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Mobilität

Licht ist sein Leben

David Duhme hat seinen Weg als Entwicklungsingenieur gefunden und sorgt nun dafür, dass Autofahrer bei Nacht immer den Durchblick behalten.

Mehr als reine Mechanik

David Duhme ist beim Automobilzulieferer Hella beruflich quasi groß geworden. Ausgelernt hat der Entwicklungsingenieur für Scheinwerfer-Lichtsysteme aber noch lange nicht. In einem zusätzlichen Masterstudiengang bildet sich der 26-Jährige in Sachen Elektrotechnik und Produktentwicklung weiter – um noch tiefer in die Materie einzutauchen. "Ein Scheinwerfer ist eben mehr als reine Mechanik", sagt Duhme.

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Von der ersten Idee bis zur letzten Schraube

Hella gehört zu den größten Automobilzulieferern weltweit. Das Familienunternehmen beschäftigt über 30.000 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten in über 35 Ländern. David Duhme arbeitet im westfälischen Lippstadt, Stammsitz des Unternehmens. In der lichttechnischen Vorentwicklung tüftelt er als Entwicklungsingenieur tagtäglich an neuen Lichtsystemen für Fahrzeugscheinwerfer.

"Hier dreht sich eigentlich alles um das Thema LED und Laserdiode als Lichtquellen. Wir bauen Prototypen-Scheinwerfer auf, die wir anschließend testen und erproben", erzählt Duhme. So ein Scheinwerfer ist ein hochkomplexes mechatronisches System. Deswegen geschieht die Entwicklung auch grundsätzlich in Teamarbeit, mit Licht-, Elektrotechnikern und Industriedesignern. Duhmes Arbeit ist die Konstruktion der Prototypen. Mit CAD-Programmen lässt er die Modelle am Bildschirm in 3D-Darstellungen lebendig werden.

"Jeder Prototyp ist ein Unikat"

Doch Duhmes Hände sind nicht nur auf der Tastatur aktiv, anschließend legt der 26-Jährige nämlich selbst Hand an. "Jeder Prototyp, den wir herstellen, ist ein Unikat. Da gehört es dann auch dazu, die Konstruktion, die man sich ausgedacht hat, selbst oder mit Kollegen an der Werkbank zusammenzuschrauben", erzählt Duhme: "Das Reizvolle an meinem Job ist die Kombination aus Theorie und Praxis."

Wenn der Prototyp fertiggestellt ist, steht die Testphase an. Die eigentliche Lichtfunktion wird sowohl auf Qualität – also optische Kriterien – als auch auf Quantität getestet, wobei konkrete Werte wie Beleuchtungsstärke oder Lichtströme gemessen werden. "So können wir genau überprüfen, ob der Prototyp die Anforderungen umsetzt", sagt Duhme. Auch das geschieht im Team, so kann sich jeder noch einmal final einbringen. Abschließend wird der funktionsfähige Scheinwerfer ins Auto integriert und bei Nachtfahrten auf der Straße in dynamischen Fahrsituationen getestet.

Im Unternehmen groß geworden

In seinem Team fühlt sich Duhme wohl. Kein Wunder, bei Hella ist er in seinem Beruf quasi groß geworden. Sein Maschinenbaustudium in Soest hat er in Kooperation mit dem Unternehmen absolviert. So konnte er sich während des Semesters voll auf das Lernen konzentrieren und machte in den Ferien seine Praxisphasen in Lippstadt. "Da bin ich dann erstmals in den Bereich Lichtquellen gekommen", erinnert sich Duhme, der sofort begeistert war und sogar seine Bachelorarbeit diesem Thema widmete.

Ergänzendes Masterstudium

Auch heute ist das Lernen nicht ganz vorbei. Neben dem Unternehmen befindet sich die Hochschule Hamm-Lippstadt, wo Duhme neben dem Ingenieursjob noch einen Masterstudiengang absolviert. "Das bietet mir die Möglichkeit, mich berufsbegleitend in den Bereichen Elektrotechnik und Produktentwicklung weiterzubilden. Während meiner Tätigkeit habe ich gemerkt: Da ist noch ein bisschen Nachholbedarf", sagt Duhme und ist weiter ganz wissbegierig: "Ein Scheinwerfer ist eben mehr als reine Mechanik."

Carsten Oberhagemann
David Duhme arbeitet als Entwicklungsingenieur für Scheinwerfer-Lichtsysteme beim Automobilzulieferer Hella in Lippstadt
Carsten Oberhagemann
An den Prototypen führen die Entwicklungsingenieure im Messlabor dann viele Lichttests durch
Carsten Oberhagemann
Auch hier ist wieder Teamarbeit wichtig...
Carsten Oberhagemann
...David Duhme mit dem Mechatroniker Kai Ehlert und dem Projektleiter Dipl.-Ing. Marc Kaup
Carsten Oberhagemann
An seinem Arbeitsplatz...
Carsten Oberhagemann
... konstruiert David Duhme mit Hilfe von CAD-Programmen Prototypen...
Carsten Oberhagemann
...und baut diese Prototypen dann an einer Werkbank – häufig mit Kollegen, wie dem Mechatroniker (Lichttechnik) Kai Ehlert – zusammen
Carsten Oberhagemann
Einbau des Prototyps ins Serienfahrzeug für die nächste Testfahrt im Dunkeln
Carsten Oberhagemann
Neben dem Job bei Hella...
Carsten Oberhagemann
...absolviert David Duhme noch ein Masterstudium an der Hochschule Hamm-Lippstadt