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Medien und Kommunikation

Entdecker neuer Märkte

Als Schüler liebte es Thomas Betzitza zu basteln. Praktisch gestaltete er auch den Ausbildungsweg. Heute beschäftigt er sich mit Zukunftstechnologien.

Frühe Entdeckung der Leidenschaft

Wenn man schon als Schüler Verstärker bastelt, Platinen ätzt und mit Schaltplänen, Transistoren, Widerständen und Dioden arbeitet, scheint der künftige Berufsweg durchaus vorgezeichnet. Thomas Bretzitza ist mit seinen 24 Jahren bereits seit Jahren eng mit der Firma MANZ AG verbunden und wird mit seinem Master in Mechatronik fest als Prozessentwickler eingestellt.

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Technik liegt in der Familie

Bei manchen Ingenieuren von morgen liegt die Motivation schlichtweg in der Familie: "Das kommt vom Vater her, der ist Elektromechanikermeister." Für Thomas Bretzitza war damit schon lange klar, dass er Ingenieur werden möchte. Er schwankte aber noch zwischen Maschinenbau und Elektrotechnik. Schließlich fand er ein Angebot der MANZ AG für ein Studium an der Dualen Hochschule Stuttgart, Campus Horb, das – typisch für diese Ausbildung – abwechselnd Praxis- und Theoriephasen umfasst und seine beiden Wunschrichtungen optimal miteinander verknüpft. "Ich wollte das machen, weil mir die Praxis einfach sehr wichtig war. Ich hab gemerkt, wenn ich praktisch arbeiten kann, lerne ich schneller."

Abwechselnd lernte Thomas Bretzitza theoretische Grundlagen auf dem Campus und setzte sie direkt in Projekten bei der MANZ AG um. Dabei war er fest angestellt und verdiente so sein eigenes Geld, hatte aber auch nur 30 Tage Urlaub im Jahr. Immerhin. Aber für einen Studenten durchaus wenig. Für Betzitza überwogen klar die Vorteile: "Das ist das Tolle an unserem Modell, man kann es sich selbst finanzieren und ist beruflich schon da, wo man als Ingenieur hin möchte."

Studium mit Herausforderungen

Doch wie bei jedem Studium gehören auch Rückschläge dazu. Gerade die Fächer, die ihm in der Schule leicht fielen, wie Mathe und Physik, wurden plötzlich zur echten Herausforderung, die Betzitza mit dem entsprechenden Lernaufwand meistern musste. Es gab aber auch handfeste Hindernisse auf dem Weg zum Ingenieur: "Wir mussten im Grundkurs Metallbearbeitung Würfel feilen. Das war ganz schön schwer, und ich habe nicht erst seitdem größten Respekt vor den Azubis, die das drei Jahre lang machen. Dennoch zeigt es einem, wie kompliziert es ist, etwas zu fertigen."

Mit dem Bachelor of Engineering endete das Studium an der Dualen Hochschule und auch das Angestelltenverhältnis bei der Firma MANZ. Für Thomas Betzitza war jedoch klar, dass er auch noch den Master machen möchte. Gemeinsam mit seinen Vorgesetzten besprach er das Vorhaben und fand eine Lösung: Betzitza arbeitete von da an in den Semesterferien als Werkstudent und schrieb seine Masterthesis bei MANZ – der Kontakt zum Unternehmen blieb also gewahrt. Und eine Perspektive gab es auch schon: Im April begann er seine Anstellung als Prozessentwickler im Bereich new business.

Erfinder

Das Basteln hat ihn aber nie losgelassen. In seiner Masterarbeit entwickelte er ein Konzept und Konstruktionen für ein Vierachshandhabungssystem – einen Roboter mit vier Freiheitsgraden. Künftig wird er noch öfter basteln müssen, denn er soll neue Technologien entwickeln, um dem Unternehmen neue Märkte zu erschließen. Ist er also ein Erfinder? "Erfinder? Ja, könnte man schon sagen. Das was ich entwickle oder erfinde, wird schon zum Teil vorhanden sein. Aber im Grunde sind wir Ingenieure durchaus – ein Stück weit – Erfinder." Auch privat baut er vieles selbst, sowie die Lichtkonstruktion in seiner neuen Wohnung. Energiesparend und trotzdem optisch ansprechend. Und auch den Verstärker gibt es noch, er steht bei Thomas Betzitzas Eltern – und klingt immer noch gut.

Weitere Infos zum Thema Roboter und Automatisierungstechnik findest du in der kompakt-Ausgabe 03|2011

Michael Bokelmann
Thomas Betzitza bei der Arbeit
Michael Bokelmann
Technologie von Manz
Manz AG
Lithium-Ionen-Batterien
Manz AG
Manz AG in Reutlingen
Michael Bokelmann
Thomas Betzitza beim Testen