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Energie und Umwelt

Von Plänen und Zufällen

Lena Hägele stieg über ein Stipendium während des Studiums bei Festo ein und bringt heute die Industrie 4.0 voran.

Folgenreiche Begegnung

Manchmal kreuzen sich ein günstiger Zufall und berufliche Pläne – mit äußerst positiven Folgen. So traf Lena Hägele auf einer Karrieremesse auf ein Team des Unternehmens Festo. Aus dieser Begegnung ergaben sich für die angehende Ingenieurin tolle Chancen für ihre Studien- und Berufslaufbahn.

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Von der Messe zum Stipendium

"Auf der Berufsinformationsmesse Bonding wurde ich am Stand von Festo auf das Stipendienprogramm für Masterstudentinnen der Fachrichtungen Mechatronik und Elektrotechnik aufmerksam gemacht, habe mich erfolgreich beworben und vor allem von den zahlreichen Kontakten und Erfahrungen, die sich daraus ergeben haben, profitiert", freut sich Lena Hägele. Heute ist die 25-Jährige als Forschungsingenieurin im Bereich Mechatronik beim weltweit führenden Hersteller für Automatisierungstechnik tätig und beschäftigt sich mit pneumatischen Antrieben.

Steuerung und Regelung von Systemen

Dabei nutzt sie ihr Wissen aus dem Studium der Technischen Kybernetik an der Universität Stuttgart. "Die Technische Kybernetik beschäftigt sich mit dynamischen Systemen. Um diese zu analysieren und gezielt zu beeinflussen, sind mathematische Methoden notwendig. Die Anwendungsgebiete sind sehr breit gefächert, denn dynamische Systeme kommen in vielen Bereichen vor." Bereits während der Schulzeit interessierte sich Lena Hägele eher für Mathematik und die naturwissenschaftlichen Fächer und wählte Physik als Schwerpunkt für ihr Abitur. "Mein Onkel hatte ebenfalls Technische Kybernetik studiert, sodass ich mir unter dem Studiengang etwas vorstellen konnte. Ich habe mich dann umfassend über den Bachelorstudiengang an der Uni Stuttgart informiert und mich dafür eingeschrieben." Während des Studiums gab sie ihr Wissen als Tutorin an Studienanfänger weiter. Nach dem Bachelorabschluss folgte der Masterstudiengang in Stuttgart. "Ich wollte vor allem das Thema Regelungstechnik weiter vertiefen."

Parallel zum Masterstudiengang konnte sie nach dem folgenreichen Besuch der Karrieremesse eine Menge Praxiserfahrung bei Festo sammeln. "Ab Oktober 2013 wurde ich als Stipendiatin von Festo gefördert. Dazu gehört nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch die Begleitung durch eine Mentorin, mit der ich unter anderem alle beruflichen Fragen und Planungen besprechen konnte. Meine Mentorin hat das gleiche studiert, sodass sie mich sehr gut beraten konnte." Durch die wertvollen Kontakte ins Unternehmen konnte Lena Hägele zudem als Werkstudentin bei Festo einsteigen. "Am Standort Denkendorf habe ich ein bis zwei Tage in der Woche im Bereich Prozessautomatisierung mitgearbeitet und dabei eine Menge gelernt."

Berufseinstieg bei Festo

Auch die Betreuung ihrer Masterarbeit wurde von einem Mitarbeiter von Festo übernommen. "Ich habe untersucht, mit welchen Methoden Totzeiten beim Entwurf von Reglern berücksichtigt werden können." Als Totzeit bezeichnet man in der Regelungstechnik zum Beispiel die Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt, zu dem ein Werkstück auf das Transportband gelegt wird und am nächsten Bearbeitungsschritt ankommt.

Nach dem Pflichtpraktikum, in dem sie sich bei Festo mit Regelungstechnik beschäftigte, stieg die Ingenieurin in der Forschung im Bereich Mechatronik ein, wo sie heute tätig ist und sich mit der Regelung pneumatischer Antriebe beschäftigt. "Ich profitiere sehr davon, dass ich das Unternehmen bereits intensiv kennenlernen konnte. Wie immer bei Festo kann ich mir bei erfahrenen Kolleginnen und Kollegen auch noch eine Menge abgucken."

Über die Entscheidung fürs Ingenieurstudium ist sie auch im Rückblick sehr glücklich. "Man muss sich vielleicht am Anfang durchbeißen, aber es lohnt sich. Und gerade im Master kann man das Studium nach seinen eigenen Schwerpunkten gestalten. Das Stipendium bei Festo war ein echter Glücksfall und ich konnte meinen Plan, in der Forschung und Entwicklung zu arbeiten, so gut verwirklichen."

Festo AG & Co. KG
Besuch der Stipendiatinnen auf einer Fachmesse
Festo AG & Co. KG
Lena Hägele lernte verschiedene Stationen bei Festo kennen
Festo AG & Co. KG
Inzwischen entwickelt sie Technik für die Industrie 4.0
Festo AG & Co. KG
Im Klettergarten mit der Mentorin. Zum Programm des Stipendiums gehören vielfältige Aktionen
Festo AG & Co. KG
Beim Workshop mit anderen Stipendiaten