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Energie und Umwelt

Kraft der Sonne

Mohamed Arrass entwickelt Testsysteme für die Solarthermie und sorgt so für warme Heizungen und angenehme Duschtemperatur.

Der Sonnen-Schrauber

Mohamed Arrass hat seine Leidenschaft für Technik, für das Schrauben und Tüfteln an elektronischen und mechanischen Geräten zum Beruf gemacht. Als Ingenieur in der Abteilung Forschung und Entwicklung für die Firma RESOL - Elektronische Regelungen GmbH entwickelt er automatisierte Testsysteme.

Was bewegen / Energie und Umwelt

Kraft aus 150 Millionen Kilometern

„Ich hatte schon früh die Leidenschaft entwickelt, Sachen auseinanderzunehmen“, gibt Mohamed Arrass zu, und auch am Computer verbringt er seit seiner Jugend gerne viel Zeit. Nach dem Schulabschluss entschloss er sich für ein Elektrotechnikstudium mit dem Schwerpunkt Technische Informatik an der Hochschule Bochum, weil es ihm spannend und vielseitig erschien. Seine Diplomarbeit führte ihn dann in die Solarbranche.

Solarthermie wandelt Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie um. Ingenieure verschiedenster Disziplinen befassen sich mit der Kraft der Sonne. In der Gebäudeplanung ist eine solche thermische Solaranlage mittlerweile kaum noch wegzudenken, was vor allem an den steigenden Energiepreisen liegt. Denn diese thermischen Solaranlagen erwärmen Wasser. Sie sorgen dafür, dass man zu Hause warmes Wasser zum Duschen hat oder die Temperatur der Heizung konstant 23°C beträgt. Hier liegt der Unterschied zu Photovoltaik: Während Photovoltaikanlagen Sonnenlicht in Strom umwandeln, gelangt bei Solarthermie die Wärme durch eine thermische Solaranlagen direkt ins Wasser. „Die Effizienz überträgt sich direkt von der Sonne in den Warmwasserspeicher und unterstützt damit den Heizkreislauf und den Warmwasserkreislauf zu Hause. Dadurch rentiert sich diese Anlage viel schneller“, erklärt Arrass das Prinzip und den Vorteil für die Kunden. Solch eine Solaranlage lohnt sich also auch bereits für den kleinen Verbrauch im heimischen Einfamilienhaus und ist nicht ausschließlich für Großkunden gedacht.

Forschung und Entwicklung

Als Ingenieur entwickelt Mohamed Arrass automatisierte Testsysteme - denn die Regler, die RESOL herstellt, müssen zunächst einem Funktionstest unterzogen werden. „Diese Tests führen wir vor Ort durch, teilweise manuell, teilweise halbautomatisch. Das Ziel ist aber, diesen Vorgang komplett zu automatisieren.“ Diese Aufgabe konnte der Jungingenieur für einige Bereiche bereits in die Tat umsetzen. „Dann steuere ich die Software, die die halbautomatischen Tests durchführt. Diese Software warte und pflege ich und bin für bestimmte Programmiergeräte für die Produktion verantwortlich“, kommentiert Arrass. Zu seinen weiteren Arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung gehört die Koordination des Informationsflusses zwischen den Abteilungen Soft- und Hardware-Entwicklung und der Werkstatt.

Die Aussichten für die Solarbranche

In dem Bereich erneuerbare Energien findet im Moment ein Umbruch statt. Politik, Medien und Menschen erweitern ihr Bewusstsein dafür, nicht erst seit dem Unglück in Fukushima und dem Ausstieg der Bundesregierung aus der Kernenergie. „Die Gesellschaft denkt um. Die Leute sind sich dessen bewusst, dass es auch anders geht.“ Eine Branche mit Zukunft also. Und was sein Studium angeht, würde Mohamed Arrass genau denselben Weg wieder einschlagen: „Mikrocontroller Elektrotechnik und Programmierung sind Segmente, die immer mehr in unser Leben eindringen. Jeder hat einen iPod oder eine Uhr, in die ein Mikrocontroller eingebaut ist. Dieser muss programmiert und entwickelt werden. Die Elektronik macht vor keiner Situation in unserem Leben halt. Diese Geräte müssen gut entwickelt und geprüft werden. Und das machen die Elektrotechniker, meist mit dem Schwerpunkt technische Informatik.“

Weitere Informationen:

Studium der Automatisierungs- und Kommunikationstechnik

Elektronische und elektrotechnische Komponenten stecken in nahezu jedem modernen technischen Produkt. Gleiches gilt für industrielle Fertigungsmaschinen und Produktionsanlagen. In den meisten Branchen sind elektrische Antriebselemente, moderne Automatisierungstechnik und Kommunikationstechnologien unverzichtbar. In den Studienrichtungen Automatisierungstechnik oder Kommunikationstechnik bereitet die HS Bochum daher optimal auf die Anforderungen dieses innovativen Tätigkeitsfeldes vor. Je nach gewähltem Studienschwerpunkt beschäftigt man sich mit Themen der industriellen Automatisierung, der Fahrzeugtechnik, der Logistik oder der Kommunikation sowie der Mikro- und Embedded Systems.

Weitere Infos zum Thema Sonnenenergie findest du in der kompakt-Ausgabe 01|2011

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Werk 1 der RESOL GmbH