Sonderbereiche
Das Studium der Textil- und Bekleidungstechnik
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© Nanduu, Photocase
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Kleidung ist in Gegenwart und Geschichte so selbstverständlich für uns geworden wie Essen und Trinken. Dass sie unseren empfindlichen Zivilisations-Körper warm hält und vor Wind und Wetter schützt, ist klar und manchmal schon Nebensache. Viel wichtiger sind fast schon alle Aspekte der Mode und die ständige Weiterentwicklung der modischen Trends. Mit dem richtigen Outfit drücken wir unseren Stil aus, verraten viel über unseren Typ oder fühlen uns einfach nur wohl. An der Unzahl der Angebote - von Boutiquen über Handelsketten bis hin zu Haute-Couture-Designern - zeigt sich aber auch, welcher Massenmarkt Mode heutzutage geworden ist.
Viel Technik in der Mode
Aber hinter Mode und deren Produktion stecken Ingenieure. Und äußerst technisch geht es im Bereich der Textiltechnik zu. Dazu zählt eigentlich alles, was mit Maschinen, Materialien und Verfahren der Textilherstellung zu tun hat. Sowohl künstliche Fasern wie Polyamid, Polyester oder Lycra als auch Naturfasern wie Baumwolle, Schurwolle oder Seide müssen schließlich erst einmal zu Garnen und Geweben verarbeitet werden, bevor daraus eine Hose oder ein Pullover entstehen kann.
Immer mehr Stellenwert haben in den letzten Jahren auch technische Textilien bekommen. Man denke nur an wasserdichte und atmungsaktive Sportbekleidung wie Goretex, den Fleck-versiegelten Couchbezug oder abriebfeste und wohlige Stoffe für die Innenausstattung von Automobilen. All diese zahlreichen Materialien haben eins gemeinsam: sie werden von Großmaschinen industriell gewebt, gestrickt, gewirkt oder sonst wie zu einem Stoff gefertigt. Vorher oder nachher folgen dann noch weitere Prozesse wie Färben, Bleichen, Laminieren oder Imprägnieren, die das Ausgangsmaterial veredeln oder verändern.
Zu all dem sind eine Menge Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen notwendig. Forschung und Entwicklung, Chemische Verfahrenstechnik, Kunststofftechnik, Prozess-, Produktions- und Maschinentechnik sowie Werkstoff- und Materialwissenschaften. Als Textilingenieur ist man also beruflich nicht auf der Suche nach dem hippsten Schnitt oder der mega-stylischen Jeans, sondern man entwickelt innovatives Material und ermöglicht neue Kleidungs- und Stoff-Funktionalitäten. Ein Forscher in Sachen Mode eben.
Bekleidungstechnik verarbeitet weiter
Etwas andere Prioritäten setzt da die Bekleidungstechnik. Oder, anders gesagt, ihr Fachgebiet beginnt dort, wo die Textiltechnik aufhört. Hier wird weiterverarbeitet. Stoffbahnen werden zu Textilien - zu allen Arten von Textilien natürlich: Ober- und Unterbekleidung, Sport- und Funktionsbekleidung, Heimtextilien und vieles mehr. Diese Fertigungsprozesse müssen geplant, organisiert und umgesetzt werden. Neue Methoden müssen entwickelt und spezielle Gestaltungen ermöglicht werden. Da die Verwirklichung von Formen, Schnitten und Mustern eine große Rolle spielt, gibt es auch viel interdisziplinäre Kontakte und Kooperationen mit Textilingenieuren, Textilchemikern und Textildesignern.
Berufsfelder für Ingenieure
Sowohl Textil-, als auch Bekleidungsingenieuren eröffnet sich ein weites berufliches Tätigkeitsfeld: in der Bekleidungs-, Textil- und Chemiefaserindustrie sowie in der Textilmaschinen- und Farbstoffindustrie und in vielen textilnahen Branchen. Das kann in der Produktentwicklung sein, direkt in der Fertigung, in der Betriebsorganisation oder der Qualitätskontrolle. Dadurch, dass die heutigen Textil-Produktionsstandorte zumeist im Ausland angesiedelt sind, werden gut ausgebildete Ingenieure auch für weltweite Tätigkeiten im Vertrieb oder Einkauf gesucht.
