Verfahrenstechnik
Das Studium der Papiertechnik
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© Verband der Papierindustrie
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Als Computer die Welt eroberten wurde zwar schon vollmundig über die zukünftige Abschaffung des Papiers spekuliert, aber auch die Elektronik konnte diesen speziellen Stoff nicht ersetzen. Und gerade die deutsche Papierindustrie hat gegenüber dem restlichen Europa die Nase vorn. Im weltweiten Vergleich liegt sie sogar an vierter Stelle hinter den USA, China und Japan. Nach Angaben des Verbands der Papierindustrie zählte man für das Jahr 2010 14,4 Milliarden Euro Umsatz, eine Jahresproduktion von 23,2 Millionen Tonnen, 165 Produktionsstandorte und über 41.000 Mitarbeiter. Diese Zahlen sprechen für sich. Ein weites Berufsfeld und gute Jobchancen, die sich da für Studierende des Papieringenieurwesens auftun.
Dabei hat die Technik der Papierherstellung eine lange Tradition und Historie. Auch wenn es die Schrift schon früher gab als das Papier und sich die steinzeitliche und antike Menschheit auf frühen Schriftträgern wie Höhlenwänden, Wachs- und Tontafeln oder Papyrus verewigte, ist die Erfindung des Papiers ein kulturgeschichtlicher Meilenstein. Tsai-Lun, chinesischer Ackerbauminister im Jahre 105 n. Chr. hatte die glorreiche Idee und entwickelte die notwendige Technik, um aus einem Pflanzenfaser-Brei ein relativ homogenes Papierblatt zu erzeugen. Kochen, Schöpfen, Pressen und Trocknen sind zwar auch heute noch die Prozesse der Papierherstellung, aber alles wird mit neuesten Forschungserkenntnissen aus Chemie und Verfahrenstechnik geplant, von Hightech-Maschinen gesteuert und in modernsten Anlagen produziert. Schließlich begegnet uns Papier heute nicht nur als Trägermaterial, auf dem große Literatur und hohe Prosa veröffentlicht werden, sondern auch ganz banal zum Einpacken von Butterbroten und zum Schnäutzen der triefenden Nase. Die Einsatzgebiete liegen überall. Diverse Arten von Verpackungen, zahllose Hygienepapiere und viele Spezialpapiere. Auch der gesamte Zweig des Recyclings in Form von Altpapier-Aufbereitung ist extrem wichtig geworden.
Hauchdünnes Hochschulangebot
Zurzeit gibt es nur wenige ganz speziell auf Papiertechnik oder Papieringenieurwesen zugeschnittene Studiengänge in Deutschland. Dazu zählen die Hochschule München, die TU Dresden, die TU Darmstadt sowie die Berufsakademie Karlsruhe. An solch eine „Papierfakultät“ gelangt man zumeist über ein Studium der Verfahrenstechnik oder der Werkstoff- und Materialwissenschaften. Diese Fächer bereiten die Studierenden auf ein entsprechendes Vertiefungsstudium vor. Auch ein grundständiger Studiengang der Papiertechnik und ein duales Studium, bei dem man gleichzeitig eine fachbezogene Berufsausbildung absolviert, sind im kleinen aber feinen Hochschul-Angebot zu finden.
Ist man dann endlich immatrikuliert, wird man im Hörsaal schnell feststellen, dass die Papierherstellung zwar seit Jahrtausenden auf demselben nachwachsenden Rohstoff Holz basiert, sich die Prozesse aber in High-Tech-Systeme mit integrierten Energie-, Wasser- und Materialkreisläufen verwandelt haben, bei denen Arbeits- und Umweltschutz sowie Qualitätssicherungs-Maßnahmen eine große Rolle spielen. Daher starten die Anfangs-Semester mit ausführlichen Vorlesungen und Modulen zu den naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Grundlagen. Das meiste ist auf die allgemeinen Inhalte der Verfahrenstechnik ausgerichtet und thematisiert die Lehre der Stoffumwandlung - physikalisch, chemisch und biologisch. Hinzu kommen die nötigen Berechnungsmethoden und die Vermittlung der erforderlichen Mathematik- und Informatikkenntnisse. Nicht zu vergessen das eigentliche Ingenieur-Know-how aus Mechanik, Elektrotechnik, Material- und Werkstoffkunde, Energieumwandlung, Strömungslehre und konstruktive Erkenntnisse aus Apparatebau, Produktions-, Prozess- und Anlagentechnik.
