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Gesundheit

Die Zukunft ist nah

Patrick Stelzer versucht, am Fraunhofer IPA Roboter mit Menschen zu verknüpfen – und damit die Welt ein bisschen besser zu machen.

Mit Ideen die Welt verändern

Patrick Stelzer träumt als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart von der großen Erfindung. „Das Fraunhofer IPA stellt eine gute Schnittstelle zwischen Universität und Industrie dar. Es wird einem die Möglichkeit geboten, einerseits wissenschaftlich zu forschen und arbeiten und auf der anderen Seite schon den Alltag eines Ingenieurs im späteren Beruf kennenzulernen“, sagt der 26-Jährige.

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Faszination für den Ingenieurberuf

Stelzer ist seit einem Jahr wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart. Studiert hat er technische Kybernetik, einen Studiengang, der den Fokus auf die Regelungstechnik legt und sehr interdisziplinär ist. Der Campus der Universität Stuttgart ist für Stelzer "gleich um die Ecke". Der Ingenieurberuf hat ihn schon immer fasziniert. "In der Schule war ich in Naturwissenschaften sehr gut. Basteleien haben mir Spaß gemacht, ebenso wie rumzuschrauben, aber auch mathematische Dinge", erinnert sich Stelzer: "Die Möglichkeiten, die dieser Beruf einem bietet, gefallen mir: Man arbeitet am PC, hat aber auch Kundenkontakt."

Studienschwerpunkte umsetzen

Vor allem aber ist er jetzt am Fraunhofer IPA mit Robotik in Kontakt. "Das war auch einer der Gründe, warum ich mich sehr interessiert dafür habe, im Bereich der Regelungstechnik tätig zu werden. An neuen Ideen zu arbeiten, das ist ein Traum." Die Robotik bildet Stelzers Studiengang sehr gut ab. Somit hat er gute Möglichkeiten, seine Studienschwerpunkte auch umzusetzen. Der Fokus des Fraunhofer-Instituts liegt auf organisatorischen und technologischen Aufgabenstellungen in der Produktion. Das Fraunhofer IPA arbeitet mit Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik, Mikrosystemtechnik, Energie, Medizin- und Biotechnik zusammen.

"Robotik ist ein zukunftsträchtiges Feld, das viele Emotionen weckt. Es ist ein sehr plastisches und sehr anschaulich ingenieurwissenschaftliches Gebiet", findet Stelzer. "Auch als normaler Konsument, ist nachvollziehbar, was die Regelungstechnik bewerkstelligen kann." Eine bekannte Anwendung aus dem Haushalt wäre etwa die Heizungsregelung, auch der Tempomat beim Kraftfahrzeug oder der Autopilot beim Flugzeug gehören in dieses Teilgebiet der Automatisierungstechnik.

Roboter mit Menschen verknüpfen

Eines seiner Schwerpunktprojekte sind Exoskelette. Dabei handelt es sich im Prinzip um am Körper getragene Roboter. "Wir versuchen Roboter und deren Funktionalitäten direkt mit den Menschen zu verknüpfen", sagt Stelzer. Wenn er seine Skizzen macht, denkt man manchmal zwangsweise an Science-Fiction-Filme. Doch die Zukunft ist ganz nah. Für Exoskelette gibt es viele Anwendungsmöglichkeiten, gerade im Bereich der Medizintechnik oder der Rehabilitation.

Ideen verwirklichen

"Wir konzentrieren uns auf den industriellen Einsatz. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit der Regelung der Exoskelette. Dabei geht es etwa um den Wunsch des Benutzers, einen Gegenstand aufzuheben oder abzulassen, erklärt Stelzer und freut sich über seine Berufswahl: "Als Ingenieur hat man viele Freiheiten im Beruf, man kann seine Ideen verwirklichen. Das ist auch ein großer Vorteil hier beim Fraunhofer IPA. Die große Erfindung, die praktisch die Welt verändert, das wäre mein hochgestochenes Ziel." Was das sein könnte? "Ein Exoskelett zum Beispiel", sagt Stelzer und lacht.

Weitere Infos zum Thema Robotik findest du in der kompakt-Ausgabe 4|2015

Dirk Wagener
Grübeln über neuen Ideen: Robotik ist der Schwerpunkt von Patrick Stelzer am Fraunhofer IPA
Dirk Wagener
Teamarbeit
Dirk Wagener
Die wissenschaftlichen Mitarbeiter helfen sich natürlich auch untereinander
Dirk Wagener
Roboter im Einsatz im Forschungsbereich am Fraunhofer IPA
Dirk Wagener
Roboter werden für die verschiedensten Aufgaben entwickelt
Dirk Wagener
Steuerung eines Roboters
Dirk Wagener
Im Fraunhofer IPA werden Roboter ausgiebig getestet
Dirk Wagener
Arbeiten am Roboterarm
Dirk Wagener
Patrick Stelzer forscht und arbeitet am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart
Dirk Wagener
Patrick Stelzer an seinem Arbeitsplatz
Dirk Wagener
Neben der Computerarbeit zeichnet er unter anderem auch Skizzen, wie hier bei der Entwicklung eines Exoskeletts