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Sport und Freizeit

Toptechnik für die Küche

Rouven Vierfuß ist ein Meister der Küche und der Technik. Bei der Miele-Tochter Imperial kann der Diplom-Wirtschaftsingenieur beides anwenden.

Rezept für die perfekte Produktion

In Asien hat er eine lange Tradition, und auch in Europas Küchen ist der Dampfgarer mittlerweile eingezogen. Rouven Vierfuß hat täglich mit den Küchengeräten zu tun - aber er ist kein Koch. Vielmehr befasst sich der 31-Jährige mit den Maschinen, die Dampfgarer herstellen – und zwar bei der Miele-Tochter Imperial im ostwestfälischen Bünde.

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Ausschau nach Optimierung

Als vor kurzem im Miele-Werk eine Produktionshalle für Dampfgarer geplant wurde, war Rouven Vierfuß maßgeblich an der Entwicklung von Konzepten beteiligt. "Neben der Prozessanalyse war es meine Aufgabe, ein neues Montagesystem zu erarbeiten", erzählt Vierfuß. In diesem Fall wurde auf eine U-Zellenfertigung umgestellt, wodurch jeder Mitarbeiter ein Gerät im U-Fluss eigenständig montieren kann. "Das ist nicht nur gut für die Flexibilität, sondern steigert auch die Motivation der Mitarbeiter", erklärt Vierfuß, der immer noch regelmäßig in der Produktionshalle nach Optimierungsmöglichkeiten Ausschau hält.

Das Besondere an der neuen Dampfgarer-Fertigungsanlage ist, dass dort die Garräume voll automatisiert für mehrere Varianten produziert werden können. Robotersysteme sind aufeinander abgestimmt, ein Rädchen greift ins andere. Die Projektierung dieser Anlage hat mehrere Jahre in Anspruch genommen. Der Lohn: Heute kann die hochkomplexe Anlage die verschiedenen Varianten innerhalb eines Tages produzieren und das mit relativ geringem Rüst- und Personalaufwand.

Teamarbeit spielt eine wichtige Rolle

In seiner Gruppe arbeiten vier Personen, davon sind zwei Ingenieure und zwei Techniker. Teamarbeit wird hier groß geschrieben, wobei jeder in Vierfuß’ Team für seine Projekte selbst verantwortlich ist. "Mir ist es wichtig, dass wir uns regelmäßig in Meetings abstimmen. Einerseits, um über Herausforderungen und Probleme in den verschiedenen Projekten zu sprechen, andererseits, damit jeder von dem anderen lernen kann und wir einen aktuellen Überblick über alle Projekte haben", erzählt der Ingenieur.

Über die Studienarbeit in den Beruf

Vierfuß ist über seine Studienarbeit zum Miele-Werk nach Bünde gekommen, hat dort auch anschließend seine Diplomarbeit geschrieben. Nach dem Abschluss des Wirtschaftsingenieurwesen-Studiums (Fachrichtung: Produktions- und Systemtechnik) an der Technischen Universität Braunschweig bewarb er sich als Projektingenieur bei dem Hausgerätehersteller und wurde prompt genommen. "Das war für mich ideal. Bei Miele fasziniert mich die pragmatische Herangehensweise an Aufgaben, aber auch die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit, die ich im Werk vorgefunden habe. Das macht es für einen jungen Ingenieur extrem attraktiv, hier zu arbeiten", sagt Vierfuß. Sein an der Uni erworbenes Theoriewissen kann er hier in praktische Erfahrungen umwandeln.

Young-Management-Programm

Vor zwei Jahren wurde Vierfuß in das Young Management-Programm aufgenommen, womit Miele jungen Ingenieuren Entwicklungs- und Zukunftsperspektiven bieten will. Vierfuß ist dadurch zum Gruppenleiter seiner Abteilung aufgestiegen. "Die Personalentwicklung wird hier groß geschrieben. Ich habe beispielsweise an Seminaren für Konfliktlösung oder Teamführung teilgenommen", erzählt Vierfuß.

In 82 Tagen um die Welt

Seine große Leidenschaft ist das Reisen. Schon während des Studiums hat Rouven Vierfuß ein Semester in Tampere (Finnland) studiert, und vor Jobantritt hat er sich dazu entschieden, in 82 Tagen um die Welt zu reisen. Länder wie China, Dubai, Australien, Neuseeland und Kanada hat er dabei besucht. "Durch die Auslandserfahrung konnte ich meinen Horizont erweitern, und sie hat sicher auch dazu beigetragen, dass ich heute im Auftreten sicher geworden bin."

Carsten Oberhagemann
In der Versuchsküche bereiten Kolleginnen Lebensmittel zu und testen dabei die Funktionalität der neuentwickelten Küchengeräte
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Immer auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten: Rouven Vierfuß in der Produktionshalle
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Rouven Vierfuß hat Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Produktions- und Systemtechnik an der Technischen Universität Braunschweig studiert
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Rouven Vierfuß in der neuen Produktion für Dampfgarer