Veredelung und Verarbeitung von Papier
Hat man diesen Cocktail intus, geht’s endlich ans Papier. Verfahrens- und Verarbeitungstechnik zur Herstellung, Veredelung, Verarbeitung und Wiederverwertung von Papierstoffen, Material- und Anwendungstechnik für Papier, Karton und Pappe zu Druck-, Verpackungs-, Hygiene- und Technikzwecken, Maschinen- und Anlagenbau für höchste Anforderungen an Präzision sowie Antriebs-, Sensor- und Prozessleittechnik. Vorlesungen und Seminare tragen dann spezielle Titel wie „Rohstoffe der Papierindustrie“, „Papierphysik und Papierprüfung“, „Papiermaschinentechnik“ oder „Technologie des Stoff-, Wasser- und Energiegebrauchs“. Zudem kann man die gewonnenen Erkenntnisse im Chemie- oder Faserstofflabor praktisch unter die Lupe nehmen oder bei Exkursionen und Praktika echte Industrie- und Papierproduktionsatmosphäre schnuppern, bevor es dann im Finale an den Diplom- oder Masterabschluss geht.
Keine Frage, die Papiertechnik hat Tradition und Zukunft zugleich. Wer noch nicht ganz überzeugt ist, sollte den Blick schärfen für die alltäglichen Dinge aus dem innovativen Faserstoff: Die Tageszeitung, Pizza-Kartons, Malblöcke, Bestseller-Romane, Euro-Scheine, Tapeten, Strafzettel, Tetra-Packs und vieles mehr. Selbst die übers Internet bestellten Waren sind verpackt in … Papier und Pappe!
Dabei hat die Technik der Papierherstellung eine lange Tradition und Historie. Auch wenn es die Schrift schon früher gab als das Papier und sich die steinzeitliche und antike Menschheit auf frühen Schriftträgern wie Höhlenwänden, Wachs- und Tontafeln oder Papyrus verewigte, ist die Erfindung des Papiers ein kulturgeschichtlicher Meilenstein. Tsai-Lun, chinesischer Ackerbauminister im Jahre 105 n. Chr. hatte die glorreiche Idee und entwickelte die notwendige Technik, um aus einem Pflanzenfaser-Brei ein relativ homogenes Papierblatt zu erzeugen. Kochen, Schöpfen, Pressen und Trocknen sind zwar auch heute noch die Prozesse der Papierherstellung, aber alles wird mit neuesten Forschungserkenntnissen aus Chemie und Verfahrenstechnik geplant, von Hightech-Maschinen gesteuert und in modernsten Anlagen produziert. Schließlich begegnet uns Papier heute nicht nur als Trägermaterial, auf dem große Literatur und hohe Prosa veröffentlicht werden, sondern auch ganz banal zum Einpacken von Butterbroten und zum Schnäutzen der triefenden Nase. Die Einsatzgebiete liegen überall. Diverse Arten von Verpackungen, zahllose Hygienepapiere und viele Spezialpapiere. Auch der gesamte Zweig des Recyclings in Form von Altpapier-Aufbereitung ist extrem wichtig geworden.
Hauchdünnes Hochschulangebot
Zurzeit gibt es nur wenige ganz speziell auf Papiertechnik oder Papieringenieurwesen zugeschnittene Studiengänge in Deutschland. Dazu zählen die Hochschule München, die TU Dresden, die TU Darmstadt sowie die Berufsakademie Karlsruhe. An solch eine „Papierfakultät“ gelangt man zumeist über ein Studium der Verfahrenstechnik oder der Werkstoff- und Materialwissenschaften. Diese Fächer bereiten die Studierenden auf ein entsprechendes Vertiefungsstudium vor. Auch ein grundständiger Studiengang der Papiertechnik und ein duales Studium, bei dem man gleichzeitig eine fachbezogene Berufsausbildung absolviert, sind im kleinen aber feinen Hochschul-Angebot zu finden.
