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Job des Monats

Juli 2016: Produktion

Echt produktiv!

Ingenieure im Bereich Produktion

Die Optimierung von Fertigungsprozessen ist das Ziel von Ingenieuren, die sich mit dem Thema Produktion beschäftigen.

Mit der Produktion ist man fast beim letzten Schritt angekommen, den ein neues Auto, ein leckerer Joghurt im Becher oder ein kleines Bauteil für eine riesige Windkraftanlage nehmen müssen, bevor sie zum Einsatz kommen. Alle Geräte, Lebensmittel, Fahrzeuge oder auch Materialien zur Weiterarbeitung durchlaufen am Ende die Produktionskette, um dann weitertransportiert zu werden. Ingenieure, die das Thema Produktion im Fokus haben, wollen das Beste aus der Produktion herausholen, damit sie reibungslos, effizient, energieschonend und sicher abläuft.

Von Anfang an dabei

Daher machen sie sich nicht erst Gedanken, wenn das erste Produkt vom Band laufen soll, sondern sind bereits bei der Entwicklung oder Optimierung dabei, um die Produktion genau zu planen. Sie kennen die Produktionsanlagen sehr genau und müssen sich intensiv mit den verwendeten Materialien befassen. Um Störungen vorzubeugen bedenken sie schon im Vorfeld mögliche Hindernisse, die auftreten könnten und versuchen diese von Anfang an zu vermeiden.

Wichtig ist natürlich, auch die Kollegen, die direkt an den Produktionsanlagen arbeiten, die Maschinen überwachen und bedienen, mit in Planung und Organisation einzubeziehen. Sie können Feedback geben, auf Probleme aufmerksam machen und wichtige Hinweise für Verbesserungen liefern.

Produktion der Zukunft

Auch im think ING. Netzwerk gibt es Ingenieure, die sich täglich Gedanken um die Produktionsoptimierung machen. Rouven Vierfuß beispielsweise befasst sich bei Miele unter anderem mit der Fertigung von Dampfgarern. Vor einiger Zeit wurde die Produktion der Geräte komplett auf eine sogenannte U-Fertigung umgestellt. Dieser Prozess nahm meherere Jahre in Anspruch. Das Besondere an der neuen Dampfgarer-Fertigungsanlage ist, dass dort die Garräume voll automatisiert für mehrere Varianten produziert werden können. Robotersysteme sind aufeinander abgestimmt, ein Rädchen greift ins andere. Ergebnis: Heute kann die hochkomplexe Anlage die verschiedenen Varianten innerhalb eines Tages produzieren und das mit relativ geringem Rüst- und Personalaufwand.

Damit sind Produktionsingenieure auch mitten drin in einem wichtigen Zukunftsthema: Bei der Industrie 4.0 geht es um die Vernetzung von Anlagen, Mitarbeitern, Bauteilen, Zulieferern und Materialien. In der Fabrik der Zukunft kommunizieren diese Akteure miteinander und sorgen so für eine effizientere Produktion. Damit machen sich die Ingenieure nicht langfristig überflüssig, sondern übernehmen Verantwortung in einem hochkomplexen System, bei dem beispielsweise auch Kenntnisse aus Informatik und Automatisierungstechnik bedeutsam sind. Generell haben Produktionsingenieure häufig Maschinenbau oder Verfahrenstechnik studiert.

Bernd Müller für Hahn-Schickard
Smarte Sensoren für die Industrie 4.0
Carsten Oberhagemann
Rouven Vierfuß in der Produktionshalle
Carsten Oberhagemann
Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen ist enorm wichtig
tI
kompakt zum Thema Industrie 4.0