Sonderbereiche
Das Studium des Sportingenieurwesens
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© Volodymyr Vasylkiv (l.) u. mike experto (r.), Fotolia
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Hightech findet sich überall im Fitness-, Gesundheits- und Leistungssport: Tennisschläger aus Verbundmaterialien, Ski mit Titanal-Innenleben, Mountainbikes aus Carbonfasern, im Windkanal getestete Golfbälle, hochfliegende Gleitschirme, atmungsaktive Sportbekleidung, digitale Zeitmessung, elektronische Leistungsdiagnostik und computergestützte Trainingsgeräte. So vielfältig wie die Sportarten von heute sind eben auch die Sportgeräte, das Material und die Textilien, die zur Ausübung der schweißtreibenden Aktivitäten notwendig sind. Ein riesiger Markt zudem, der immer wieder nach Innovationen schreit, denn nur mit neuen Entwicklungen sind Weltrekorde und persönliche Bestzeiten möglich.
Ob Profi oder Amateur spielt dabei keine Rolle. Top Technik meint längst nicht mehr nur die persönliche sportliche Begabung, Top Technik für die favorisierte Sportart kann heutzutage jeder käuflich erwerben – zumindest in Form von hochwertiger Ausrüstung. Daran arbeiten findige Ingenieure, die selbst sportbegeistert sind und wissen, wie man mit neuen Technologien die körperliche Leistung voranbringen kann. Ob Olympia und WM oder heimische Laufstrecke und Bolzwiese im Stadtpark – durch die Produkte der Sportingenieure kommt jeder in Hochform.
Ein sportlich gemischtes Technik-Doppel
Wie der Name schon sagt, Sportingenieurwesen ist eine Mischung aus Sport- und Ingenieurwissenschaften. In so einem gemischten Doppel springt der Ball hin und her zwischen Biomechanik und Elektrotechnik, Bewegungswissenschaften und Maschinenbau, Sportgerätebau und Werkstoffkunde, Trainingswissenschaft und Messtechnik sowie Leistungsdiagnostik und Informatik. Hauptaufgabe des Forschungsfeldes Sport und Technik ist es dabei, neue Erkenntnisse und Technologien aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu nutzen und kompetent in die Sportwissenschaft und -industrie zu übertragen.
Absolventen des Studiengangs finden Arbeitsplätze bei großen Unternehmen der Sportartikel- und Sporttextilien-Industrie, konstruieren Sport-, Turn- und Trainingsgeräte, prüfen TÜV- und DIN-Bestimmungen oder entwickeln neue Materialien und Funktionen von Sportausrüstungen. Auch in Olympiastützpunkten, Trainings- und Rehabilitationszentren, bei Medizintechnik- und Prothesen-Herstellern oder in der universitären Forschung und Lehre finden sich interessante Einsatzbereiche. Und wer gern über den allgemeinen sportlichen „Tellerrand“ hinausschaut, der kann sich im Trend- und Funsport austoben, alternative Bewegungs- und Spielgeräte für die Jugendkultur konzipieren oder sich mit den speziellen Sportgeräte-Anforderungen von Kindern, Senioren und motorisch beeinträchtigten Menschen beschäftigen.
Spielbälle, Schutzpanzer und Schläger
Nicht zuletzt wegen der Wichtigkeit des Sports in unserer Gesellschaft etablieren sich gezielte Studienangebote für „sportliche Ingenieure“ immer mehr. Die Technische Universität Darmstadt hat den Studiengang "Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Informatik" im Angebot, in Magdeburg gibt’s "Sport und Technik", die Uni Chemnitz kombiniert Sportwissenschaft mit Sportgerätetechnik und sogar an der TU München besuchen Studierende der Sportwissenschaft und des Maschinenwesens mittlerweile gemeinsam Veranstaltungen.
