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Sport und Freizeit

Bachelor olympisch

Felix Wimberger hat zwei ganz verschiedene Ziele vor Augen: Olympia in Rio und den Bachelor im Maschinenbau.

Doppelte Herausforderung

2016 will Felix Wimberger bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Deutschland-Achter, em Flaggschiff der Ruder-Nationalmannschaft, sitzen, vorher steht für den Maschinenbaustudenten aber eine große Herausforderung anderer Art an: die Bachelorarbeit. Dabei will der 24-Jährige "den Sport mit dem Beruf verbinden". Als Praktikant bei Wilo, Pumpenhersteller aus Dortmund, konnte er das Ingenieurleben schon einmal testen.

Was bewegen / Sport und Freizeit

Sport und Beruf verbinden

Wimberger studiert an der Fachhochschule Dortmund. Bei seiner Bachelorarbeit geht es um "Resonatoren zur Schwingungsreduzierung in Sportgeräten". Damit will er sein theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. "Es gibt die Überlegung, ein Patent anzumelden", verrät Wimberger und will deswegen auch nicht zu viel über seine Arbeit verraten. Nur so viel: hochtechnisch ist sie. Zur Technik hatte Wimberger in Kindertagen schon einen Hang. "Es war immer die Neugier da. In der Schule war ich am besten, wenn es um Mathematik oder Technik ging. Alles in diese Richtung hat mich schon immer interessiert. Da war es eigentlich früh klar, worauf es bei mir hinauslaufen wird", erinnert sich der gebürtige Passauer, der seit 2009 in Dortmund wohnt. An der Fachhochschule blieben die Vorlieben des Sportsoldaten die gleichen, allerdings wurde Wimberger schnell klar, in welche Richtung es nicht gehen wird: "BWL oder Wirtschaftslehre, das war gar nicht meines."

Praktikant im Bereich Prozess-Engineering

Lieber hat Wimberger mit Technik zu tun, so wie bei seinem 20-wöchigen Praktikum bei Wilo, das im Rahmen des Studiums vorgeschrieben ist. Ein halbes Jahr lang war er bei dem Pumpenhersteller vor allem im Bereich Prozess-Engineering tätig. "Prozesse entwickeln, sichern, gewährleisten, verbessern", zählt Wimberger seine Aufgaben auf: "Das Praktikum hat mir sehr viel gebracht, es werden Punkte vermittelt, die man an der Uni so nicht mitbekommt. Wenn man mit Menschen zu tun hat, kann einfach mehr schief gehen. Da muss man viel mehr Sachen beachten und schnell mitdenken."

"Die Mischung macht’s"

Das Praktikum hat ihm aufgezeigt, was er will – und was nicht: "So einen klassischen Bürojob, bei dem man nur am Computer sitzt, kann ich mir für meine Zukunft nicht vorstellen." Typisch Sportler eben, Wimberger braucht immer etwas Action: "Es hat richtig Spaß gemacht, als ich in der Produktion unterwegs war, mich dort mit den Schichtarbeitern ausgetauscht habe und auch aktiv mitwirken konnte. Ich denke, die richtige Mischung macht’s." Mitgewirkt hat er bei seinem Praktikum unter anderem an der Entwicklung von Einspannvorrichtungen für CNC-Fräsmaschinen, die beim Produktionsvorgang Zeit einsparen und die Genauigkeit optimieren.

Optimale Vorbereitung auf Olympia

Aktuell ist Wimberger wieder in den Hörsälen der FH Dortmund unterwegs. Noch drei Klausuren muss er schreiben, bevor im Sommer die Bachelorarbeit ansteht. "Ich bin dann drei Semester über der Regelstudienzeit. Ich denke, das ist als Leistungssportler im Rahmen", sagt Wimberger, der ständig zwischen Training und Campus pendelt. Sein größter Erfolg gelang ihm 2014, da gewann er als Schlagmann des Deutschland-Achters WM-Silber. Nach dem Bachelorabschluss will er sich voll auf das Rudern und eine optimale Vorbereitung für die Olympischen Spiele konzentrieren. Das Studium muss dann für ein Jahr lang ruhen. "Danach überlege ich mir, wie es weitergeht. Mein Wunsch wäre es, später den Beruf mit dem Sport zu verbinden", sagt Wimberger und bastelt schon an ersten Ideen: "Einen besonderen Schlitten oder ein Fahrrad zu produzieren, das wäre doch was." Das Ruderboot hat er ja sowieso immer im Hinterkopf.

Carsten Oberhagemann
Maschinenbauingenieur und Sportler Felix Wimberger
Carsten Oberhagemann
Felix Wimberger absolviert sein Pflichtpraktikum beim Pumpenhersteller Wilo
Carsten Oberhagemann
... an seinem Arbeitsplatz im Ingenieurbüro ...
Carsten Oberhagemann
...aber einen klassischen Bürojob kann er sich später nicht vorstellen.
Detlev Seyb
Eine echte Sportskanone: Als Schlagmann führte er den Deutschland-Achter, das deutsche Ruder-Flaggschiff, 2014 zu WM-Silber. Im gleichen wurde er im gleichen Boot Europameister. Das große Ziel sind aber die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.
Detlev Seyb
Felix hoch drei: Felix Wimberger (rechts) und sein Ruderkamerad Felix Drahotta mit dem Felix-Award, der Auszeichnung zur Mannschaft des Jahres 2014 in Nordrhein-Westfalen

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