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Die Fachrichtungen

Das Studium der Verfahrenstechnik

Das Studium der Verfahrenstechnik
Wie wandelt man Stoffe um? Wie setzt man Verfahren aus dem Labor in eine großtechnische Anlage um? Wie optimiert man diese Prozesse? Welche Geräte und Maschinen werden dafür benötigt? All diese Grundfragen beschäftigen einen Verfahrenstechniker und befähigen ihn, aus Rohöl Benzin, aus Methan Kraftstoff, aus Hefe Bier oder aus Meerwasser Trinkwasser zu machen. Die Einsatzgebiete sind branchenübergreifend und reichen von der Lebensmittelherstellung über die chemische Industrie bis hin zur Müllverbrennung.

Zum eigenständigen Studiengang entwickelt
An vielen Unis läuft die Verfahrenstechnik als eine Vertiefungsrichtung des Maschinenbaus, doch immer mehr Hochschulen bieten diese Ingenieurdisziplin mittlerweile auch als eigenständigen Studiengang an. Das Fach Chemieingenieurwesen wird ebenfalls zur Verfahrenstechnik gezählt. Vom eigentlichen Chemiker unterscheidet sich der Verfahrensingenieur aber dadurch, dass sein Erkenntnisgewinn nicht auf Labor und Forschung zielt, sondern auf die praktische Umsetzung im Anlagenbau der Industrie.

Eine gute Mischung schon im Studium
Um die komplexen Aufgaben der Verfahrenstechnik lösen zu können, bekommt der Student einen breit angelegten Wissens-Kanon vorgesetzt. Die Lehre der Stoffumwandlung macht viele physikalische, chemische und biologische Grundlagen notwendig, die nötigen Berechnungsmethoden erfordern gute Mathematik- und Informatikkenntnisse. Hinzu kommt das eigentliche Ingenieur-Know-how aus Mechanik, Elektrotechnik, Material- und Werkstoffkunde, Energieumwandlung, Strömungslehre und anderes verfahrenstechnisches Basiswissen. Zudem das konstruktive Ingenieurwissen aus Apparatebau, Produktions-, Prozess- und Anlagentechnik.

Ein üppiger Stundenplan, denn hier fließen die verschiedensten Disziplinen zusammen. Dieser Wissenscocktail soll das Denken in Stoffeigenschaften und physikalischen Vorgängen schulen. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Schon zu Beginn des Studiums sind mehrmonatige Industriepraktika Pflicht oder man experimentiert im Labor, konstruiert Apparate oder mixt auch mal ein neues Düngemittel. Wie verändern sich Stoffe bei Erhitzung, unter Druck oder durch die Zufuhr anderer Stoffe? Wie baut man Mischapparaturen, eine Mini-Raffinerie oder einen Wärmetauscher? Fragen, die sich nur in Projektteams und mit ausgiebigem „learning by doing“ beantworten lassen.

Am Ende des Bachelorstudiengangs, der zumeist sechs bis sieben Semester erfordert, oder im weiterführenden Masterprogramm wählen die Studenten dann ihre Vertiefungsrichtungen. Das kann Chemische Verfahrenstechnik, Bioverfahrenstechnik, Anlagenbau, Medizintechnik, Pharmazeutische Technologie oder vieles mehr sein. Gerade angesichts des drängenden Bedarfs in Industrie und Wirtschaft reagieren die Hochschulen schnell auf neue Anforderungen. Ob schwindende Ressourcen neue Verfahren zur Energiegewinnung erforderlich machen, Biomasse als neuer Hoffnungsträger der Stromerzeugung gilt, man mithilfe der Bionik Erkenntnisse aus der Natur in die Technik transferieren will oder Bio- und Gentechnik das Leben in Zukunft angenehmer machen sollen, neue Herausforderungen gibt es reichlich für Studierende der Verfahrenstechnik.

Wer innovativ denkt, interdisziplinär arbeiten will und eine Mischung aus naturwissenschaftlichen Fragestellungen und technisch-konstruktiven Umsetzungen sucht, der ist im Studium der Verfahrenstechnik genau richtig.

22.05.2012 | 09:36:56

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Thema: Outotec: Project Engineer - Elektrotechnik (m/w), Oberursel

Text: Outotec entwickelt und liefert Technologielösungen für den nachhaltigen Gebrauch von Bodenschätzen. Als weltweit führender Technologieanbieter für...

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