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Ingenieure, Infos und Sonnenschein

Schüler informieren sich beim THINK ING. Tag 2010 an der Hochschule Heilbronn über Ingenieurberufe

Zum Jubiläum stimmte das Wetter: Strahlender Sonnenschein begrüßte am 23. März 2010 die Gymnasiasten und Realschüler ab Jahrgangsstufe zehn, die sich beim 10. THINK ING. Tag an der Hochschule Heilbronn über Ingenieurberufe und Studienmöglichkeiten informierten.
Am THINK ING. Tag bestimmen im Foyer nicht Studierende auf dem Weg zur Vorlesung das Bild auf dem Campus Heilbronn, rund 1.300 Schüler strömen in die Hochschule, um sich ein umfassendes Bild von den Studien- und Berufsmöglichkeiten in den Ingenieurwissenschaften zu machen. Für einen praktischen Einblick in die Arbeit eines Ingenieurs sorgen die Firmen aus der Region, die sich mit Mitmach-Angeboten und Ansprechpartnern präsentieren.
Foyer der Hochschule Heilbronn: Viele Möglichkeiten, die Technik der anwesenden Firmen auszuprobieren
So steht beispielsweise am Stand der Firma IDS Imaging Development Systems GmbH Alexander Lewinsky den interessierten Schülern Rede und Antwort. Er hat gerade seinen Bachelor in Robotik und Automation an der Hochschule Heilbronn abgeschlossen und seine Bachelorarbeit beim Hersteller digitaler Industriekameras geschrieben. Bevor es für den Master nach London geht, verabschiedet er sich von „seiner“ Hochschule mit dem THINK ING. Tag und erklärt, wo die teilweise winzigen Hightech-Kameras von IDS eingesetzt werden. Nicht nur als Überwachungskameras, sondern auch in der Industrie werden die Produkte verwendet. „Zum Beispiel kann man überwachen, ob die Verschlüsse von Flaschen richtig sitzen“, erläutert der frischgebackene Bachelor of Engineering.

Actionreich präsentiert sich die Robert Bosch GmbH. Rund um einen PC-Monitor drängeln sich die Besucher, um sich beim virtuellen Autorennen zu messen. Dabei geht es aber nicht darum, am schnellsten im Ziel zu sein und die anderen Wagen aus dem Weg zu räumen. „Gewonnen hat, wer das beste ESP einsetzt“, stellt die Studentin Verena Friedrich richtig. ESP steht für Elektrisches Stabilitätsprogramm und hält das Auto in der Spur, indem Schleuderbewegungen verhindert werden. Verena Friedrich macht ein duales Studium bei Bosch und absolviert dabei eine Ausbildung zur Mechatronikerin sowie ein Studium im Fach Mechatronik und Mikrosystemtechnik. Während sie im Beruf durchstartet, tritt sie beim THINK ING. Tag auf die Bremse: Aber nur, um das Modell eines Antiblockiersystems (ABS) vorzuführen, das den Schülern vor Augen führt, welche Auswirkungen diese Technik auf das Bremsverhalten des Autos hat.
Appetit auf Technik
Der Duft nach frischen Spiegeleiern lockt die Besucher zum Angebot von E.G.O. Hier brutzelt Angelika Pücher-Purr, im Unternehmen zuständig für Ausbildung und duales Studium, auf einer von E.G.O. entwickelten Induktionskochplatte. Den Vorteil kann jeder spüren: An dieser Kochplatte kann man sich nicht verbrennen, da nur die Pfanne mit dem Ei erhitzt wird; das Kochfeld selber bleibt kalt.

Appetit macht auch ein Blick zum Stand der Karl Marbach GmbH & Co. KG. Hier stehen Packungen mit Reis, Margarine oder Chips. Doch hungrige Besucher finden nur leere Verpackungen vor, denn das Heilbronner Unternehmen entwickelt Maschinen für die Produktion von Stanz- oder Thermoverpackungen. Philipp Rüger wird nach seiner zweijährigen Ausbildung im Unternehmen zum Maschinenbau-Studium an die Hochschule wechseln. Am THINK ING. Tag berichtet er aus dem Ausbildungsalltag und erklärt in Kurzform, worauf es bei der Entwicklung von Produkten für die Herstellung von Verpackungsmaterialien ankommt. Gut verpackt präsentiert sich auch die ILLIG Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Heilbronn, an deren Stand man beobachten kann, wie man ein Radiergummi einschweißt.
"Ich könnte noch eine Stunde weitererzählen." Harry Siebert berichtet begeistert über die Konstruktion von Laborgeräten
Gut entwickelt
Ganz praktisch geht es weiter: Harry Siebert, Konstruktionsleiter beim Laborgerätehersteller BRAND GMBH + CO KG, entwirft gemeinsam mit den Schülern einen Schlüsselanhänger. „Welche Form soll das Produkt haben?“ fragt der Ingenieur für Kunststofftechnik. Eine wichtige Entscheidung, denn schließlich würden zum Beispiel scharfe Kanten die Hosentaschen von innen aufreißen. Auch bei der Materialauswahl sucht Harry Siebert Rat beim jungen Publikum. „Aluminium“, schlägt ein Schüler vor. „Gute Idee“, findet der Diplomingenieur und verfeinert am Bildschirm die Konstruktion des Schlüsselanhängers. Am Ende sind alle Beteiligten zufrieden: Der Monitor zeigt den Entwurf eines frisch entwickelten Schlüsselanhängers und die Schüler haben einen Eindruck von der täglichen Arbeit in der Entwicklung. Doch es bleibt nicht nur beim Entwurf: „Ich hab da mal was vorbereitet“, verkündet Harry Siebert in Fernsehkoch-Manier und drückt den Umstehenden einen fertigen Schlüsselanhänger in die Hand, der dem gerade konstruierten stark ähnelt.

Überall wird fleißig getüftelt und diskutiert – ob am 10-Minuten-Motor bei ebmpabst oder an Greifern für die Nahrungsmittelindustrie bei der SCHUNK GmbH & Co. KG – die Schüler informieren sich über Berufe, Branchen und Einstiegsmöglichkeiten und erhalten so einen hilfreichen Einblick in die Möglichkeiten des Ingenieurberufs.

21.05.2012 | 15:12:50

Ingenieurberuf - Arbeitsmarkt • Ingenieurstudium/-beruf allgemein

Thema: Outotec offers a vacant position for a Product/Process Engin

Text: Outotec develops and provides technology solutions for the sustainable use of Earth's natural resources. As the global leader in minerals and metals...

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