Studieninhalte
Studieren können zukünftige Ingenieure die Mode nicht nur beim Shopping, in Zeitschriften und auf den Flaniermeilen, sondern an vielen deutschen Hochschulen. Eigenständige Komplettstudiengänge bieten allerdings nur FHs und Berufsakademien, die Universitäten integrieren die Textil- und Bekleidungstechnik – je nach Schwerpunkt – zumeist in die Vertiefungsrichtungen des Maschinenbaus, der Verfahrenstechnik, der Material- und Werkstoffwissenschaften oder in den Bereich Wirtschaftsingenieurwesen.
In den ersten Semestern startet man an Fachhochschulen mit den Grundlagen aus Mathematik, Naturwissenschaft und Technik. Zum Teil wird es aber auch schon fachspezifisch, denn neben Physik, Textilchemie, Informatik und BWL stehen auch Vorlesungen wie Bekleidungskonstruktion, Textile Werkstoffe, Textilmaschinen, Stricktechnik und Kollektionsgestaltung auf dem Stundenplan. In den weiterführenden Semestern gibt es dann vertiefende Modulangebote: Quality Management, Computer Aided Design, Textilveredelung, Fertigungsverfahren technischer Textilien, Anlagentechnik, Faser-, Weberei- und Maschentechnologie, Verbundwerkstoffe, Textilprüfung, Polymerchemie, Färberei, Textildruck und Umweltschutz sowie Recycling-Aspekte. Auch Soft Skills wie Rhetorik, Verhandlungs- und Personalführung sowie Präsentationstechniken versuchen die Hochschulen zu vermitteln. Fachpraktika in der Industrie oder ein Auslandssemester in großen Produktionsunternehmen sind ebenso von großer Bedeutung, um den Absolventen einen realen Einblick in die Welt der Textilproduktion zu geben.
Fazit
Da wird schnell klar, Bekleidungs- oder Textiltechnik ist ein Studium, das so schnell nicht aus der Mode kommt. Und wen Kleidung bisher nicht nur rein optisch, sondern auch in produktions- und materialtechnischer Hinsicht interessiert hat, für den ist die Welt der modischen Ingenieure absolut en vogue.
Viel Technik in der Mode
Aber hinter Mode und deren Produktion stecken Ingenieure. Und äußerst technisch geht es im Bereich der Textiltechnik zu. Dazu zählt eigentlich alles, was mit Maschinen, Materialien und Verfahren der Textilherstellung zu tun hat. Sowohl künstliche Fasern wie Polyamid, Polyester oder Lycra als auch Naturfasern wie Baumwolle, Schurwolle oder Seide müssen schließlich erst einmal zu Garnen und Geweben verarbeitet werden, bevor daraus eine Hose oder ein Pullover entstehen kann.
Immer mehr Stellenwert haben in den letzten Jahren auch technische Textilien bekommen. Man denke nur an wasserdichte und atmungsaktive Sportbekleidung wie Goretex, den Fleck-versiegelten Couchbezug oder abriebfeste und wohlige Stoffe für die Innenausstattung von Automobilen. All diese zahlreichen Materialien haben eins gemeinsam: sie werden von Großmaschinen industriell gewebt, gestrickt, gewirkt oder sonst wie zu einem Stoff gefertigt. Vorher oder nachher folgen dann noch weitere Prozesse wie Färben, Bleichen, Laminieren oder Imprägnieren, die das Ausgangsmaterial veredeln oder verändern.
Zu all dem sind eine Menge Kenntnisse aus verschiedenen Bereichen notwendig. Forschung und Entwicklung, Chemische Verfahrenstechnik, Kunststofftechnik, Prozess-, Produktions- und Maschinentechnik sowie Werkstoff- und Materialwissenschaften. Als Textilingenieur ist man also beruflich nicht auf der Suche nach dem hippsten Schnitt oder der mega-stylischen Jeans, sondern man entwickelt innovatives Material und ermöglicht neue Kleidungs- und Stoff-Funktionalitäten. Ein Forscher in Sachen Mode eben.
