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Energie und Umwelt

Optimierte Dübelproduktion

Vom Auszubildenden zum Maschinenbauingenieur mit Führungsaufgaben: Benjamin Rudolf hat vorgemacht, wie es geht.

Herr über 60 Spritzgussmaschinen

Benjamin Rudolf ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Berufsweg gut verlaufen kann. Seit 2006 ist er bei den fischerwerken tätig. Auf die Ausbildung zum Mechatroniker folgte das Duale Maschinenbaustudium, danach blieb er gleich im Betrieb. Heute steht der 25-Jährige in verantwortlicher Position in der Kunststoffdübel-Produktion und ist Herr über 60 Spritzgussmaschinen.

Was bewegen / Energie und Umwelt

Alles unter Kontrolle

Rudolf arbeitet am Standort Tumlingen im beschaulichen Waldachtal im Nordschwarzwald. Hier werden Befestigungen jeglicher Art produziert, von schweren Stahlankern bis zu leichten stabilen Kunststoffdübeln, die in den Haushalten vieler gut sortierter Heimwerker und bei Handwerkern zu finden sind.

Über 60 Spritzgussmaschinen mit anschließenden Montagebereichen muss Rudolf im Blick behalten. Läuft alles glatt, entstehen bis zu 1.200 Dübel in der Minute. "Eine wichtige Aufgabe in meiner Tätigkeit ist die Sicherstellung unserer Fertigungsprozesse und natürlich auch Maschinenstörungen in den Griff zu bekommen", erklärt er. Komplizierte Rüstvorgänge gilt es für den Maschinenbauingenieur im Team so zu vereinfachen, dass die Produktivität der Anlagen kontinuierlich erhöht wird.

Arbeit an den Maschinen

Ein wichtiger Faktor ist das Arbeiten vor Ort, direkt an den Montageanlagen und Spritzgussmaschinen. "Um Produktivität und Liefertreue zu verbessern", sagt Rudolf. Das geschieht im Gespräch mit den Teamleitern, aber auch mit jedem einzelnen Mitarbeiter, ob Maschinen-Bediener, -Einrichter oder -Instandhalter. "Es ist wichtig, das gesamte Wissen der Mitarbeiter aufzunehmen, um nachhaltig Probleme in den Griff zu bekommen", weiß Rudolf zu berichten.

Kommunikation ist das A und O

Sein Büro liegt in der Produktionshalle, in einem abgetrennten Bereich in der Nähe der Produktionsmaschinen. So hat er tagtäglich durch große Glasscheiben einen Blick auf das Geschehen in der Halle und jederzeit die Möglichkeit zu einem Austausch mit den Teamleitern und Produktionsmitarbeitern. "Meine Aufgaben sind unter anderem die Organisation und Koordination, auch hinsichtlich Faktoren wie Qualität, Kosten und Liefertreue“, erläutert Rudolf, der durch seine Mechatroniker-Ausbildung und das Maschinenbaustudium zusätzlich die technische Seite mit einbringen kann: "Dadurch hat man sehr viele Ansatzmöglichkeiten für die Optimierung von Prozessen."

Technik - ein ständiger Wegbegleiter

Wenn Rudolf von seiner Tätigkeit erzählt, ist deutlich zu merken, dass es für den Ingenieur mehr als nur ein Job ist. Rudolf geht auf in seiner Tätigkeit und ist einfach fasziniert von Technik. Kein Wunder, denn Technik hat ihn seinen ganzen Berufsweg lang begleitet. "Bei meiner Ausbildung zum Mechatroniker hatte ich schon einen sehr technischen Einblick in das Unternehmen Fischer", erzählt Rudolf. Durch das anknüpfende Maschinenbaustudium mit der Vertiefungsrichtung Produktionstechnik, bei dem er für ein Auslandssemester in den USA war, konnte er dieses Wissen umfangreich ausbauen. Zwar bekam er auch zusätzlich Einblicke in Bereiche wie Entwicklung, Vertrieb und Produktmanagement. Doch für Rudolf war schnell klar: "Ich konnte für mich herausfinden, dass ein Job innerhalb der Produktion genau die richtige Tätigkeit für mich ist. Ich bin heute genau da, wo ich hinwollte."

Carsten Oberhagemann
Benjamin Rudolf hat schon seine Ausbildung zum Mechatroniker bei den fischerwerken absolviert
Carsten Oberhagemann
Benjamin Rudolf an seinem Arbeitsplatz, in unmittelbarer Nähe zur Produktion
Carsten Oberhagemann
Herr über mehr als 60 Spitzgussmaschinen: Benjamin Rudolf
Carsten Oberhagemann
Das Repertoire ist groß: Kunststoffdübel in vielen Größen und Formen
Carsten Oberhagemann
Der regelmäßige Austausch mit Mitarbeitern in der Produktion ist wichtig
Carsten Oberhagemann
...ebenso wie die Kontrolle der produzierten Dübel
Carsten Oberhagemann
Ständig unterwegs in der Produktionshalle: Benjamin Rudolf
Carsten Oberhagemann
Störungen vermeiden ist eine seiner wichtigen Aufgaben
Carsten Oberhagemann
Das Werk in Tumlingen im Schwarzwald
Carsten Oberhagemann
Eine von über 60 Spritzgussmaschinen, für die Benjamin Rudolf verantwortlich ist
Carsten Oberhagemann
Benjamin Rudolf vor einer Montagemaschine
Carsten Oberhagemann
Bis zu 1.200 Dübel produziert eine Maschine pro Minute
Carsten Oberhagemann
Benjamin Rudolf: der 25-jährige Ingenieur hat bei den fischerwerken schon Führungsverantwortung