Interdisziplinär geht es zu im Studium des Sportingenieurwesens, denn fächerübergreifende Kenntnisse und Methodenwissen sind wichtiger als sehr tiefgreifende Einblicke bis ins Detail. Entscheidend ist immer, die Anforderungen des Sports mit dem ingenieurwissenschaftlichen Know-how zu verknüpfen. So ist es im späteren Job nicht notwendig zu wissen, wie Eishockey oder Volleyball als Spiel funktionieren, aber die Bewegungen der Sportler und die Kräfte, die aufs Material wirken, sollte man natürlich genau kennen und analysieren, wenn man neue Spielbälle, Pucks, Hallenschuhe, Schläger oder Schutzpanzer entwickeln möchte.
Mit Fitness und Köpfchen
Wer nah dran sein will an Technik und Sport, der sollte in beiden Bereichen nicht ganz unfit sein, denn Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium sind nicht nur gute mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse, sondern auch eine bestandene sportpraktische Eignungsprüfung.
Hat man diese erste Hürde genommen, kann’s losgehen mit dem persönlichen Techniktraining an der Hochschule. Das besteht in den ersten Semestern aus Mathematik, Physik und Informatik, der technischen Mechanik und der Biomechanik sowie medizinischen und leistungsphysiologischen Grundlagen.
In den Folgesemestern sprintet man dann weiter zu Bewegungswissenschaft und Motorik, Konstruktionstechnik, Trainingswissenschaft, Elektrotechnik, Sportpädagogik, Theorie der verschiedenen Sportarten, Werkstofftechnik und Materialprüfung sowie verschiedenen Übungsgruppen und einem berufsbezogenen Praktikum.
Fast auf der Zielgeraden angekommen ist man, wenn man auch die Seminare zu Messtechnik und Sensorik, Datenmanagement und Datenbanken, Automatisierungstechnik, Industriedesign und integrierter Produktentwicklung absolviert hat. Nun muss man nur noch die universitären Oberschiedsrichter in einem kleinen Prüfungsmarathon von seinen Fähigkeiten überzeugen und die letzte Hürde der Bachelor- oder Masterarbeit nehmen, dann hat man es geschafft und kann von nun an im Beruf als Sportingenieur all das miteinander verbinden, was einem schon immer Spaß gemacht hat.
Und wenn mal der Laufschuh drückt, konstruiert man sich einfach einen Neuen. Vorsprung durch Technik schafft man sich schließlich nicht nur durch hartes Training, sondern auch durch perfektes Material. Es lebe der Sport!
Ob Profi oder Amateur spielt dabei keine Rolle. Top Technik meint längst nicht mehr nur die persönliche sportliche Begabung, Top Technik für die favorisierte Sportart kann heutzutage jeder käuflich erwerben – zumindest in Form von hochwertiger Ausrüstung. Daran arbeiten findige Ingenieure, die selbst sportbegeistert sind und wissen, wie man mit neuen Technologien die körperliche Leistung voranbringen kann. Ob Olympia und WM oder heimische Laufstrecke und Bolzwiese im Stadtpark – durch die Produkte der Sportingenieure kommt jeder in Hochform.
Ein sportlich gemischtes Technik-Doppel
Wie der Name schon sagt, Sportingenieurwesen ist eine Mischung aus Sport- und Ingenieurwissenschaften. In so einem gemischten Doppel springt der Ball hin und her zwischen Biomechanik und Elektrotechnik, Bewegungswissenschaften und Maschinenbau, Sportgerätebau und Werkstoffkunde, Trainingswissenschaft und Messtechnik sowie Leistungsdiagnostik und Informatik. Hauptaufgabe des Forschungsfeldes Sport und Technik ist es dabei, neue Erkenntnisse und Technologien aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik zu nutzen und kompetent in die Sportwissenschaft und -industrie zu übertragen.
