengang wird’s dann spezieller und man unterteilt in die Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltsicherheit und Gesundheitsschutz. Sicherheitstechnik und Sicherheitsmanagement-Systeme, aber auch Mess-, Strömungs- und Verfahrenstechnik sowie Umweltchemie, Mikrobiologie, Betriebshygiene, Statistik, Projektplanung und Kostenrechnung stehen jetzt auf dem erweiterten Stundenplan.
Gefahr ist ihr Geschäft
Ziel ist ein Abschluss mit breitem Wissen und vielfältigen Methoden, um die Studierenden zu befähigen, je nach Branche völlig unterschiedliche Aufgaben als aktiver Sicherheitsingenieur zu erfüllen. Denn Spezialwissen ist überall gefragt. In der chemischen Industrie, wo die Angestellten Schutz vor gefährlichen Gasen und Flüssigkeiten benötigen. Auf Großbaustellen, wo schwere Lasten und Arbeiter in schwindeligen Höhen gesichert werden müssen. In der Stahlindustrie, wo es entweder extrem heiß wird oder extrem große Pressen hohe Wachsamkeit erfordern. In Krankenhäusern und Kliniken, wo Hygiene und Sauberkeit an erster Stelle stehen und die Behandlung der Patienten sowie der Einsatz von Medikamenten und Narkosemitteln dokumentiert werden müssen.
Die Orte, an denen Sicherheit traditionell an erster Stelle steht, seien hier zuletzt genannt: Banken. Denn dort wo’s was zu holen gibt, kümmern sich meist auch Sicherheitsingenieure darum, dass der Zaster dort bleibt, wo er hingehört: In den Tresor. Sicher ist eben sicher …
Stichproben zum Schutz
Sie installieren zwar selbst keine Schutzvorrichtungen, aber sie nehmen ständig Stichproben vor. Schließt eine Schutzscheibe bei einem Not-Aus nicht richtig? Funktionieren alle Fluchtwege und Notausgänge? Ist an einer bestimmten Maschine eine Zweihandschaltung besser oder eine Lichtschranke?
Neben diesem großen Thema Arbeitssicherheit spielen Gesundheitsaspekte wie Nichtraucher- und Anti-Alkohol-Kampagnen ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn alkoholisierte Mitarbeiter und solche, die in der Umgebung von leicht brennbaren Materialien rauchen, stellen ein enorm großes Risiko dar. Das setzt beim zuständigen Sicherheitsingenieur nicht nur hohes technisches Beurteilungsvermögen voraus, sondern auch viel kommunikatives Gespür und Geschick. Letztlich agiert er zumeist in einer Art Berater-Funktion. Denn egal ob Montagearbeiter oder Vorstand, immer wieder gilt es, Mitarbeiter oder Vorgesetzte für Probleme zu sensibilisieren und für Veränderungen zu aktivieren. Die eine oder andere Diskussion bleibt eben nicht aus, wenn man hohe Sicherheitsstandards erreichen und aufrechterhalten will.
Wie und mit welchen Methoden man sicher am Ball bleibt, erlernt man im Studium. Die Fachrichtung des Ingenieur-Studiengangs spielte bisher für Sicherheitsingenieure keine so große Rolle. Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik oder Verfahrenstechnik – alle Branchen haben ihre speziellen Anforderungen an Arbeits- und Ablaufsicherheit und genau diese Anforderungen wurden meist in Zusatzstudiengängen oder Fortbildungen vermittelt. Da der Bedarf an Sicherheitsingenieuren aber immer weiter gewachsen ist, entstanden auch im Zuge der Bachelor- und Master-Umstellungen neue eigenständige Studiengänge an Unis und FHs. Man hat also die Wahl: Entweder ein Ingenieur-Studium mit Bachelor-Abschluss in einem mindestens verwandten Fach an einer Hochschule zu beginnen und dann einen viersemestrigen Masterstudiengang des Sicherheitsingenieurwesens (oft auch Sicherheitstechnik genannt) oder eines der Teilgebiete draufsatteln. Oder sich direkt eine Uni oder FH herauspicken, an der man von vornherein mit dem Spezialstudiengang beginnt.
In den ersten Semestern stehen also in jedem Fall die mathematischen, natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen auf der Tagesordnung. Im eigenständigen Studiengang gibt es neben Maschinen- und Anlagenbau natürlich auch schon einiges über die Grundlagen und die Anwendungen der Sicherheitstechnik zu erfahren. Im Masterstudiengang wird’s dann spezieller und man unterteilt in die Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltsicherheit und Gesundheitsschutz. Sicherheitstechnik und Sicherheitsmanagement-Systeme, aber auch Mess-, Strömungs- und Verfahrenstechnik sowie Umweltchemie, Mikrobiologie, Betriebshygiene, Statistik, Projektplanung und Kostenrechnung stehen jetzt auf dem erweiterten Stundenplan.
Gefahr ist ihr Geschäft
Ziel ist ein Abschluss mit breitem Wissen und vielfältigen Methoden, um die Studierenden zu befähigen, je nach Branche völlig unterschiedliche Aufgaben als aktiver Sicherheitsingenieur zu erfüllen. Denn Spezialwissen ist überall gefragt. In der chemischen Industrie, wo die Angestellten Schutz vor gefährlichen Gasen und Flüssigkeiten benötigen. Auf Großbaustellen, wo schwere Lasten und Arbeiter in schwindeligen Höhen gesichert werden müssen. In der Stahlindustrie, wo es entweder extrem heiß wird oder extrem große Pressen hohe Wachsamkeit erfordern. In Krankenhäusern und Kliniken, wo Hygiene und Sauberkeit an erster Stelle stehen und die Behandlung der Patienten sowie der Einsatz von Medikamenten und Narkosemitteln dokumentiert werden müssen.
Die Orte, an denen Sicherheit traditionell an erster Stelle steht, seien hier zuletzt genannt: Banken. Denn dort wo’s was zu holen gibt, kümmern sich meist auch Sicherheitsingenieure darum, dass der Zaster dort bleibt, wo er hingehört: In den Tresor. Sicher ist eben sicher …

