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Städte von morgen

Technik für besseres Licht

In der Leuchtenindustrie sind Ingenieure mit Gefühl für Ästhetik gefragt, wie Andreas Büttcher, der innovative LED-Leuchten entwickelt.

Faszination Licht und Atmosphäre

„Was mich an Licht fasziniert? Wie stark man damit die Stimmung in einem Raum beeinflussen kann!“ Bei Andreas Büttcher geht es nicht nur um Technik und Daten, sondern auch um die Emotionen, die seinem Arbeitsfeld Licht verknüpft sind. Der junge Diplom-Ingenieur arbeitet im hessischen Usingen bei Zumtobel Lighting, einem der wichtigsten Hersteller der Lichtbranche.

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Bei der LED-Revolution ganz vorne dabei

Die Marke Zumtobel ist Teil der Zumtobel Gruppe, einem international tätigen Konzern mit insgesamt über 7.000 Mitarbeitern und mehreren Standorten in Deutschland. Die Zentrale befindet sich im österreichischen Dornbirn – in Usingen entstehen Büroleuchten und Lichtsysteme für das Gesundheitswesen. Andreas Büttcher legt Wert auf Ästhetik: "Ich mag gut gestaltete technische Produkte. Das hat schon die Wahl meines Studiengangs beeinflusst." Nach einem Abitur mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Fokus nutzte Büttcher die Zeit des Zivildienstes, um intensiv über die Berufswahl nachzudenken, und entschied sich schließlich für den Studiengang Maschinenbau mit dem ungewöhnlichen Schwerpunkt Produktentwicklung und Design, den die Hochschule Emden-Leer in Ostfriesland anbietet.

Nach der Diplomarbeit, die er im Projekt eines deutschen Doktoranden an der Technischen Universität Malaysia in Kuala Lumpur erarbeitete, und Stationen in der Fahrzeugindustrie zog es ihn 2008 zu Zumtobel, zunächst in das Werk im ostwestfälischen Lemgo. Die Präsentation der Diplomarbeit eines Studienkollegen, die dieser bei Zumtobel geschrieben hatte, machte ihn auf dieses Unternehmen und eine Branche aufmerksam, die er bis dato gar nicht auf dem Radar hatte: Die mittelständisch geprägte Leuchtenindustrie. "Mir persönlich war der Fahrzeugkonzern, für den ich damals tätig war, einfach zu groß, ich fühlte mich als kleines Rädchen", schildert Büttcher seine Motive für den Wechsel: "Zumtobel ist international, aber überschaubar und hat eine Größe, wo man als Einzelner etwas bewegen kann." Zuerst entwickelte er Sondervarianten von Leuchten für spezielle Architekturprojekte, wechselte in Usingen dann aber in die reguläre Produktentwicklung und ist heute als Entwickler und Projektleiter für Pendelleuchten zuständig.

Die Leuchte bis zur Serienproduktion begleiten

Andreas Büttcher erlebt in seinem Fachgebiet zur Zeit eine enorme technische Umwälzung: "Als Lichtquelle bringt die LED so viele Vorteile, zum Beispiel bei der Lebensdauer und beim Energieverbrauch, dass wir inzwischen praktisch nur noch LED-Leuchten entwickeln," berichtet er. Wenn ein neues Projekt startet, kommen die Anforderungen dafür aus dem Produktmanagement, das in der österreichischen Zentrale angesiedelt ist. Auch bestimmte Komponenten, zum Beispiel die LED-Module, die in der Leuchte das Licht erzeugen, werden zum Teil innerhalb des Konzerns gefertigt. Andreas Büttchers Aufgabe ist es, im Team mit den Produktmanagern und auch mit externen Designern oder Architekten die Leuchte mit ihren Komponenten durchzukonstruieren und bis zur Serienreife und Produktion im Usinger Werk zu begleiten – etwa bei der LED-Pendelleuchte "Lincor" oder einer neuen Leuchte, die speziell für die Büros eines großen Hochhausprojekts entwickelt wird: Damit auch dort gutes Licht für optimale Arbeitsbedingungen und positive Stimmung bei den Nutzern sorgt.

Weitere Informationen

Lichtportal der deutschen Elektroindustrie (ZVEI)

Weitere Infos zum Thema Licht & Beleuchtung findest du in der kompakt-Ausgabe 10|2013

Zumtobel
Bürobeleuchtung
Zumtobel
Andreas Büttcher
Stefan Klingelberg
Halogenstrahler
Philips
Hochdruck-Entladungslampe
© Philips
OLED (organic light emitting diodes)
Stefan Klingelberg
Energiesparlampe
Stefan Klingelberg
LED (light emitting diode)