Absolventen des Studiengangs finden Arbeitsplätze bei großen Unternehmen der Sportartikel- und Sporttextilien-Industrie, konstruieren Sport-, Turn- und Trainingsgeräte, prüfen TÜV- und DIN-Bestimmungen oder entwickeln neue Materialien und Funktionen von Sportausrüstungen. Auch in Olympiastützpunkten, Trainings- und Rehabilitationszentren, bei Medizintechnik- und Prothesen-Herstellern oder in der universitären Forschung und Lehre finden sich interessante Einsatzbereiche. Und wer gern über den allgemeinen sportlichen „Tellerrand“ hinausschaut, der kann sich im Trend- und Funsport austoben, alternative Bewegungs- und Spielgeräte für die Jugendkultur konzipieren oder sich mit den speziellen Sportgeräte-Anforderungen von Kindern, Senioren und motorisch beeinträchtigten Menschen beschäftigen.
Spielbälle, Schutzpanzer und Schläger
Nicht zuletzt wegen der Wichtigkeit des Sports in unserer Gesellschaft etablieren sich gezielte Studienangebote für „sportliche Ingenieure“ immer mehr. Die Technische Universität Darmstadt hat den Studiengang "Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Informatik" im Angebot, in Magdeburg gibt’s "Sport und Technik", die Uni Chemnitz kombiniert Sportwissenschaft mit Sportgerätetechnik und sogar an der TU München besuchen Studierende der Sportwissenschaft und des Maschinenwesens mittlerweile gemeinsam Veranstaltungen.
Interdisziplinär geht es zu im Studium des Sportingenieurwesens, denn fächerübergreifende Kenntnisse und Methodenwissen sind wichtiger als sehr tiefgreifende Einblicke bis ins Detail. Entscheidend ist immer, die Anforderungen des Sports mit dem ingenieurwissenschaftlichen Know-how zu verknüpfen. So ist es im späteren Job nicht notwendig zu wissen, wie Eishockey oder Volleyball als Spiel funktionieren, aber die Bewegungen der Sportler und die Kräfte, die aufs Material wirken, sollte man natürlich genau kennen und analysieren, wenn man neue Spielbälle, Pucks, Hallenschuhe, Schläger oder Schutzpanzer entwickeln möchte.
Mit Fitness und Köpfchen
Wer nah dran sein will an Technik und Sport, der sollte in beiden Bereichen nicht ganz unfit sein, denn Voraussetzungen für die Zulassung zum Studium sind nicht nur gute mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse, sondern auch eine bestandene sportpraktische Eignungsprüfung.
Hat man diese erste Hürde genommen, kann’s losgehen mit dem persönlichen Techniktraining an der Hochschule. Das besteht in den ersten Semestern aus Mathematik, Physik und Informatik, der technischen Mechanik und der Biomechanik sowie medizinischen und leistungsphysiologischen Grundlagen.
In den Folgesemestern sprintet man dann weiter zu Bewegungswissenschaft und Motorik, Konstruktionstechnik, Trainingswissenschaft, Elektrotechnik, Sportpädagogik, Theorie der verschiedenen Sportarten, Werkstofftechnik und Materialprüfung sowie verschiedenen Übungsgruppen und einem berufsbezogenen Praktikum.
Fast auf der Zielgeraden angekommen ist man, wenn man auch die Seminare zu Messtechnik und Sensorik, Datenmanagement und Datenbanken, Automatisierungstechnik, Industriedesign und integrierter Produktentwicklung absolviert hat. Nun muss man nur noch die universitären Oberschiedsrichter in einem kleinen Prüfungsmarathon von seinen Fähigkeiten überzeugen und die letzte Hürde der Bachelor- oder Masterarbeit nehmen, dann hat man es geschafft und kann von nun an im Beruf als Sportingenieur all das miteinander verbinden, was einem schon immer Spaß gemacht hat.
Und wenn mal der Laufschuh drückt, konstruiert man sich einfach einen Neuen. Vorsprung durch Technik schafft man sich schließlich nicht nur durch hartes Training, sondern auch durch perfektes Material. Es lebe der Sport!

