Verfahrenstechnik
Das Studium des Chemieingenieurwesens
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© quattromaiali / Photocase.com
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Kaum zu glauben, dass rund die Hälfte der deutschen Industrieprodukte mithilfe von chemischen und biologischen Stoffumwandlungen erzeugt werden. Aus Zucker wird Alkohol gemacht, aus Kartoffeln Chips, aus Lösungsmitteln Klebstoffe oder aus natürlichen und künstlichen Zutaten Kosmetikprodukte. Die Liste von Gütern, die mit verfahrenstechnischen Methoden hergestellt werden, ist endlos. Das Ziel ist aber immer ähnlich: Natürlich vorkommende Stoffe müssen durch chemische, physikalische und biologische Prozesse in Substanzen umgewandelt werden, die dann neue, gewünschte Eigenschaften besitzen. Der Bedarf ist groß und Chemieingenieurwesen ist aus Industrie und Alltag nicht mehr wegzudenken. Arzneimittel, Kunststoffe, Farben, Lösungsmittel, Waschmittel und Textilien gehören ebenso dazu wie Aufgaben zur Reduktion von Schadstoffen aus Abluft und Abwasser oder Prozesse der Lebensmitteltechnologie und der Energietechnik. Egal, ob in der Chemie-, Pharma- und Erdölindustrie, das Spektrum ist überall vielfältig: Forschen und entwickeln, planen, bauen, optimieren, kontrollieren und – nicht zuletzt – der Betrieb und die Steuerung von Produktionsanlagen.
Naturwissenschaft meets Ingenieurwissenschaft
Chemieingenieure sind universell einsetzbar, da sie sowohl über chemisch-stoffliches, als auch über technisch-ingenieurwissenschaftliches Fachwissen verfügen. Dementsprechend breit ist das Studium angelegt. Gestartet wird in den ersten drei bis vier Semestern mit der naturwissenschaftlichen und chemischen Grundlagenausbildung. Mathe, Physik, anorganische, organische und physikalische Chemie, dazu noch klassische ingenieurwissenschaftliche Inhalte aus Mechanik, Werkstoffkunde, Thermodynamik und Elektrotechnik. Da der Umgang mit Computern auch im Chemieingenieurwesen unabdingbar dazugehört, hat die Vermittlung von Informatik-Kenntnissen ebenfalls einen hohen Stellenwert.
In den weiterführenden Semestern des Hauptstudiums geht es dann an die Spezialisierungen. Vertiefungsrichtungen wie angewandte Chemie, Materialwissenschaft und Polymerchemie, Chemische Verfahrenstechnik, Anlagen- und Apparatebau, Umwelt- und Energieprozesstechnik, Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik sind wählbar und richten den Studenten schon frühzeitig auf eine spätere berufliche Tätigkeit aus. Im Angesicht der ökologischen Probleme und schwindenden natürlichen Ressourcen werden an vielen Unis auch Fragestellungen des Umweltschutzes, der Technikfolgen-Abschätzung und der Ingenieurethik immer wichtiger. Fremdsprachenkenntisse, um Fachliteratur zu verstehen oder Konferenzen abzuhalten, sind für einen Studenten von heute im späteren Job ohnehin überlebenswichtig. Insgesamt besitzt das Studium einen hohen Anteil an Laborpraktika, darüber hinaus werden noch verschiedene Praxisphasen in der Industrie oder in Forschungseinrichtungen absolviert.
Forschung und Entwicklung
Stoffumwandlungen und Herstellungsprozesse mit mathematischen Modellen berechnen, Produktionsanlagen mit ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen planen, spezielle Eigenschaften von Produkten chemisch erzeugen und mit technischer Hilfe kontrollieren - die Aufgaben eines Chemieingenieurs sind viel praktischer und konkreter, als manch einer vermutet. Die Jobs für Absolventen sind in vielen Bereichen zu finden. Das Angebot reicht von der Nahrungsmittelindustrie über die Umwelttechnik bis hin zum Hüttenwesen. Mathe, Physik und Technik-Know-how sind dafür notwendige Voraussetzungen. Aber eins ist klar - die Chemie muss stimmen!
Naturwissenschaft meets Ingenieurwissenschaft
Chemieingenieure sind universell einsetzbar, da sie sowohl über chemisch-stoffliches, als auch über technisch-ingenieurwissenschaftliches Fachwissen verfügen. Dementsprechend breit ist das Studium angelegt. Gestartet wird in den ersten drei bis vier Semestern mit der naturwissenschaftlichen und chemischen Grundlagenausbildung. Mathe, Physik, anorganische, organische und physikalische Chemie, dazu noch klassische ingenieurwissenschaftliche Inhalte aus Mechanik, Werkstoffkunde, Thermodynamik und Elektrotechnik. Da der Umgang mit Computern auch im Chemieingenieurwesen unabdingbar dazugehört, hat die Vermittlung von Informatik-Kenntnissen ebenfalls einen hohen Stellenwert.
In den weiterführenden Semestern des Hauptstudiums geht es dann an die Spezialisierungen. Vertiefungsrichtungen wie angewandte Chemie, Materialwissenschaft und Polymerchemie, Chemische Verfahrenstechnik, Anlagen- und Apparatebau, Umwelt- und Energieprozesstechnik, Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik sind wählbar und richten den Studenten schon frühzeitig auf eine spätere berufliche Tätigkeit aus. Im Angesicht der ökologischen Probleme und schwindenden natürlichen Ressourcen werden an vielen Unis auch Fragestellungen des Umweltschutzes, der Technikfolgen-Abschätzung und der Ingenieurethik immer wichtiger. Fremdsprachenkenntisse, um Fachliteratur zu verstehen oder Konferenzen abzuhalten, sind für einen Studenten von heute im späteren Job ohnehin überlebenswichtig. Insgesamt besitzt das Studium einen hohen Anteil an Laborpraktika, darüber hinaus werden noch verschiedene Praxisphasen in der Industrie oder in Forschungseinrichtungen absolviert.
Forschung und Entwicklung
Stoffumwandlungen und Herstellungsprozesse mit mathematischen Modellen berechnen, Produktionsanlagen mit ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen planen, spezielle Eigenschaften von Produkten chemisch erzeugen und mit technischer Hilfe kontrollieren - die Aufgaben eines Chemieingenieurs sind viel praktischer und konkreter, als manch einer vermutet. Die Jobs für Absolventen sind in vielen Bereichen zu finden. Das Angebot reicht von der Nahrungsmittelindustrie über die Umwelttechnik bis hin zum Hüttenwesen. Mathe, Physik und Technik-Know-how sind dafür notwendige Voraussetzungen. Aber eins ist klar - die Chemie muss stimmen!

