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Mobilität

In die e-mobile Zukunft

Schwung für die Elektromobilität. Im BMW Werk Leipzig startete 2013 die Fertigung des BMW i3. Mitten drin im Traumprojekt ist Nils Borchers.

Ein Traum in Serie

Der BMW i3 ist im vergangenen Herbst in die Serienproduktion gegangen. Nils Borchers war als Prozessverantwortlicher für Funktionale Integration in die Entwicklung des Elektroautos eingebunden.

Was bewegen / Mobilität

Mobile Zukunft auf vier bayerischen Rädern

"Der i3 ist Hightech und Spannung pur; die heiße Phase hat längst begonnen. Die Prototypen werden zurzeit gefahren, gecrasht und auf dem Prüfstand gequält", so Nils Borchers. Die Mitarbeit an der elektrischen Revolution im Automobilbereich ist ganz nach dem Geschmack des gebürtigen Aschaffenburgers. Mittlerweile ist Borchers seit zwölf Jahren im Dienst der BMW Group am Standort München, seit zwei Jahren im Bereich E-Mobility.

Im Projektteam, das die Entwicklung des i3 vorantreibt, ist der 40-jährige Ingenieur als "Prozessverantwortlicher für Funktionale Integration" dafür zuständig, dass am Ende alle Eigenschaften des Fahrzeugs wie Gewicht, Motorleistung, Material und Ladevorgang perfekt zusammenpassen. "Es geht immer um ein Ausbalancieren der Fahrzeugeigenschaften. Ändert man etwas an der Batterie, hat das möglicherweise Auswirkungen auf den Motor oder die Reichweite. Alles muss berücksichtigt werden - die Kundenwünsche, die Kosten oder die Terminschiene", sagt Nils Borchers.

Oft unterwegs

Ständig pendelt er zwischen Prüfstand, Windkanal, Crashtests, Auswertungsgesprächen und Meetings. Manchmal führt ihn seine Arbeit sogar aus der bayerischen Landeshauptstadt in Europas hohen Norden. "In Nordschweden am Polarkreis testen wir, wie sich extreme Minusgrade auf den Lithium-Ionen-Speicher auswirken", erzählt er. Es gibt viel zu tun, denn die Realisierung des i3 ist eine Mammutaufgabe. BMW ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch einen eigenen Elektromotor zu entwickeln. Auch die Fahrzeugarchitektur musste von Grund auf zu diesem neuen elektrischen Antrieb passen. "Drive-Modul nennt sich unser Fahrwerk aus Aluminium, auf dem dann die Live-Zelle, also eine Karosserie aus CFK, aufgesetzt wird. Durch diese zweiteilige Bauweise lassen sich später viele Fahrzeugvarianten schaffen", erklärt Borchers mit echter Begeisterung im Blick. Man merkt sofort, für ihn ging mit dem Projekt bei BMW i ein Wunschtraum in Erfüllung: "Für einen Ingenieur ist es das Größte, wenn er etwas total Neues entwerfen kann. Der i3 ist das Auto 2.0. Ich arbeite an einem Stück Zukunft auf vier Rädern."

Traumhafter Wirkungsgrad

Das Herz des BMW i3 ist der E-Motor, der Strom in mechanische Energie umwandelt und das Auto in Bewegung versetzt. In Sachen Wirkungsgrad überholt er den Verbrennungsmotor um Längen. "Erstaunliche 80 bis 90 Prozent der zugeführten Energie werden tatsächlich zum Fahren genutzt." Neben dem Antrieb war die Herstellung eines effizienten Energiespeichers ein entscheidender Knackpunkt bei der Entwicklung eines rein elektrisch angetriebenen Serienfahrzeugs. Schließlich soll der BMW i3 nicht zu schnell wieder zurück an die Steckdose rollen müssen. Lithium-Ionen-Batterien gelten in dieser Hinsicht als "das Maß aller Dinge". Die Batterie des i3 ist innerhalb von 30 Minuten wieder voll geladen und bringt den Elektroflitzer auf 150 Kilometer Reichweite.

Darauf freut sich Borchers besonders: "Wenn ich zum ersten Mal die Silhouette eines BMW i3 im normalen Straßenverkehr sehe, das wird ein ganz besonderes Gefühl sein."

Weitere Informationen:

Mehr Infos zum BMW i3

Weitere Infos zum Thema E-Mobile findest du in der kompakt-Ausgabe 04|2012

BMW AG
Aufbau des i3
BMW AG
Wendiger Stadtflitzer
Dirk Wagener
Maschinenbauingenieur Nils Borchers
Dirk Wagener
Nils Borchers im Forschungs- und Innovationszentrum
BMW AG
Designskizze des BMW i3
BMW AG
Interieur des BMW i3

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