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Wasser und Nahrung

Know-how für mehr Gerechtigkeit

Die "Ingenieure ohne Grenzen" setzen ihr Know-how ein, um die Lebensbedingungen weltweit zu verbessern.

Sauberes Wasser dank Technik

Christine Oro Saavedra startete gemeinsam mit den "Ingenieuren ohne Grenzen" das Projekt "Wasser für Bolivien". In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung vor Ort wurden moderne Pumpsysteme und Wasserleitungen installiert. Im Alltag arbeitet die Ingenieurin als Projektleiterin für Wasseraufbereitungstechnik.

Was bewegen / Wasser und Nahrung

Wasser für Bolivien

Wasser ist Leben und dort, wo es fehlt, bestimmt dieser Mangel den Alltag. Wie zum Beispiel in den bolivianischen Andendörfern Santa Ana, Siete Suyos und Chocaya Ánimas im Südwesten des südamerikanischen Landes. Die Bewohner mussten für sauberes Trinkwasser aus weit entfernten Quellen viel Geld bezahlen – Geld, das sie in der Regel nicht besitzen. Die Umgebung ist durch das raue Andenklima sehr trocken, der einzige Fluss durch den Bergbau stark verschmutzt. So fehlte Wasser zum Trinken, Kochen, für den Anbau von Lebensmitteln und die tägliche Hygiene. Daher startete Christine Oro Saavedra mit den "Ingenieuren ohne Grenzen" das Projekt "Wasser für Bolivien". In Job und Freizeit konzentriert sich die Ingenieurin ganz auf das wertvolle Nass: Tagsüber arbeitet sie als Projektleiterin im Anlagenbau für Wasseraufbereitungstechnik bei der PWT Wasser- & Abwassertechnik GmbH. In ihrer Freizeit ist sie ehrenamtlich bei "Ingenieure ohne Grenzen" aktiv. "Ich habe nach meinem Studium selbst über ein Jahr in Bolivien als Ingenieurin gearbeitet. Daher kannte ich die Situation vor Ort sehr gut." Soziale Veränderungen bewirken zu können, war ihr schon bei der Berufswahl wichtig: "Ein Ingenieurstudium hat mir die perfekte Kombination aus Technik und Mensch geboten."

Kommunikativ und organisiert

Finanzielle und technische Machbarkeit ist die Voraussetzung für den Startschuss zu einem neuen Hilfsprojekt. "Das allerwichtigste Kriterium neben sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit ist aber, ob die Menschen vor Ort dieses Projekt überhaupt wollen", erklärt Christine. Nach der Entscheidung für ein Projekt folgt eine Analyse der Situation, um dann die entsprechenden Maßnahmen zu planen, Technologien auszuwählen und diese an die jeweilige Situation anzupassen. "Durch die Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Studierenden aus verschiedenen Fachrichtungen können wir immer mit der nötigen Kompetenz handeln", berichtet die 29-Jährige. Nach Abschluss der Vorarbeiten reist ein meist zweiköpfiges Team in das entsprechende Land, um das Projekt in die Tat umzusetzen. Christine war 2010 vier Wochen in Bolivien vor Ort. "Durch den Austausch mit der lokalen Bevölkerung erhalten wir wertvolle Informationen über die Bedingungen vor Ort oder bereits vorhandene Technik." Im Zusammenspiel mit modernsten Technologien entsteht so häufig eine äußerst effiziente Lösung. Durch ihren Job, bei dem sie sich täglich mit Planung, Abwicklung und Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen beschäftigt, konnte sie schon sehr viele praktische Erfahrungen sammeln, die ihr in Bolivien zu Gute kamen. Bei der Mitarbeit an Hilfsprojekten lernt sie vor allem in Sachen Kommunikation, Mitarbeiterführung, Projektmanagement und Organisation dazu. Zu sehen, dass sie mit ihrem Wissen wirklich etwas bewegen kann, ist für Christine unbeschreiblich schön. "Die Vorstellung, dass sich die Menschen in Santa Ana an die ´blonde Ingenieurin` erinnern, die ihnen Wasser gebracht hat, wiegt mehr als Karriere und Geld."

Weitere Informationen:

Jeweils am zweiten Donnerstag im Monat treffen sich Interessierte zum Neuentreffen der "Ingenieure ohne Grenzen" in Hamburg, um die Arbeit der Ingenieure ohne Grenzen kennenzulernen.

Zum Projekt Wasser für Bolivien der Regionalgruppe Hamburg

Weitere Infos zum Thema Wassermanagement findest du in der kompakt-Ausgabe 02|2013

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