Bekleidungstechnik verarbeitet weiter
Etwas andere Prioritäten setzt da die Bekleidungstechnik. Oder, anders gesagt, ihr Fachgebiet beginnt dort, wo die Textiltechnik aufhört. Hier wird weiterverarbeitet. Stoffbahnen werden zu Textilien - zu allen Arten von Textilien natürlich: Ober- und Unterbekleidung, Sport- und Funktionsbekleidung, Heimtextilien und vieles mehr. Diese Fertigungsprozesse müssen geplant, organisiert und umgesetzt werden. Neue Methoden müssen entwickelt und spezielle Gestaltungen ermöglicht werden. Da die Verwirklichung von Formen, Schnitten und Mustern eine große Rolle spielt, gibt es auch viel interdisziplinäre Kontakte und Kooperationen mit Textilingenieuren, Textilchemikern und Textildesignern.
Berufsfelder für Ingenieure
Sowohl Textil-, als auch Bekleidungsingenieuren eröffnet sich ein weites berufliches Tätigkeitsfeld: in der Bekleidungs-, Textil- und Chemiefaserindustrie sowie in der Textilmaschinen- und Farbstoffindustrie und in vielen textilnahen Branchen. Das kann in der Produktentwicklung sein, direkt in der Fertigung, in der Betriebsorganisation oder der Qualitätskontrolle. Dadurch, dass die heutigen Textil-Produktionsstandorte zumeist im Ausland angesiedelt sind, werden gut ausgebildete Ingenieure auch für weltweite Tätigkeiten im Vertrieb oder Einkauf gesucht.
Studieninhalte
Studieren können zukünftige Ingenieure die Mode nicht nur beim Shopping, in Zeitschriften und auf den Flaniermeilen, sondern an vielen deutschen Hochschulen. Eigenständige Komplettstudiengänge bieten allerdings nur FHs und Berufsakademien, die Universitäten integrieren die Textil- und Bekleidungstechnik – je nach Schwerpunkt – zumeist in die Vertiefungsrichtungen des Maschinenbaus, der Verfahrenstechnik, der Material- und Werkstoffwissenschaften oder in den Bereich Wirtschaftsingenieurwesen.
In den ersten Semestern startet man an Fachhochschulen mit den Grundlagen aus Mathematik, Naturwissenschaft und Technik. Zum Teil wird es aber auch schon fachspezifisch, denn neben Physik, Textilchemie, Informatik und BWL stehen auch Vorlesungen wie Bekleidungskonstruktion, Textile Werkstoffe, Textilmaschinen, Stricktechnik und Kollektionsgestaltung auf dem Stundenplan. In den weiterführenden Semestern gibt es dann vertiefende Modulangebote: Quality Management, Computer Aided Design, Textilveredelung, Fertigungsverfahren technischer Textilien, Anlagentechnik, Faser-, Weberei- und Maschentechnologie, Verbundwerkstoffe, Textilprüfung, Polymerchemie, Färberei, Textildruck und Umweltschutz sowie Recycling-Aspekte. Auch Soft Skills wie Rhetorik, Verhandlungs- und Personalführung sowie Präsentationstechniken versuchen die Hochschulen zu vermitteln. Fachpraktika in der Industrie oder ein Auslandssemester in großen Produktionsunternehmen sind ebenso von großer Bedeutung, um den Absolventen einen realen Einblick in die Welt der Textilproduktion zu geben.
Fazit
Da wird schnell klar, Bekleidungs- oder Textiltechnik ist ein Studium, das so schnell nicht aus der Mode kommt. Und wen Kleidung bisher nicht nur rein optisch, sondern auch in produktions- und materialtechnischer Hinsicht interessiert hat, für den ist die Welt der modischen Ingenieure absolut en vogue.

