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Sport und Freizeit

Mensch und Maschine

Roboter machen genau das, was Katja Butterweck will: Die Applikationsingenieurin schafft Brücken zwischen Mensch und Maschine.

Über menschliche Grenzen hinaus

Katja Butterweck ist von Robotern und deren Möglichkeiten fasziniert. Als Applikationsingenieurin bei ABB sorgt sie dafür, dass Roboter die perfekte Ergänzung im Arbeitsleben darstellen, wo Menschen an ihre Grenzen stoßen: "Es gibt immer neue Herausforderungen - zum Beispiel dort, wo Menschen gefährliche Arbeiten verrichten oder immer wiederkehrender Belastung ausgesetzt sind. Ich schaffe es, mit dem Roboter diese Aufgaben zu lösen."

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Maschinen im Griff

Katja Butterwecks Arbeitsplatz bei der ABB Automation GmbH in Friedberg befindet sich zurzeit an einer Automationszelle mit Roboterlösung zur Bedienung industrieller Werkzeugmaschinen. Die so genannte FlexMT überragt die Jungingenieurin, doch mit der handlichen Robotersteuerung hat sie die schwere Maschine voll im Griff. Mittels eines Förderbandes, eines Kamerasystems und des Roboters kann sie verschiedene Aufgaben durchführen. Häufig muss Butterweck neue Software an der Roboterzelle testen und validieren, ob alle alten Funktionen dadurch nicht beeinträchtigt werden. "Dadurch, dass es so ein komplexes System ist, gibt es immer verschiedene Fälle, die ich mir überlege und anschließend überprüfe", erklärt sie. Wenn sich doch ein Fehler einschleicht, muss sie alles genau dokumentieren, um den Entwicklern den entsprechenden Input zu geben, was zu ändern ist. Katja Butterweck bringt ihr Wissen in den Prozess mit ein.

Verschiedene Komponenten

Der Austausch mit den anderen Abteilungen ist ein wichtiger Bestandteil ihres Arbeitsalltags. "Wenn eine Frage aufkommt, stehen immer alle Türen offen", berichtet Butterweck: "Es gibt auch Aufgaben, bei denen vornherein im Team gearbeitet wird. So ist es auch bei der FlexMT.“ Weil bei dieser Roboterzelle verschiedene Komponenten zusammenkommen, werden unterschiedliche Spezialisten gebraucht.

Etwas kleiner als die Flex-MT, aber ebenso komplex ist YuMi, der weltweit erste wirklich kollaborative Roboter, der sicher mit einem Mensch zusammen an einer Aufgabe arbeiten kann. Per App kann YuMi ("You and Me") programmiert werden. Katja Butterweck hat das Programm mitentwickelt und getestet. Erstmals einem breiteren Publikum wurde der Roboter bei der Hannover Messe vorgestellt.

Steuerung per App

Das Publikum machte große Augen bei YuMi. Auch prominente Gäste schüttelten dem Roboter die Hand: selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ es sich nicht nehmen, eines der Wunderwerke deutscher Technik aus nächster Nähe zu begutachten. Für Katja Butterweck war es eine tolle Erfahrung, selbst auf der Messe den Roboter präsentieren zu können und Fragen zu ihm zu beantworten: "Es war unheimlich schön zu sehen, wie viele Leute einfach begeistert vor YuMi standen und ihn auch anfassen oder selber ein Programm erstellen konnten." Selbst den Kleinsten gelang das mittels der App.

Studium an der TU Darmstadt

Das war für die technikbegeisterte Ingenieurin eines der schönsten Erlebnisse, viele weitere sollen folgen. Während der Studienzeit an der TU Darmstadt hatte sie bereits ein Praktikum bei ABB gemacht, "dann war für mich eigentlich klar – da will ich hin", berichtet sie. Ihr Ehrgeiz zahlte sich aus, nach dem Studium bekam sie eine feste Stelle im Unternehmen – und musste erst einmal zurück auf die Schulbank. Bei ABB bekommen auch Jungingenieure zum Einstieg Schulungen, mit denen sie gezielt auf den Job vorbereitet werden. "Es wird Wert darauf gelegt, dass die Leute in Schulungen selbst ausgebildet und somit für die Aufgaben fit gemacht werden."

Auch abseits des Jobs ist sie fit. Ihr Ausgleich zum Berufsalltag ist der Sport und zwar ein ganz besonderer: Einradhockey. Sie jagd für das Bundesligateam RheinMainTornados auf einem Rad mit Hockeyschläger dem Ball hinterher. So bekommt sie immer wieder den Kopf frei für die nächsten Aufgaben am Roboter und ganz bestimmt viele gute Ideen.

Carsten Oberhagemann
Die Applikations-Ingenieurin Katja Butterweck
Carsten Oberhagemann
Katja Butterweck präsentierte auf der Hannover Messe den neuen ABB-Roboter YuMi und hatte dabei sichtlich viel Spaß
Carsten Oberhagemann
Katja Butterweck ist nach ihrem Studium an der TU Darmstadt direkt bei ABB als Applikations-Ingenieurin eingestiegen
Carsten Oberhagemann
FlexMT ist eine Roboterlösung zur Bedienung industrieller Werkzeugmaschinen
Carsten Oberhagemann
Anfassen erlaubt: Katja Butterweck mit YuMi, dem weltweit ersten wirklich kollaborativen Roboter, der die sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ermöglicht
Carsten Oberhagemann
Katja Butterweck...
Carsten Oberhagemann
...am Arbeitsplatz...
Carsten Oberhagemann
...bei ABB im hessischen Friedberg
Carsten Oberhagemann
Einradhockey ist ihr großes Hobby...
Carsten Oberhagemann
...dem sie in ihrer Freizeit nach der Arbeit gerne nachgeht

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