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Wasser und Nahrung

Digitalisierung der Ackerfurche

Kein romantisches Idyll mehr: Die Landwirtschaft ist heute stark automatisiert und hochtechnologisch angeleitet.

Hightech-Traktor

Durch das Lenksystem „AutoTrac“ des Landmaschinenproduzenten John Deere steuert sich der Hightechtraktor namens 7280R beinahe selbst. „BoomGuard“ klingt wie der Titel einer Komödie, meint aber eine automatische Gestängedämpfung. „BoomTrac“ heißt das System, das die Feldtopographie minutiös registriert und die Spritze bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger instruiert. Für das richtige Timing sorgt ein Satellit. Auf sein Signal hin öffnet und schließt das „Sprayer Pro-System“ seine Ventile zum exakt richtigen Zeitpunkt.

Was bewegen / Wasser und Nahrung

Forschung auf dem Lande

1837 legte der Hufschmied John Deere den Grundstein für den heute weltweiten Marktführer bei der Produktion land- und forstwirtschaftlicher Maschinen. Im Juni 2010 nahm das neue John Deere-Technologie- und Innovationszentrums im Kaiserslauterer PRE-Park seine Arbeit auf. Dort koordiniert das Unternehmen alle Entwicklungen im Bereich Informations-, Kommunikationstechnologien und E-Mobilität. Stephen Leese, Innovationsmanager am ETIC: „Für Kaiserslautern haben wir uns wegen des hervorragenden Zugangs zu verschiedenen Forschungseinrichtungen und natürlich zu vielen Studenten entschieden. Wir pflegen zum Beispiel gute Kontakte zur TU Kaiserslautern, zum Fraunhofer Institut und zum Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), bei dem wir auch Gesellschafter sind.“

Zusammenarbeit mit Studierenden

Auf das Know-how der Institute und Universitäten greift das ETIC zurück, um exakt auf die Bedürfnisse der Landwirte zugeschnittene Technologien zu entwickeln. Strategische Partnerschaften mit Hochschulen und Forschungsstellen und enge Kooperationen mit Universitäten gehören zum Alltag. Dabei haben beteiligte Studenten die Möglichkeit, den Arbeitsalltag bei einem potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen. „Wir haben ein Programm, mit dem wir weltweit für uns relevante Universitäten auswählen, mit denen wir dann Forschungsprojekte durchführen. Studentische Projektmitarbeiter können uns als potenziellen Arbeitgeber prüfen, und wir lernen sie kennen. Jemand, der als Student mit uns so ein Forschungsprojekt macht, hat sehr gute Chancen, nachher auch bei John Deere eingearbeitet zu werden. Das gilt für das klassische Ingenieurwesen, aber auch für den Bereich Software- und Electronic Engineering“, sagt Stephen Leese. Unter angehenden Ingenieuren gehört John Deere zu den 50 beliebtesten Arbeitgebern. Das belegte eine im April 2012 veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Universum Communications.

Mensch - Maschine

Die besondere Aufmerksamkeit der Forschung am ETIC gilt den Benutzerschnittstellen. Digital gesteuerte landtechnische Arbeitsmaschinen verfügen neben einer automatischen Regelung und Steuerung auch über Beratungssysteme. Damit die „Chemie“ zwischen Landwirt und Maschine stimmt und beide reibungslos miteinander arbeiten können, müssen die Maschinen mit funktionalen Erklärungskomponenten ausgestattet sein. Das ETIC steckt viel Mühe in die Verbesserung und Vereinfachung von Bedienungselementen. Denn erst wenn Mensch und Maschine reibungslos interagieren, kann die Planung und Steuerung von Prozessen effektiv ablaufen. Das Ziel ist eine erhöhte Effizienz. Durch Präzision lässt sich der Ertrag steigern und gleichzeitig muss weniger Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt werden. Stephen Leese ist überzeugt, durch maschinelle Innovationen und Kooperationen mit Pflanzenschutz- und Düngemittelherstellern zu einer integrierten Lösung zu kommen, die die Landwirtschaft langfristig erheblich effizienter machen wird und dennoch die Umwelt schont.

Weitere Infos zur modernen Landwirtschaft findest du in der kompakt-Ausgabe 08|2012

John Deere
Stephen Leese an seinem Arbeitsplatz.
John Deere
Das JD ETIC Kaiserslautern befindet sich zwischen den beiden wichtigsten europäischen Fabriken von John Deere in Mannheim (Traktorherstellung) und Zweibrücken (Erntemaschinen)
John Deere
Reif für die Ernte. Früher per Hand - heute vollautomatisch.
John Deere
Manager Stephen Leese vor einem Traktor aus dem Unternehmen
John Deere
Präzisionsarbeit auf dem Acker mit dem AutoTrac-System
John Deere
Präzise Dosierung von Pflanzenschutzmitteln
John Deere
Hightech auf dem Feld - Landwirtschaft ist auch eine Zukunftsbranche

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