Ist man dann endlich immatrikuliert, wird man im Hörsaal schnell feststellen, dass die Papierherstellung zwar seit Jahrtausenden auf demselben nachwachsenden Rohstoff Holz basiert, sich die Prozesse aber in High-Tech-Systeme mit integrierten Energie-, Wasser- und Materialkreisläufen verwandelt haben, bei denen Arbeits- und Umweltschutz sowie Qualitätssicherungs-Maßnahmen eine große Rolle spielen. Daher starten die Anfangs-Semester mit ausführlichen Vorlesungen und Modulen zu den naturwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Grundlagen. Das meiste ist auf die allgemeinen Inhalte der Verfahrenstechnik ausgerichtet und thematisiert die Lehre der Stoffumwandlung - physikalisch, chemisch und biologisch. Hinzu kommen die nötigen Berechnungsmethoden und die Vermittlung der erforderlichen Mathematik- und Informatikkenntnisse. Nicht zu vergessen das eigentliche Ingenieur-Know-how aus Mechanik, Elektrotechnik, Material- und Werkstoffkunde, Energieumwandlung, Strömungslehre und konstruktive Erkenntnisse aus Apparatebau, Produktions-, Prozess- und Anlagentechnik.
Veredelung und Verarbeitung von Papier
Hat man diesen Cocktail intus, geht’s endlich ans Papier. Verfahrens- und Verarbeitungstechnik zur Herstellung, Veredelung, Verarbeitung und Wiederverwertung von Papierstoffen, Material- und Anwendungstechnik für Papier, Karton und Pappe zu Druck-, Verpackungs-, Hygiene- und Technikzwecken, Maschinen- und Anlagenbau für höchste Anforderungen an Präzision sowie Antriebs-, Sensor- und Prozessleittechnik. Vorlesungen und Seminare tragen dann spezielle Titel wie „Rohstoffe der Papierindustrie“, „Papierphysik und Papierprüfung“, „Papiermaschinentechnik“ oder „Technologie des Stoff-, Wasser- und Energiegebrauchs“. Zudem kann man die gewonnenen Erkenntnisse im Chemie- oder Faserstofflabor praktisch unter die Lupe nehmen oder bei Exkursionen und Praktika echte Industrie- und Papierproduktionsatmosphäre schnuppern, bevor es dann im Finale an den Diplom- oder Masterabschluss geht.
Keine Frage, die Papiertechnik hat Tradition und Zukunft zugleich. Wer noch nicht ganz überzeugt ist, sollte den Blick schärfen für die alltäglichen Dinge aus dem innovativen Faserstoff: Die Tageszeitung, Pizza-Kartons, Malblöcke, Bestseller-Romane, Euro-Scheine, Tapeten, Strafzettel, Tetra-Packs und vieles mehr. Selbst die übers Internet bestellten Waren sind verpackt in … Papier und Pappe!
An der Hochschule München kann man Papieringenieur mit dem Abschluss-Titel „Bachelor Verfahrenstechnik Papier und Verpackung“ werden.
Der Studiengang Papiertechnik an der Berufsakademie Karlsruhe entstand in enger Kooperation mit der Papierindustrie und der TU Darmstadt. Besonderen Wert wird auf einen hohen Praxisbezug gelegt.
Ein Master-Studium mit dem Abschluss „Master of Science - Paper Science and Technology“ offeriert die TU Darmstadt.
An der Technischen Universität Dresden kann man die Papiertechnik als Bestandteil der Verfahrenstechnik im Masterstudiengang studieren. Dazu hat die Fakultät ein Info-PDF herausgegeben.
Der Verband Deutscher Papierfabriken e.V. hat weitere Infos parat:
Ergebnisse der IngenieurStudiengangSuche zum Stichwort Papiertechnik
Umwelt- und Bioingenieurwissenschaft - Stefan Dörne - DiplomVerfahrenstechnik / Biotechnik - Mario Schäfer - DiplomVerfahrenstechnik / Biotechnologie - Julia Hobohm - DiplomChemische Technik - Sebastian Binder - DiplomVerfahrentechnik / Ernährungs- und Hygienetechnik - Corinna Klaß - DiplomUmweltverfahrenstechnik - Ines Neumann - DiplomVerfahrenstechnikVerfahrenstechnik / Papiertechnik - Eike Ulonska - DiplomMaschinenbau / Verfahrenstechnik - Jörn Viell - DiplomPapiertechnik - Alexander Borowetzke - Diplom

